Neues Leben an der Alten Elbe: Ein verschlammter Flussarm wird wieder zum Refugium für bedrohte Tierarten

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Refugium für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und zugleich ein beliebtes Naherholungsgebiet: Die Alte Elbe bei Klieken in Sachsen-Anhalt hat durch ein dreijähriges Projekt neues Leben erhalten. Foto: djd/Coca-Cola GmbH/Doreen Ritzau
Refugium für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und zugleich ein beliebtes Naherholungsgebiet: Die Alte Elbe bei Klieken in Sachsen-Anhalt hat durch ein dreijähriges Projekt neues Leben erhalten.
Foto: djd/Coca-Cola GmbH/Doreen Ritzau

Libellen surren, ein Haubentaucher paddelt mit seinem Küken auf dem Rücken am Schilf entlang, am Himmel ziehen Graureiher ihre Kreise: Die Alte Elbe bei Klieken in Sachsen-Anhalt ist ein wertvolles Ökosystem im Unesco-Biosphärenreservat Mittelelbe. Die sogenannte Kliekener Aue, gelegen zwischen Coswig und Dessau, bildet ein flaches Ufergebiet, das von einer Schlinge der Elbe begrenzt wird. Altwasser heißen diese Wasserflächen, die im Laufe der Jahrhunderte vom eigentlichen Flusslauf abgetrennt wurden und eigene stehende Gewässer bildeten. Weil jedoch kein Wasser mehr zufließt, neigen sie dazu, zu verschlammen. So auch an der Alten Elbe: Faulschlamm und Morast prägten über lange Zeit das Bild – bis ein mehrjähriges Projekt jetzt neue Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten geschaffen hat.

Drei Jahre harte Arbeit für ein gesundes Gewässer

Saugspülbagger verhalfen der Alten Elbe zu einem neuen, zweiten Leben – in dem Zustand, wie sich das Gewässer vor etwa 200 Jahren präsentierte. Doch bis dahin waren drei Jahre harter Arbeit notwendig, rund 44.000 Kubikmeter Schlamm mussten abgetragen werden. Mit den Baggerarbeiten wurden gleich mehrere Ziele erreicht: Die Speicherkapazität des Oberflächenwassers hat sich erhöht, die natürliche Filterfunktion zwischen Grundwasser und Oberflächenwasser ist wieder hergestellt und bedrohte Tier- und Pflanzenarten der Aue finden nun wieder ideale Lebensbedingungen vor. Möglich wurde das im Herbst 2016 abgeschlossene Projekt durch eine Kooperation zwischen Europarc Deutschland e.V., dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, und dem Getränkehersteller Coca-Cola, der die Renaturierung mit rund 850.000 Euro förderte.

Beliebtes Ausflugsziel und natürlicher Wasserfilter

Von einem gesunden Ökosystem profitieren auf lange Sicht alle – nicht nur die hier anzutreffende Fauna und Flora. Was ein Hochwasser anrichten kann, hat die Elbe 2002 und 2013 gezeigt. Altwasser und intakte Auengebiete können Hochwasser auffangen und abschwächen. Aber auch ohne Naturkatastrophen machen sich die alten Flussarme positiv bemerkbar. So wird beispielsweise das Grundwasser der Region natürlich gefiltert und stabilisiert. Und schließlich konnte durch die Entschlammung der Alten Elbe auch ein Naherholungsgebiet für Ausflügler und Städter erhalten werden. Auf dem eigens eingerichteten Auenpfad mit zwei Beobachtungstürmen können Naturfreunde das Gelände erkunden. Es lohnt sich also, wenn die Zivilisation der Natur gelegentlich ein wenig auf die Sprünge hilft.

Nachhaltiger Naturschutz

Unesco-Biosphärenreservate sind großflächige Natur- und Kulturlandschaften mit naturnahen Lebensräumen. Sie bilden ein globales Netzwerk von Schutzgebieten. Biosphärenreservate wirken für den Ausgleich der häufig konkurrierenden Interessen von Nutzung und Bewahrung, Umweltschutz und Wirtschaft und damit für ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Natur. In Deutschland gibt es derzeit 15 Unesco-Biosphärenreservate. „Mittelelbe“ war bereits 1979 eines der ersten seiner Art im damals noch geteilten Deutschland.

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Mit Wasser nachhaltig wirtschaften

Der Einsatz für das Wasser der Welt ist eine wichtige Säule der Nachhaltigkeitsstrategie von Coca-Cola. Der Ansatz ist besonders vielschichtig: Es geht darum, den Rohstoff Wasser zu schützen, den Verbrauch zu reduzieren, Wasser aufzuarbeiten und weltweit verfügbar zu machen. So führt der Getränkehersteller heute jeden Tropfen Wasser, den er in seinen Produkten und für deren Herstellung verwendet, an die Natur und an örtliche Gemeinden zurück. Gemeinsam mit Partnern engagiert sich das Unternehmen dazu weltweit in rund 400 Wasserprojekten – von der Trinkwasserversorgung in Afrika bis zu Umweltprojekten wie etwa der Renaturierung der Alten Elbe bei Klieken in Sachsen-Anhalt.

Quelle: djd/Coca-Cola GmbH/Doreen Ritzau

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