CSI: CYBER

Anzeige

Bei den „CSI“-Serien wurden besondere Folgen auch immer besonders gefeiert, also soll das hier auch passieren, zumindest ein wenig: Dies hier ist Beitrag Nr. 700 in diesem Blog. Gefeiert werden soll das Zahlenjubiläum mit der Vorstellung der neuen Serie im Franchise von „CSI“.

Die Prämisse

Doch diesmal ging man einen anderen Weg. Anstatt wie bei den beiden anderen Ablegerserien den Schauplatz in eine andere Stadt zu verlegen, wurde er in eine andere Dimension verlegt: „CSI: CYBER“ handelt von der Welt der Cyber-Kriminalität, also Verbrechen, die mit Hilfe des Internets – oder auch ausschließlich im Internet – begangen werden. Wie es bei den „CSI“-Ablegerserien üblich ist, hat auch diese eine so genannte „Backdoor-Pilotepisode“ erhalten, das heißt, in einer der bereits bestehenden Serien wird das neue Team eingeführt („CSI: Miami“ bei „C.S.I.“ und „CSI: NY“ bei „CSI: MIAMI“). In diesem Fall war diese Backdoor-Episode die Folge 21 der vierzehnten Staffel von „C.S.I.“ mit dem Titel „Wer ist Special Agent Avery Ryan?“ (Original: „Kitty“).

Blut und Organe sieht man in dieser Serie eher selten, aber dafür wird der Cyberspace genau so dargestellt, wie die Biologie bei den bisherigen Serien: Mit Grafiken, die den Datenfluss, Zugriffe und ähnliches für den Zuschauer verdeutlichen.

Die Abteilung „CYBER“ des FBI hat ihren Sitz naturgemäß in Washington, D.C., doch wie es für eine Bundesbehörder so üblich ist, agiert das Team im ganzen Land. Die Ermittler fliegen quer durch die ganze USA, ein Teil des Teams bleibt jedoch immer in der Zentrale zurück und unterstützt die Kollegen von dort.

Das Team

Das Team von "CSI: CYBER" / (c) CBS
Das Team von „CSI: CYBER“ / (c) CBS

Special Agent Avery Ryan (zweite von rechts) ist die Leiterin des Team der Abteilung Cyber-Kriminalität. Sie ist eigentlich Psychologin, doch jemand hackte sich in ihren Praxiscomputer und stellte die Akten ihrer Patienten online. Kurz darauf wurde eine Patientin ermordet. Seither widmet sich Ryan der Bekämpfung des Verbrechens. Sie setzt allerdings ihre psychologischen Kenntnisse ein, wenn sie Verdächtige befragt und kann daher viel aus der Körpersprache lesen. Dargestellt wird sie von Patricia Arquette. Ihre erste große Rolle war die der Kristin Parker in „Nightmare III„, danach war sie in verschiedenen Serien zu sehen. Ihre deutsche Stimme ist Ulrike Stürzbecher, die unter anderem auch Kate Winslet synchronisiert.

FBI Deputy Assistant Director Simon Sifter (ganz rechts) ist in der Führungsriege des FBI für die Abteilung Cyber-Kriminalität verantwortlich. Er ist derjenige, der der Abteilung die Fälle zuteilt und deren Bearbeitung überwacht. Er ist ein sehr pragmatischer Mensch, der durch sein sanftes Auftreten gerne mal unterschätzt wird – wenn es darauf ankommt, steht er voll hinter seinem Team. Dargestellt wird er von Peter MacNicol, der in Deutschland erstmals durch seine Rolle als Konstkurator Janosz Potra in „Ghostbusters II“ aufgefallen sein dürfte. Außerdem spielte er in der Serie „Ally McBeal“ eine der Hauptfiguren. Seine deutsche Stimme ist Tobias Meister, der Peter MacNicol bereits in „Ally McBeal“ gesprochen hat. Er hat viele Rollen synchronisiert (Kiefer Sutherland, Jack Black, Brad Pitt, sowie Meister Yoda in den STAR-WARS-Prequels, um nur einige zu nennen) und ist auch im „CSI“-Universum kein Unbekannter: Bis zur Einstellung von „CSI: NY“ hat er Gary Sinise in seiner Rolle als Mac Taylor synchronisiert.

