Fan-Treffen 2007 – ein Bericht

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FAN-TREFFEN 2007

Am 22. Juli 2007 war es so weit: „Hier ist Rust, hier ist der Europa-Park-Dome! Willkommen zum 7. Fantreffen des Europa-Parks.“

Wie schon in den vergangenen Jahren, so fand das Treffen auch diesmal großen Anklang. Und diesmal sollte etwas besonderes geboten werden. Doch verfahren wir der Reihe nach: Ab 7.30 Uhr wurden die Fans am Dome neben dem Eingang erwartet und erhielten ihre Information, sowie das Teil, das auf Science-Fiction-Conventions auf Neudeutsch „badge“ genannt wird, etwas profaner könnte man sagen „Namensschild“. Das Schild ist der Attraktion des Jahres 2007 („Abenteuer Atlantis“) entsprechend gestaltet. Um 8.00 Uhr schließlich werden die Fans im Namen des Europa-Park und der Familie Mack willkommen geheißen.
Die erste Attraktion des Tages für die Fans versteckt sich hinter dem Kürzel „ERT“, nochmals ein neudeutscher Begriff: „Extra Ride Time“, das heißt, man darf in einer Bahn mitfahren, obwohl diese für den Publikumsverkehr noch gar nicht geöffnet ist. In diesem speziellen Fall sind es sogar zwei Bahnen, nämlich die Dunkelachterbahn „Eurosat“ bei Licht (ein Klassiker, der bei jedem Fantreffen gemacht wird) und „Abenteuer Atlantis“, ebenfalls bei Licht. Bei „Abenteuer Atlantis“ sieht man, dass unter den Fans einige Profis sind, die die Bahn bereits in- und auswendig kennen und beim Schießen auf die Lichtpunkte so viele Punkte erzielen, dass sie schon jetzt – bevor der Park überhaupt offiziell geöffnet hat – die ersten Plätze der Tagespunkte-Tabelle mit über 700.000 Punkten belegen.

Science House

Gleich im Anschluss geht es in das in diesem Jahr eröffnete „Science House“ neben dem Haupteingang des Parks. Hier wird Wissen in unterhaltsamer und ansprechender Form dargeboten. Einige Dinge haben mich persönlich überrascht, so zum Beispiel, dass in der Abteilung „Mensch und Körper“ bei der Liebe das Thema AIDS so direkt angesprochen wird. Besonders die Überschrift hat es mit angetan, da sie zum Nachdenken anregte: „AIDS ist für Sie kein Thema? Haben Sie keinen Sex?“ Daneben wird viel über die Natur erklärt, Tsunamis, Lawinen, Vulkane, Hurricans oder über Elektrizität, Licht, Nanotechnologie… eben über Wissenschaften. Leider ist das „Science House“ für einige Besucher immer noch das „Stiefkind“ des Parks, obwohl sich ein Besuch durchaus lohnen würde. Gerade in letzter Zeit, vor den Sommerferien, waren einige Schulklassen dort, aber es könnte noch mehr Besucher werden.
Konsequent wird hier das Konzept „Wissen zum Anfassen“ durchgezogen, denn im Gegensatz zu Museen, wo es heißt „Exponate nicht berühren“, ist hier das Gegenteil der Fall.

Achterbahn-Jury

Der nächste Punkt auf dem Programm: der „Achterbahn-Workshop“. Der Europa-Park hat keine Mühen und Kosten gescheut, Achterbahn-Baukästen aus Asien einzufliegen, die es in Europa nicht gibt: den „SPACEWARP 10000“ (wen es interessiert, mehr Infos und auch Bestellmöglichkeit gibt es hier – aber Achtung: die Versandkosten aus Japan sind immens!). Die Aufgabe lautet, ein Team aufzustellen und eine Achterbahn zu konstruieren, die funktioniert. Die Baukästen geben dafür einiges her: die Wagen werden durch Metallkugeln simuliert, es gibt einen Vertikallift, Bremsen, Schwungrad – alles, was eine Achterbahn aufregend gestaltet. Leider ist die Zeit mit 45 Minuten etwas kurz gehalten, da man sich zunächst durch die auf Koreanisch geschriebene Bauanleitung arbeiten muss. Trotzdem kommen einige phantasievolle Gebilde heraus.

