Etwas über das EP-Blog – die ErlebnisPostille

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Der Balkon eines Bungalows in Sheraton Miramar Hotel El Gouna - hier entstand die Idee für das "neue" EP-Blog.
Der Balkon eines Bungalows in Sheraton Miramar Hotel El Gouna - hier entstand die Idee für das "neue" EP-Blog.

Alle Welt reist. So gewiss in alten Tagen eine Wetter-Unterhaltung war, so gewiss ist jetzt eine Reise-Unterhaltung. …

Viele Menschen betrachten elf Monate des Jahres nur als eine Vorbereitung auf den zwölften, nur als die Leiter, die auf die Höhe des Daseins führt. Um dieses Zwölftels willen wird gelebt, für dieses Zwölftel wird gedacht und gedarbt.

– Theodor Fontane: „Modernes Reisen. Eine Plauderei

Die Geschichte der Menschheit ist eng verknüpft mit dem Reisen. Der Mensch hat sich auf der Erde verbreitet, weil er andere Regionen sehen wollte und dorthin reiste. Auch heute noch spüren viele Menschen in sich den Drang, mehr von der Welt sehen zu wollen. Und Geschichten, die auf einer Reise basieren (wie etwa J.R.R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“) üben eine besondere Faszination aus. Reisen bildet, sagt man, und das stimmt sicherlich – vorausgesetzt, man ist dem Reiseziel gegenüber aufgeschlossen und definiert es nicht an den Dingen, die nicht so sind wie zu Hause.

Heute möchte ich die Leserschaft auf den neuesten Stand der Entwicklung vom EP-Blog bringen und dazu in der Vergangenheit anfangen: Die endgültige Idee zu dieser Webseite begann, wie sollte es anders sein, sich auf einer Reise zu formen. Einer sehr angenehmen Reise, muss an dieser Stelle noch hinzugefügt werden, die meine Reisebegleiterin und mich nach Ägypten führte, wo sich unser Hotel als absoluter Glücksgriff erwies und wir uns beide einig waren, dass wir einen rundum gelungenen Urlaub miteinander verbracht haben. Während unserer zahlreichen Unterhaltungen in diesem Urlaub sprachen wir über viele Dinge, über das Land, die Reise, und Dinge, die wir erlebt hatten.

Ich selbst hatte zu dem Zeitpunkt bereits drei Bücher zum Thema Fantasy und Science Fiction geschrieben, das dritte war ich gerade dabei, umzuarbeiten. Als Teil meines Science-Fiction-Projekts existierte die Space-Cruise-Seite bereits, war allerdings noch sehr unstrukturiert und eingeschränkt. Neue Ideen hatte ich schon, aber noch nicht die richtige Richtung. Gleichzeitig gab es auch schon das EP-Blog, das aber noch völlig anders orientiert war. Da ich mich kannte und wusste, dass neue Eindrücke mitunter sehr inspirierend auf mich wirken würden, hatte ich gleich mehrere Notizbücher in diesen Urlaub mitgenommen und schrieb jeden Abend auf, was ich den Tag über gesehen hatte und was mir dazu einfiel. Eines Abends war mir tatsächlich eine direkte Inspiration für eine Geschichte gekommen, und ich schrieb das Konzept nieder. Wir lagen auf den Liegestühlen der Terrasse unseres Bungalows, so wie an jedem Abend, meine Reisebegleiterin las in einem der Romane, die sie sich mitgebracht hatte (oder löste Sudokus). Offenbar war meine Inspiration ziemlich heftig an diesem Abend, denn zum ersten Mal fragte sie nach, was ich denn da schreiben würde. Ich versuchte, ihr die Geschichte, die eindeutig in den Bereich der „SciFi-Fantasy“ gehörte, in groben Zügen zu erklären. Sie sah mich an. Wäre es nicht mal an der Zeit, fragte sie dann, dass ich mal etwas schreibe, das „nicht so abgespaced“ ist. Etwas, das viele Menschen lesen würden. So wie Harry Potter. (Das Beispiel hinkte natürlich, denn – hallo? Ein zehnjähriger Junge, der zaubern und auf einem Besen fliegen kann – wie abgespaced ist das denn?)

Darauf versuchte ich ihr zu erklären, wie das so ist mit der Inspiration, und dass man sowas nicht steuern kann. Gut, ich kann es nicht steuern. Und uninspiriert „für das Publikum“ zu schreiben, glaubte ich nach dem Ablegen meiner Fachhochschulreife hinter mich gebracht zu haben (tut mir leid, liebe Lehrer, aber seht der Wahrheit ins Auge: Aufsätze zu verfassen ist nichts weiter als „Zielgruppenschreiberei“ ohne Herz, weil einem mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Thema vorgesetzt wird, das einen so sehr interessiert, wie einen Delphin die Ursachen der Wirtschaftsrezession interessieren). Erst etwas später merkte ich, dass meine Reisebegleiterin mir mit dieser Bemerkung eine Inspiration gesetzt hatte. Während der nächsten Gespräche zwischen uns fiel immer wieder der Satz: „Das müsste man mal aufschreiben!“  Und so langsam kristallisierte sich eine Idee heraus – könnte man versuchen, ein Art Reiseführer über das Reisen, seine Tücken und Abenteuer und Reiseziele im Allgemeinen zu schreiben?

Die Gedanken und Ideen kamen zusammen, nachdem wir wieder in Deutschland waren. Kein Reiseführer in gedruckter Form sollte es werden. Die bereits vorhandene Space-Cruise-Seite sollte dazu umgestaltet werden. Aber Reiseberichte auf statischen Webseiten hatten einen Nachteil: Es war alles nicht so ganz einfach, neue einzufügen und alte zu ergänzen. Schon gar nicht, wenn mehrere Leute daran arbeiten sollten. Aber sowas ähnliches hatte ich schon mal begonnen: Das EP-Blog. Während ich noch überlegte, wie man dieses würde in das Space-Cruise-Projekt integrieren können, sprach mich meine Reisebegleiterin an. Sie reiste selbst sehr gern und war schon viel herumgekommen. Nun fragte sie mich, ob es möglich wäre, an diesem Projekt mitzuarbeiten. Das gab den letzten Ausschlag. Zwischen Februar und April 2009 wurde die Integration vollzogen.

Doch hier blieb das Projekt nicht stehen. Irgendwann war klar, dass „Abteilungen“ geschaffen werden mussten. Als erstes wurde das Erlebnisblog für das Tauchen „ausgelagert“. Und als der Europa-Park 2010 sein 35jähriges Jubiläum feierte, war klar, dass hier auch etwas geschehen musste. So entstand das erste Regionalblog „Erlebnis EP & Region Rust„. Space Cruise wurde schließlich Stück für Stück ins EP-Blog aufgenommen, um den Bereich der Fiktion besser von den tatsächlichen Berichten zu trennen. Und so finden Sie in diesen Seiten hier nun einen sich ständig erneuernden Reiseführer über Erlebnisse, das Reisen und die vielen sehenswerten Orte auf unserem Planeten.

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