Diabetes und Sauna

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Diabetes ist mittlerweile eine Volkskrankheit. Rund acht Prozent der Deutschen leiden unter dieser chronischen Stoffwechselkrankheit – das sind rund 6,5 Millionen Betroffene. Die gute Nachricht vorweg: Auch Diabetiker dürfen in die Sauna gehen. Allerdings gibt es je nach Krankheitsbild und Konstitution einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Da hier bei den Betroffenen immer noch große Unsicherheiten herrschen, hat monte mare, der Betreiber von insgesamt elf Schwimm- und Wellnessbädern in Deutschland, die wichtigsten Fakten einmal zusammengetragen.

Zunächst einmal ist es ratsam, den Saunabesuch nicht mit leerem Magen zu beginnen. Am besten nehmen Diabetiker zwei Stunden vorher eine kleinere Mahlzeit zu sich, damit ihr Blutzuckerspiegel konstant bleibt. In den Ruhephasen sollten sie nach Möglichkeit Ihre Werte überprüfen, da durch das Schwitzbad eine Unterzuckerung entstehen kann. Die Deutsche Diabetes Hilfe empfiehlt für den Notfall Traubenzucker, Obst oder Getränke dabei zu haben. Der Zuckerspiegel sollte möglichst über 110 mg/dl (6,1 mmol/l) liegen. Am besten gehen Diabetiker in Begleitung in die Sauna.

Diabetes: Insulin wirkt bei Hitze anders

Für insulinpflichtige Diabetiker ist es wichtig, den Saunabesuch gut zu planen. Denn das Hormon verteilt sich bei Hitze schneller im Körper, so dass die Wirkung verstärkt wird. Dieser Effekt lässt sich vermeiden, indem Sie nach der letzten Insulingabe ein wenig warten und in den Oberschenkel spritzen.

Generell ist ein etwas gemäßigter Saunaaufenthalt bei Zuckerkranken sinnvoll. Zwei bis drei Saunagänge von zehn bis fünfzehn Minuten Länge sollten reichen. Achten Sie zwischendurch auf längere Ruhephasen. Auch mit den für einen Saunatag typischen extremen Temperaturwechseln sollten sie aufpassen. Diabetiker sind einem höheren Risiko für Kreislaufprobleme ausgesetzt. Deshalb statt Temperaturschocks im Tauchbecken lieber Spaziergänge im Saunagarten an der frischen Luft und lauwarme bis kühle Duschen zur Abkühlung.

Manche Diabetes-Patienten haben aufgrund der Erkrankung eine gestörte Temperaturwahrnehmung. In diesem Fall sollten sie sich vom Saunaofen etwas weiter weg setzen. In jedem Fall sollte ein Handtuch untergelegt und der direkte Kontakt mit dem erhitzten Holz vermieden werden, damit keine Verbrennungsgefahr besteht.

Diabetes: Positive Effekte eines Saunabesuchs

Ansonsten wirkt sich ein Saunabesuch für Diabetiker sogar sehr positiv aus. So leiden viele Zuckerkranke unter trockener Haut, denn durch die Erkrankung ist der Wasserhaushalt des Körpers gestört. Die Sauna kurbelt die Durchblutung an und unterstützt die Versorgung des Körpers mit Nährstoffen und Sauerstoff.

Dass Sauna das Immunsystem stärkt, ist allgemeinhin bekannt. Davon profitieren Diabetes-Patienten am meisten, denn sie leiden häufig unter einem schwächeren Immunsystem und sind anfälliger. Regelmäßiges Saunieren stärkt die körpereigene Abwehr nachhaltig.

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Zerstörung von Insulin bei Hitze

Diabetiker, die das Insulin bereits vor dem Saunagang spritzen, müssen nichts befürchten. Wird das Insulin allerdings über eine Insulinpumpe automatisch verabreicht, ist höchste Vorsicht geboten. Insulin ist sehr wärmeempfindlich und kann im schlimmsten Falle die erwünschte Wirkung nicht mehr erbringen, da die enthaltenen Moleküle beschädigt oder zerstört werden können. Die Hitze in der Sauna ist einfach zu groß. Daher sollte eine Insulinpumpe unbedingt vor dem Saunagang abgenommen werden.

Diabetiker sollten vor einem Besuch in der Sauna zur Sicherheit Rücksprache mit ihrem Hausarzt halten. Er kann sie individuell beraten, wie sie aus Ihrem Saunaaufenthalt für Ihren Körper ein entspannendes und wohltuendes Erlebnis machen.

 

Quelle: monte mare Bäderbetriebsgesellschaft mbH Rengsdorf

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