Luther im Kreuzgang – Die traditionsreichen Festspiele in Feuchtwangen inszenieren den Reformator

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Der Kreuzgang bildet die malerische Kulisse für die traditionsreichen Theateraufführungen in Feuchtwangen. Foto: djd/Kulturamt Feuchtwangen/Nicole Brühl
Der Kreuzgang bildet die malerische Kulisse für die traditionsreichen Theateraufführungen in Feuchtwangen.
Foto: djd/Kulturamt Feuchtwangen/Nicole Brühl

In diesem Jahr ist Deutschland ein besonders lohnenswertes Reiseziel für Kulturinteressierte, denn 2017 ist Luther-Jahr. An vielen Orten laden Ausstellungen, Festakte und Veranstaltungen zur Feier von 500 Jahren Reformation ein. Auch die traditionsreichen Festspiele im fränkischen Feuchtwangen widmen sich dem berühmten Theologen. Die Zuschauer können sich auf ein großes Freilicht-Theaterstück über das Leben Martin Luthers freuen.

Kirchengeschichte vor dem Kreuzgang

Vor der großartigen Kulisse des Kreuzgangs scheint die Zeit der Kirchenspaltung wieder lebendig zu werden. Das Schauspiel frei nach dem Film „Luther“ zeigt die wichtigsten Stationen im Leben des Reformators – ein Wahrheitssucher seiner Zeit. Der Anschlag der berühmten 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg darf dabei nicht fehlen. Gebannt verfolgt man die Entwicklung des von Zweifeln gequälten Mannes in einer Zeit massiver Umbrüche: Ein Theaterabend, der ein lebendiges Stück Geschichte zeigt. Termine, Tickets und alle Informationen zu dem bewegenden Theaterstück gibt es unter www.kreuzgangspiele.de.

Auf der Suche nach Wahrheit

So wie Martin Luther nach der Wahrheit im Glauben gefragt hat, beschäftigen sich auch die anderen Inszenierungen mit der Suche nach der Wahrheit – und das auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Im Musical „Kiss me Kate“ probt und spielt eine Theatergruppe eine musikalische Fassung von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“. Im Zentrum steht die extravagante Liebesbeziehung zwischen den geschiedenen Eheleuten Lilli und Fred, die auch im Theaterstück die Hauptrollen spielen und sich immer noch zueinander hingezogen fühlen. In jeder Szene der romantischen Komödie stellt sich mit Witz und Raffinesse die uralte Frage: Kann ich meinen Nächsten vertrauen?

Aber nicht nur Kate möchte wissen, woran sie ist. Auch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer suchen im Kinder- und Familienstück nach der Wahrheit hinter den Dingen. Was groß scheint, ist in Wirklichkeit ganz klein, was böse scheint, entpuppt seine verborgene Wahrheit wie ein Wunder. Wie etwa der berühmte Scheinriese Tur Tur, der nur von fern groß und furchteinflößend erscheint, aus der Nähe aber jeden Schrecken verliert.

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Kreuzgangspiele kooperieren mit Konzertreihe

Ein Höhepunkt und eine Premiere im Sommer 2017 ist die Kooperation der Kreuzgangspiele mit der hochkarätigen Konzertreihe KunstKlang, die von der Sopranistin Christiane Karg ins Leben gerufen wurde. Eigens dafür wurde eine Fassung von „Peer Gynt“ erarbeitet, die zum Ende der Spielzeit am 13. August im Kreuzgang zur Aufführung kommt. Mit dabei sind Christiane Karg, Achim Conrad als Erzähler, Gerold Huber am Klavier sowie Schauspielerinnen und Schauspieler des Kreuzgang-Ensembles. Weitere Informationen zur Aufführung gibt es unter www.kunstklang-feuchtwangen.de.

Quelle: djd/Kulturamt Feuchtwangen

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