Das EUROPA-PARK HISTORAMA – Die richtige Attraktion zur Jubiläumssaison

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Das Europa-Park Historama
Das Europa-Park Historama

Wer sich für die Geschichte des Europa-Park und der dahinter stehenden Firma Mack interessierte, der hatte bisher im Park die Möglichkeit, die Ausstellung im Italienischen Themenbereich zu besuchen. Hier wurden Zeitungsartikel, Modelle, Entwürfe und vieles mehr aus der Firmengeschichte in großen Vitrinen präsentiert. Doch schon zwischen 2005 und 2009 musste man feststellen, dass der Platz so langsam knapp wurde, schließlich kam jedes Jahr etwas Neues dazu, so wie die Entwicklung des Europa-Park fortschritt. Zum 35jährigen Jubiläum sollte etwas völlig anderes her.

Die große Pyramide mitten im Europa-Park hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, aber sie prägte die Silhouette des Parks. Neben der Kugel vom „Eurosat“ ist sie das Erkennungsmerkmal für den Park schlechthin. Am Anfang Teil einer Attraktion, wird in ihrem Erdgeschoss das Drehtheater eingebaut, mehrere Bühnen nebeneinander, um die sich die Zuschauerreihen von Szene zu Szene drehen. Darüber befindet sich ein Restaurant, am Anfang die „Milka Schokowerkstatt“, den Bahnhof der Einschienenbahn und ein Milka-Laden. Noch eine Etage darüber eine separate Möglichkeit, um Tagungen abzuhalten. Das Drehtheater beherbergte am Anfang die Show „Das lila Geheimnis“, bei der es um – man ahnt es bereits – die Herstellung von Schokolade ging. Animatronic-Puppen erzählten die Geschichte von einem Geschwisterpaar, dessen Schokoladenmaschine kaputt ging, weil ihr die Zutaten für die Schokolade fehlten, unter anderem das „lila Geheimnis“. Scholo, der Schokoladengeist, nahm die beiden mit auf die Reise, um ihnen zu zeigen, aus was Schokolade genau hergestellt wird, wo die Zutaten herkommen – und das „lila Geheimnis“ wurde natürlich auch gelüftet: die gute Alpenmilch, die die Schokolade des Sponsors so zart macht. Die Pyramide – einschließlich der Wagen der Einschienenbahn – war auch ganz nach dem Sponsor Milka gestaltet. Nach und nach änderte sich das, in das Drehtheater kamen Lasershows mit unterschiedlichen Themen, die Bahn wurde nach dem Europa-Park gestaltet, allein der Milka-Laden erinnert noch an vergangene Zeiten.

Das Museum im Historama
Das Museum im Historama

Dann kam man auf die Idee, die Möglichkeiten des Drehtheaters zu nutzen, um die Firmengeschichte des Europa-Park in einem anderen Rahmen zu präsentieren. Dazu wurde ein großes Museum vor den Eingang gestellt, die Show komplett neu gestaltet, ebenso wie der Bahnhof der Einschienenbahn. Aus dem „Panoramarestaurant“ wurde das „Generationenrestaurant“ und das Äußere der Pyramide wurde komplett in Gold und Blau verkleidet. Rechtzeitig zur Juliäumsfeier im Juli 2010 wurde das „Historama“ fertig und mit großem Pomp eröffnet.

Das Museum

Eine große, goldene Euromaus begrüßt die Besucher über dem Haupteingang des neuen Gebäudes. Das Museum ist viel moderner Gestaltet als die bisherige Ausstellung. Auf mehreren Bildschirmen kann der interessierte Besucher sich durch die Geschichte des Parks klicken und viele Informationen abrufen. Natürlich sind immer noch verschiedene Gegenstände aus der Geschichte des Parks ausgestellt, Modelle von Achterbahnen, Animatronicfiguren, Kostüme und Souvenirs. Über allem thront ein großes Schild, das vor Jahren einmal den Eingang des Europa-Parks zierte. Kurz: Es gibt viel zu sehen und viel zu entdecken.