Senior Special Agent Elijah Mundo (dritter von rechts) ist Ryans Stellvertreter und ein Ex-Soldat. Er ist verheiratet und hat eine Tochter, zu Beginn der Serie lebt er allerdings in Scheidung von seiner Frau. Dargestellt wird er von James van der Beek, der zuvor in verschiedenen Filmen und Fernsehserien mitgespielt hat. Seine deutsche Stimme ist Gerrit Schmidt-Foß, der unter andrem Stamm-Synchronsprecher von Leonardo DiCaprio ist.

FBI-Berater Brody Nelson (dritter von links) ist ein Ex-Hacker, der vom Team der Abteilung Cyberkriminalität entlarvt und hochgenommen wurde. Die Mitarbeit beim CSI ist Teil seines Resozialisierungsprogramms. Dargestellt von er von Shad Moss, der unter dem Pseudonym Bow Wow (entspricht dem deutschen „Wauwau“) als Rapper bekannt geworden ist. Seine deutsche Stimme ist Julien Hagége, der ebenfalls kein Unbekannter im „CSI“-Universum ist: In „CSI: NY“ sprach er Hill Harper in seiner Rolle als Sheldon Hawkes.

Special Agent Daniel Krumitz (zweiter von links) ist ein Computerspezialist, der allerdings nicht so wie Brody auf die schiefe Bahn geriet, sondern von Anfang an Karriere beim FBI machte. Er ist nicht sonderlich begeistert, dass Brody ins Team kommt, da so ein Versuch schon einmal schiefgegangen ist. Dargestellt wird er von Charley Koontz, der zuvor eher kleine Rollen in Serien gehabt hat. Seine deutsche Stimme ist in Deutschland eher bekannt, Tobias Nath spricht unter anderem den neuen „Q“-Darsteller Ben Wishaw in den neuen „James-Bond“-Filmen.

FBI-Berater Raven Ramirez (ganz links) ist ebenfalls eine ehemalige Hackerin, aber schon wesentlich länger im Team als Brody Nelson. Sie gilt als erfolgreich resozialisiert und genießt das Vertrauen des Teams. Sie wird dargestellt von Hayley Kiyoko, die Rollen in verschiedenen Filmen und Serien hatte. Ihre deutsche Stimme ist Yvonne Greitzke, die unter anderem schon Candice Accola als Caroline Forbes in „Vampire Diaries“ oder Kristen Bell als Anna in „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ synchronisiert hat. Außerdem spricht sie die gleiche Rolle auch in „Once Upon A Time“, obwohl Anna dort von Elizabeth Lail dargestellt wird.

Die Titelmusik

Eine „CSI“-Serie ohne eine Titelmusik von „The Who“ – kann das sein? Nein, natürlich nicht! In dem Fall handelt es sich um das Lied „I can see for Miles„, natürlich geschrieben von Pete Townshend im Jahr 1967. Es wurde auch schon an Anfang und Ende der Backdoor-Pilotepisode „Wer ist Special Agent Avery Ryan?“ gespielt.

Die Aussicht

„CSI: CYBER“ begann bei 10 Millionen Zuschauern, fiel jedoch im Verlauf der ersten Staffel auf rund 7 Millionen ab. Staffel 2 lief bis März 2016 und hielt sich bei soliden 6 Millionen Zuschauern. Interessant ist, dass von ursprünglich geplanten 22 Folgen der zweiten Staffel nur 18 produziert und gesendet wurden. Das Studio sollte sich bis Mai entscheiden, wie es weitergeht, obwohl schon klar war, dass der erst zu Beginn der Staffel eingestiegene Ted Danson am Ende schon wieder wegen anderer Verpflichtungen aussteigen würde.

Anzeige

Die deutsche Fassung

Die deutsche Fassung von „CSI: CYBER“ ist sehr gelungen und weist eine Besonderheit auf: Sämtliche Episodentitel sind – im Gegensatz zum Original – in so genannten Hashtags geschrieben. Damit hat die Serie ein deutliches Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen. Ich persönlich finde die Idee clever.

Ab dieser Woche gibt es hier bei „Erlebnis Nordamerika“ Rezensionen zu den Folgen der Serie, die auf Deutsch erschienen sind.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.