Junge Wilde hinter altem Fachwerk: Kulinarische Überraschungen in der Kulturstadt Wolfenbüttel

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Wolfenbüttels Altstadt beeindruckt mit über 600 schmucken Fachwerkhäusern. Foto: djd/Stadt Wolfenbüttel/Achim Meurer
Wolfenbüttels Altstadt beeindruckt mit über 600 schmucken Fachwerkhäusern.
Foto: djd/Stadt Wolfenbüttel/Achim Meurer

Ein Bummel durch die Wolfenbütteler Altstadt wirkt wie eine Zeitreise ins 16. und 17. Jahrhundert: Die Residenzstadt im Osten Niedersachsens gilt als erste nach Plan gebaute Renaissance-Stadt Deutschlands und ist nahezu komplett erhalten geblieben. Vom prunkvollen Welfenschloss führt der Weg durch enge Kopfsteinpflastergassen und zu einladenden Plätzen, die von über 600 liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern gesäumt sind. Hinter diesen historischen Fassaden warten dann aber einige moderne Überraschungen in der weltoffenen Kulturstadt: Junge Kreative bieten hier kulinarische Spezialitäten aus handwerklicher Herstellung mit eigener Note an, die es zu probieren lohnt.

Gewürze, Dips und Craftbeer

Ein Geheimtipp ist zum Beispiel Stebis Feinkostmanufaktur in den Krambuden mitten in der Altstadt. Davon berichtet der Wolfenbütteler Blogger Björn Reckewell im Reiseportal Aboutcities.de, das Insidertipps und Anregungen aus 17 niedersächsischen Städten gesammelt hat: „Dort trefft ihr auf einen Food-Junkie, der seine Visionen von regionalen, modernen Produkten umsetzt: Andreas (Stebi) Stebner. Der 32-Jährige hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und kreiert nach dem Paleo-Prinzip eigene Grillsaucen, Gewürzmischungen, Rubs, Dips und sogar einen eigenen Niedersachsen-Gin.“ Im nahegelegenen Dorf Sickte hat der junge Kreative zudem eine Privatbrauerei eröffnet, in der er Craftbeer braut: „Das erste Wolfenbütteler Bier seit fast hundert Jahren wird im eigenen Garten hergestellt“, so Blogger Reckewell. In Berlin oder München gebe es den Trend zwar schon seit einiger Zeit. Hier aber falle er auf einen anderen Boden, und die Food-Szene in einer kleinen niedersächsischen Stadt wachse anders als im Großstadtkiez.

Die besten Burger – und danach der berühmte Kräuterlikör

Ein weiterer Selfmademan hat in Wolfenbüttel sein kulinarisches Hobby zum Beruf gemacht: Sam Harvey brät die vermutlich besten Burger der Stadt und hat sein „Börgerbüro“ in einem Irish Pub in der Kommissstraße eröffnet. Dort serviert er neben den laut einer Facebook-Umfrage besten Burgern der Stadt auch original englisches Essen, wie beispielsweise „Shepherds Pie“ oder „Full English Breakfast“ mit Bratwurst, Bohnen und Speck direkt von der Insel. Nach dem deftigen Essen ist dann auch die passende Gelegenheit für Wolfenbüttels bekannteste Spezialität, den weltberühmten Kräuterlikör mit dem Hirschen. Zur Besichtigung des modernen Jägermeisterwerks wird eine eigene Erlebnisführung angeboten, die anschließend durch die Altstadt und zum Stammhaus führt und mit einem gemeinsamen Mittagessen endet.

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Kultur und Genuss in Wolfenbüttel

Neben dem wöchentlichen Stadtrundgang „Jägermeister-Montag“ mit Werksführung und Mittagessen in einem Restaurant in der Altstadt gibt es auch kulinarische Komplettpakete: Beim Zwei-Tages-Angebot „Lessing, Likör und Lebenslust“ kommen beispielsweise eine Hotel-Übernachtung mit Frühstück, Besuche im Lessinghaus und in der Herzog August Bibliothek dazu. „Ein exklusiver Abend mit Casanova“ enthält szenische Erzählungen des legendären venezianischen Lebemannes und ein dreigängiges Menü mit Getränken im Renaissance-Saal auf Schloss Wolfenbüttel. „Drei genussvolle Tage in der Lessingstadt“ wiederum umfassen zwei Übernachtungen, ein pralles Kulturprogramm und stimmungsvolle Abendmenüs. Mehr Informationen gibt es unter www.lessingstadt-wolfenbuettel.de.

Quelle: djd/Stadt Wolfenbüttel

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