Die Historama-Show

Schuhabdrücke auf dem Boden führen zum Eingang der neuen Show des Drehtheaters. Nicht nur die Show selbst, sondern auch die Zuschauerräume wurden komplett neu gestaltet. Längere Wartezeit gibt es nicht mehr, laut einem Schild startet alle 6 Minuten eine neue Show, wobei die ursprüngliche Funktion des Drehtheaters wieder voll genutzt wird, nämlich dass es mehrere Zuschauerräume sind. Die Show selbst geht länger als 6 Minuten und beginnt mit einer kleinen Überraschung, die ich hier nicht verraten will. Auf den Bühnen wird mit Laser- und Videoprojektionen die Geschichte der Firma Mack und des Europa-Park gezeigt. Manchmal sind es fast zu viele Eindrücke, die auf einen einströmen und man weiß nicht, wo man hinschauen soll, aber offenbar ist das so beabsichtigt, um Besucher mehrmals in die Historama-Show zu locken. Es ist eine kurzweilige Unterhaltung, in der auch derjenige – wie ich – der sonst keine Achterbahnen fährt, zumindest das „Feeling“ mal mitkriegen kann.

Die neu gestalteten Räume im Drehtheater der Historama-Show.
Die neu gestalteten Räume im Drehtheater der Historama-Show.

Das Generationen-Restaurant

Das Generationen-Restaurant im Historama.
Das Generationen-Restaurant im Historama.

Das Restaurant steht oben auf meiner Liste für meinen nächsten Europa-Park-Besuch. Ich kann daher im Moment noch gar nicht so viel dazu sagen. Es wurde umgestaltet und mit neuer Einrichtung versehen. Obwohl die Oberseite der Pyramide verkleidet wurde, ist es trotzdem sehr hell und freundlich drinnen.

Der Milka-Laden

Der Milka-Laden blieb erhalten. Dort scheint es nahezu alles aus dem Sortiment der Firma Kraft Foods zu geben, was für Schokoladen-Fans wie mich ein bisschen „gefährlich“ ist. 🙂

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Monorail

Der Bahnhof der Monorail und die Bahnen selbst wurden renoviert und umgestaltet. Außerdem wurde die Streckenführung der Züge geändert. Sie fahren nun auch in den neuen Themenbereich „Island“, wo ein zweiter Bahnhof eingerichtet wurde. Somit ist auch diese Bahn nun von der reinen „Rundfahrt“  zum Transportmittel geworden, mit dem man bequem von der Mitte des Parks in den äußeren Bereich kommt.

Detailverliebt wie immer, kann man sagen, so hat der Europa-Park diese neue Attraktion gestaltet, die mit modernster Technik aufwartet. Wer wirklich etwas über den Park, die Firma Mack oder die Geschichte von beiden erfahren will, dem dürfte hier eigentlich keine Frage unbeantwortet bleiben. Außerdem ist es faszinierend, die ganzen Ausstellungsstücke zu sehen und nachzuvollziehen, was für eine Entwicklung der Park, dem man bereits 1975 prophezeit hatte, dass er eine „Pleite“ werden würde, mitgemacht hat. Zum Jubiläum ist das eine passende und würdige neue Attraktion.

Eine der Erfolgsgeschichten des Europa-Parks ist die Winteröffnung. Und am gestrigen Samstag war es mal wieder soweit, weihnachtlich dekoriert öffnet der Park noch einmal seine Pforten bis zum 9. Januar, um dann bis zur 36. Saison in Ruhepause zu gehen. Erstmals wird diese Wintersaison ein Riesenrad im Park stehen, und es gibt wie immer weihnachtlich gestimmte Shows, über die noch berichtet werden wird. Des weiteren gibt es wieder einen Weihnachtsmarkt, eine Eislauffläche, die dieses Jahr noch größter ist als die Jahre zuvor, den Winterzirkus, eine Ausstellung von Tomi Ungerer, Schneerampen, Riesenadventskalender, Eisbar und mehr. Aber auch darüber wird hier noch ausführlich berichtet.

Die Erfolgsgeschichte des Parks indessen, die geht weiter. 2011 dann auch mit eigener Abteilung im EP-Blog.

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