Vortrag am Nachmittag

Dann, am Nachmittag, der Höhepunkt: das Treffen im „Convento“, dem großen Tagungssaal im Hotel „Santa Isabel“ und für viele die Gelegenheit, das neue Hotel mal aus der Nähe zu sehen. Hier werden zunächst die Preise für die beste Achterbahn-Konstruktion aus dem Workshop vergeben und weitere Preise – unter anderem Entwürfe aus der Design-Abteilung des Parks, die es nicht zur Serienreife geschafft haben – und allen Fans verlost. Dann gibt es ein paar Informationen über die Saison 2007, das neue Hotel und die Entwicklung des Parks. Als die Statistiken vorgelesen werden, bekräftigt man, dass diese (Durchschnittsalter der Besucher, Häufigkeit des Besuchs, Anreisezeit) nicht für die anwesenden Fans gelten. Die Fans würden die Statistik sprengen, denn diese wären zu jung (was mich betrifft: Danke für das Kompliment!), würden zu häufig wiederkommen und zu weit anreisen.
Die Anbindung an den Flughafen Lahr ist gerade dabei, die Verteilung der Besucher weiter zu verändern. Bisher kamen 90 % aller Besucher aus Deutschland, Schweiz und Frankreich und nur 10 % aus anderen europäischen Ländern, doch letzterer Anteil nimmt immer mehr zu. Die Besucherzahlen generell haben sich kontinuierlich entwickelt von 300.000 pro Jahr im Jahr 1975 (Eröffnungsjahr) bis 2,4 Millionen 1995. Zwischen 1995 und 2000 kam ein Sprung auf über 3,00 Millionen, in den letzten Jahren ging es hart auf die 4-Millionen-Grenze zu. Insgesamt haben bis 2006 70 Millionen Menschen den Park besucht.

Vortrag

Dann: die Frage- und Antwort-Stunde… der Moment der Wahrheit. Was wird sein? Tatsache ist, dass die Entwicklung des Parks der ursprünglichen Planung einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Das Portugiesische Dorf sollte schon längst stehen, doch durch die Verlegung der Straße, die zum Parkplatz führt, gewinnt der Park wieder Areal dazu, auf das man einiges besser und nicht so gedrängt bauen könnte und müsste. Also hat man alle Pläne erst einmal über den Haufen geworfen und wartet ab, was das Erweiterungsareal bringt. Eine für 2008 wohl angedachte neue Achterbahn wird es nicht geben. Möglicherweise 2009, aber das ist mit einem Fragezeichen zu versehen. Zum einen muss die Straße erst einmal verlegt werden, um überhaupt das Gebiet zur Verfügung zu haben, zum zweiten möchte man etwas Neues ausprobieren, eine Achterbahn bauen, wie sie noch nicht im Park steht. Und soetwas muss auch erst einmal geplant und entworfen werden. Vielleicht ist so eine Achterbahn dann auch ein würdiger Höhepunkt für die Feierlichkeiten des 35jährigen Bestehens des Parks im Jahr 2010. Kurzum: es gibt keine definitive Aussage.
Was 2008 kommen wird, darüber ist noch nicht entschieden. Demnächst werden dazu Konferenzen stattfinden. Es gibt Bereiche im Park, die einer Modernisierung oder Umgestaltung bedürfen (zum Beispiel der Englische Themenbereich mit der „Silverstone Piste“ und „Baron Williams‘ Mystery Hall“), aber dazu muss erst einmal ein Konzept gemacht werden.
Der für dieses Jahr bereits angedachte neue 4D-Film fürs Kino wird nun doch nicht kommen, da „Pandavision“ von den Zuschauern noch immer gut angenommen wird. Möglicherweise aber nächstes Jahr.

Und damit ist der Tag auch schon am Ende. Aber das nächste Treffen – so wurde es versprochen – kommt bestimmt. Was die Attraktionen für 2008 betrifft, so bleibt uns auch weiterhin nichts weiter übrig als abzuwarten und uns mit einem kleinen Gespräch zwischen zwei Männern zu belustigen, das ich unlängst im einem anderen Zusammenhang schrieb. Die beiden diskutieren darüber, was sie wissen…

  • Keiner von uns weiß etwas, das er nicht weiß. Ob ich alles weiß, was wir wissen, weiß ich auch nicht. Ich weiß, dass ich nichts weiß. Weiß, weiß, weiß sind alle meine Kleider…
  • Entschuldigung, aber was wissen Sie eigentlich?
  • Ja, was weiß ich!
  • „Was weiß ich! Was weiß ich!“ – Ich weiß doch nicht, was Sie wissen!
  • Aber ich weiß es doch gar nicht.
  • Ach, Sie wissen’s nicht?
  • Nein, ich weiß es nicht.
  • Ja, dann kommen Sie doch wieder, wenn Sie’s wissen!
  • Wenn was weiß?
  • Ja, was weiß ich! …


Anmerkung
: Wenn Sie in diesem Beitrag auf das Foto ganz oben klicken, kommen Sie auf das erste Bild einer Fotostrecke des Fantreffens, die ich bei Webshots.com eingestellt habe. Klicken Sie sich einfach durch die Bilder des Albums.

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Nachtrag: Ein paar Bilder und ein kurzer Bericht finden sich auch auf der offiziellen Seite des Europa-Park, und zwar genau hier: Klick!
Mehr Bilder finden sich in einem kurzen Bericht auf ep-inside.net hier, auf der gleichen Seite findet sich auch noch ein Bericht: hier!

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