CSI 11.03 | Bis(s) zum Mord

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Originaltitel: Blood Moon

Inhalt

(c) CBS

(c) CBS

Es ist Mondfinsternis, der so genannte „Blutmond“: Während Catherine Willows ein Schäferstündchen mit ihrem Freund hat, wird ein Mann auf dem Mount Charleston verfolgt und ermordert. Man findet seine Leiche an einem Stacheldrahtzaun. Der Kopf wurde vom Hals getrennt und auf einen Pfosten aufgespießt. Catherin vermutet einen Ritualmord, worin Raymond sie bestätigt: Es ist Mondfinsternis, ein „Blutmond“ steht am Himmel.

Als Sarah den Körper untersucht, findet sie symmetrische Narben in beiden Händen und stellt zudem fest, dass der Tote am ganzen Körper seine Haare mit Wachs entfernt hat – oder hat entfernen lassen. Über die Zusammensetzung von Wachsresten, die Sarah findet, kommen die Ermittler auf das Mediterranean Hotel, in dessen Spa-Abteilung der Tote die Körperenthaarung machen ließ und bekommen so einen Namen: Michael Wilson. In seinem Hotelzimmer hat ein Kampf stattgefunden. Raymond findet einen Anzug im Schrank, darin eine Notiz mit einem Liebesversprechen, wie für eine Hochzeit, außerdem einen Ring mit einem keltischen Liebesknoten als Muster. Nick Stokes entdeckt eine gelbe Kontaktlinse, aber Wilson trug zum Zeitpunkt seines Todes keine. Eine Quittung für Blumen gibt einen Hinweis auf einen Festsaal des Hotels, wo eine ungewöhnliche Hochzeitsgesellschaft die Ermittler erwartet: Alle sind wie Vampire hergerichtet. Sie gehören einem Zirkel an und an diesem Wochenende findet in Las Vegas eine Convention statt, wo nicht nur Vampire, sondern auch Werwölfe zu Gast sind.

Nachdem Greg Sanders diese Details erfährt, bekommt die Tötungsart für ihn auch einen Sinn: Jemand muss den Toten für einen echten Vampir gehalten haben, denn laut der Legende muss man einem Vampir den Kopf abschlagen, damit er nicht mehr wiederkehren kann. Auf der Convention ist auch ein Händler für Stich- und Schlagwaffen, und er verkauft auch Beile. Nick und Raymond stellen den Mord mit einer Puppe nach, stellen allerdings fest, dass es sehr schwer ist, jemandem den Kopf so abzutrennen. Außerdem hatte der Tote auch Schlagwunden am Hinterkopf, was nur einen Schluss zulässt: Der Täter war nicht allein. Und im Mund des Opfers befanden sich Haare – Wolfshaare…

Zitat

„Mondfinsternis! In der Offenbarung des Johannes wird die als Zeichen des drohenden Weltuntergangs gesehen.“
„Für den armen Kerl war’s ja ein Weltuntergang.“
Raymond Langston und Catherine Willows

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Hinter der Geschichte

Die Erstausstrahlung dieser Episode fand im Oktober 2010 statt. Auch wenn „CSI“ sonst jahreszeitlich recht korrekt ist, hier passt es nicht, in diesem Monat fand 2010 keine Mondfinsternis statt. Möglicherweise hat die partielle Mondfinsternis vom Juni 2010 die Episode inspiriert. Als „Blutmond“ – so auch der Originaltitel – wird die komplette Rotfärbung des Mondes während einer (allerdings totalen) Mondfinsternis bezeichnet. Der deutsche Titel spielt auf die so genannte „Bis(s)“-Romanreihe von Stephanie Meyer an, die im Original „Twilight“ heißt.

Während der Autopsie zitiert Dave einen Vers über „Haarman mit dem Hackebeilchen“. Das ist eine Anspielung auf den Serienmörder Fritz Haarmann, der 24 Menschen ermordet hat und 1924 in Deutschland hingerichtet wurde. Er wurde auch „Der Vampir von Hannover“ genannt, da er sich im Tötungsrausch im Hals seiner Opfer festbiss. Der Vers, den Dave zitiert, ist eine Abwandlung des Anfangs des so genannten „Haarman-Liedes“:

Warte, warte nur ein Weilchen,
bald kommt Haarmann auch zu dir,
mit dem kleinen Hackebeilchen,
macht er Schabefleisch aus dir.

Im Original zitiert Dave ein Lied, das eine andere Person beschreibt: „Lizzie Borden took an axe and gave her mother forty whacks.“ Lizzi Borden lebte ausgehenden 19. Jahrhundert in den USA und wurde verdächtigt, ihren Vater und ihre Stiefmutter getötet zu haben. Sie wurde freigesprochen und der Fall nie ganz aufgeklärt. Der Vers stammt aus dem Lied „Ukulele Anthem“ von Amanda Palmer, ist allerdings sehr frei in der Wiedergabe des Verbrechens, da Bordens Stiefmutter mit wesentlich weniger als 40 Axtschlägen getötet wurde. Als Dave das Zitat bringt, wird er im Original auch von Doktor Robbins sofort korrigiert. In der deutschen Fassung weist Robbins Dave darauf hin, dass das „Hackebeilchen“ als Mordwaffe noch nicht feststehe.

Der Mount Charleston, auf dem das Opfer gefunden wird, heißt offiziell „Charleston Peak“. Er liegt rund 40 Meilen außerhalb von Las Vegas.

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In der deutschen Fassung dieser Episode können wir gleich zwei Gäste aus anderen „CSI“-Serien hören: Ein Verdächtiger wird von Norman Matt gesprochen, der deutschen Stimme von Jonathan Togo als Ryan Wolfe in „CSI: MIAMI“, ein anderer von Julien Hagege, der in „CSI: NY“ Hill Harper als Sheldon Hawkes synchronisiert hat.

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