CSI: Miami 5.24 – Von Natur aus böse?

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Originaltitel: Born to Kill

Inhalt

Zwei junge Frauen feiern eine ganze Nacht durch, am nächsten Tag ist eine von beiden tot. Der Täter hat sein Opfer mit Angelschnur gefesselt und nach dessen Tod eine Markierung in Form eines „Y“ in die Brust geritzt. Das passt zu drei Morden aus Boston. In einer Wunde von einem Opfer fanden sich Fischschuppen. Über die Spezies wird ein Mann ermittelt, der Fische ausnimmt: Lucas Wade. Er hat eine Besonderheit: seine Geschlechtschromosomen weisen ein zweites „Y“ auf, was man früher als „Verbrechergen“ bezeichnet hat. Offenbar haben ihn seine Eltern zurückgewiesen, nachdem man das festgestellt hatte. Damit war bei ihm ein psychischer Schaden angerichtet.  Es sieht so aus, als haben die Ermittler den Täter, also noch ein Mord verübt wird, während Wade sich in Polizeigewahrsam befindet…
Ryan Wolfe muss unterdessen unter besonderer Aufsicht seine alten Fälle wieder aufarbeiten, da sie durch sein Verhalten kompromittiert sind. Rick Stetler findet zudem einen Geldeingang auf Ryans Konto, der sich nicht erklären lässt…

Zitat

„Entschuldige, das ging alles zu schnell.“
„Genauso schnell, wie wir uns den Typen wieder schnappen werden.“
Jake Berkeley und Horatio Caine, nachdem der Verdächtige durch einen fingierten Unfall entkommen ist.

Medien

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Hinter der Geschichte

Der Fisch, der die Ermittler auf die richtige Spur führt, ist ein roter Umberfisch.
In der Geschichte geht es um eine Gen-Anomalie, das so genannte „XYY-Syndrom„. Normalerweise haben Männer bei der Geschlechtschromosomen die Kombination XY, Frauen XX. Da das Y-Chromosom also bestimmt, dass ein Mensch männlich ist, ging man davon aus, dass ein doppeltes Y seinen Träger gewalttätiger macht. Und da beispielsweise das Down-Syndrom ebenfalls durch ein überzähliges Chromosom verursacht wird (allerdings nicht beim Geschlechtschromosom, sondern beim Chromosom Nr. 21), wurde davon ausgegangen, dass diese Menschen auch eine geistige Beschränkung oder Behinderung haben müssen. Alles das hat sich allerdings nicht halten lassen. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass das XYY-Syndrom einen Menschen automatisch zum Verbrecher macht. Leider ist gerade was Genetik betrifft, immer noch sehr viel Halbwissen im Umlauf, was unter anderem zu solch kruden und wissenschaftlich widerlegten Theorien wie die eines Thilo S. („Deutschland schafft sich ab“) geführt hat, die aber leider viele Menschen einfach glauben.

Kritik – Achtung, Spoiler!
Die Folge ist etwas anders, da man den Täter schon relativ früh hat und es den Rest der Episode noch darum geht, dessen Geschichte aufzulösen. Das ist tatsächlich spannend und überraschend. Ryan Wolfe wird von Rick Stetler getriezt, was nur zum Teil nachvollziehbar ist. Natürlich hat er durch sein Verhalten seine alten Fälle kompromittiert, aber was Stetler hier macht, ist einfach nur Schikane.
Es fällt auch auf, dass diese Staffel keinen Cliffhanger als Staffelfinale hat, was auch mal ganz gut tut.

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