Tauchen – und so beginnt es…

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[singlepic id=92 w=320 h=240 float=right]Wenn man die Lehrbücher über das Tauchen liest, so fangen diese zumeinst mit einer kleinen Einführung an, die den Schüler auf das vorbereiten, was er so erleben und erfahren wird, wenn er das erste Mal die Ausrüstung anlegt und ins Wasser geht. Dass die Ausrüstung sich schwer anfühlt, ungewohnt. Dass man, wenn man den Kopf zum ersten Mal mit einem Regulator im Mund unter Wasser nimmt, sich daran erinnern muss, weiterzuatmen. Nicht die Luft anhalten. Und dann ist da die Rede von einer neuen Welt, die man betritt. Und in der Tat, das ist es…

Ein Urlaub ist auch die Gelegenheit, mal etwas auszuprobieren. Meine Mutter hat sich beispielsweise vor Jahren im Urlaub das Rauchen abgewöhnt. Ihre Überlegung war dabei ganz logisch: Niemand von den Kollegen würde es mitbekommen, sollte ihr Versuch scheitern. Und wenn sie es schaffen sollte, wäre sie nach dem Urlaub so gefestigt, dass ein Rückfall nicht mehr so wahrscheinlich wäre. Ihr Plan ging auf. Und ganz so ähnlich verhält es sich mit anderen Dingen, wie zum Beispiel sportlichen Aktivitäten. Wenn man schon immer mal das Windsurfen ausprobieren und sich nicht am heimischen Baggersee vor allen Freunden blamieren wollte, ist der Urlaub ideal. Keiner da, der einen kennt, und Lehrer, die durch den Umgang mit der besonderen Sorte Anfänger schon einiges gewohnt sind.


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Mit dem Tauchen ist es da ganz ähnlich. Was mich persönlich betrifft, es steckte irgendwie schon immer in mir drin. Fasziniert sah ich als Kind Fernsehsendungen über das Tauchen (nur die Dokumentation über Tauchunfälle fand ich gruselig). Aber irgendwie fehlte immer etwas, das den letzten Ausschlag gab. Etwas, das mich dazu bewegen würde, zu mir selbst zu sagen: „Jetzt machst Du’s!“ In meinem Bekanntenkreis war niemand, der tauchte und mich hätte „anstecken“ können. Und dadurch, dass ich am Bodensee wohnte, bekam ich immer aus erster Hand mit, wenn es mal wieder einen Tauchunfall gegeben hatte. Im Zuge meiner rettungsdienstlichen Ausbildung lernte ich noch mehr über diese Art Unfälle und was alles so passieren konnte. Diese ganzen Dinge führten dazu, dass es einfach bleiben ließ. Zwar nahm ich im ersten Ausbildungsjahr an einem Schnuppertauchen teil, das beim Jubiläum eines Hallenbades veranstaltet wurde, aber trotz dass ich das faszinierend fand, wurde die Leidenschaft in mir doch nicht geweckt. Mal ganz davon abgesehen, dass ich in meiner Ausbildung andere sorgen hatte, als auch noch Tauchen zu lernen.

[singlepic id=85 w=320 h=240 float=left]Viele Jahre später dann kam ein Urlaub am Roten Meer. Und es geschah genau das, was ich oben beschrieb – fern der Heimat und unbeobachtet von Menschen, die ein eigenes Scheitern vielleicht hämisch betrachten würden, kam es dazu, dass meine charmante Reisebegleiterin Annette und ich den Entschluss fassten, das Tauchen mal zu probieren. Das Hotel, in dem wir wohnten, hatte – wie die meisten Strandhotels am Roten Meer – eine eigene Tauchbasis, deren Leute immer nach neuen Tauchschülern Ausschau hielten. Diese Schüler übten am Hotelpool. Immer, wenn ich sie sah, musste ich an mein eigenes Schnuppertauchen denken, und dass es doch recht faszinierend war. Schnuppertauchen wäre auch dort möglich gewesen, doch ich wollte mich selbst nicht quälen. Nur mal ausprobieren und dann nicht anfangen, was sollte das denn sein? Vielleicht weiterzumachen, das kam mir nicht in den Sinn.

Eines Abends nun saßen Annette und ich in der Hotellobby und warteten eigentlich auf unsere Reiseleiterin, um einen Tagesausflug zu buchen. Und auf einmal fing sie an, ob ich nicht schon immer mal das Tauchen lernen wollte. Verblüfft stellte ich fest, dass sie sich offenbar ähnliche Gedanken gemacht hatte wie ich. Und zum ersten Mal entstand auch bei mir so ein Impuls, so dass wir hin und her überlegten. Hm. Was wollen wir überhaupt damit anfangen? Urlaubstauchen vielleicht. Würde doch reichen. Die erste Ausbildungsstufe, die die da anbieten, heißt „Scuba Diver“. Hm. Soso. Und was darf man dann? Ja, bis 12 Meter Tiefe tauchen und nur unter Aufsicht von einem „Instructor“. Wäre doch nett. Dann ist immer einer dabei, der aufpasst. Und 12 Meter, das ist ja nicht so tief. Na ja, man muss es ja nicht gleich richtig anfangen. Ausrüstung kann man sich leihen und immer schön dort ins Wasser gehen, wo es warm ist. Ja. Der Kurs kostet Geld. Aber Du wolltest es auch immer mal ausprobieren, oder?

So kam es zu dem Entschluss – wir belegen diesen „Scuba Diver“-Kurs. Schon am nächsten Tag wollten wir uns anmelden. Dass es am nächsten Tag schon losgehen sollte, ahnten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Wird fortgesetzt…

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