CSI: CYBER 2.05 | #Krankenhausversagen #Patiententod

Originaltitel: Hack E.R.

Inhalt

(c) CBS

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In einer Notaufnahme eines Krankenhauses in Dallas spielen plötzlich die Computer verrückt. Eine Stimme verkündet, man solle fünf Millionen Dollar zahlen, sonst sterbe „noch jemand“. Sofort macht sich das Personal daran, alle Patienten zu untersuchen und finden eine junge Frau tot vor, die eigentlich nur einen Beinbruch hatte. Ihr EKG-Monitor wurde allerdings so manipuliert, dass er einen normalen Rhythmus anzeigte. Hacker haben sich in das System des Krankenhauses gehackt und nicht nur den Monitor manipuliert, sondern der Patientin über eine Spritzenpumpe eine tödliche Dosis Morphin verabreicht. Das Krankenhaus versucht, alle Patienten von den netzwerkgestützten Geräten wegzukriegen, doch Raven Ramirez stellt fest, dass die Hacker vorgesorgt haben: In diesem Fall wird ein Signal ausgesendet, das die Stromversorgung des ganzen Krankenhauses lahmlegen würde. Brody findet den Ursprung des Schadcodes, ein Smart-Fernseher im Aufenthaltsraum für die Patienten. Die Spur verläuft sich aber im Sand, da jemand vor ungefähr fünf Monaten dieses Gerät von außerhalb ins Krankenhaus geschmuggelt haben muss. Elijah Mundo überprüft unterdessen einen Mann, ein Computerspezialist, der verdächtig sein könnte. Als er dessen Unschuld feststellt, nimmt er ihn mit zum FBI, denn die Zeit drängt: Es sind nur noch ein paar Minuten und die inzwischen veranlasste Lösegeldzahlung ist fehlgeschlagen. Es ging dem Hacker gar nicht um Geld, es ist etwas Persönliches…

Zitat

„Ich soll in Washington bleiben. Und Baltimore ist schließlich nur ein Vorort.“
Elijah Mundo – Baltimore liegt rund 40 Meilen von Washington entfernt

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Hinter der Geschichte

Der Originaltitel ist ein Wortspiel mit dem Wort „Hacker“ und der Abkürzung „E.R.“ für „Emergency Room“, also „Notaufnahme“. Und wie es der Zufall so will, wurde diese Episode von Eriq La Salle als Regisseur inszeniert. Er stellte in der Serie „E.R. – Die Notaufnahme“ den Arzt Doktor Peter Benton dar.

D.B. Russell liest in dieser Geschichte laut aus dem Buch „Der dünne Mann“ vor, mit dem er ein paar schmerzhafte Erinnerungen verbindet.

Was die medizinischen Dinge dieser Episode betrifft: ACH DU HEILIGES SPAGHETTIMONSTER! Okay, „CSI“ ist eine Krimiserie, aber was hier in dem Krankenhaus geboten wurde, würde selbst einer Medizinserienkatastrophe wie „112 – Sie retten Dein Leben“ die Schamesröte ins Gesicht treiben. Am Anfang der Episode wird eine Partientin mit Herzstillstand gefunden. Dann nimmt die Ärztin einen Defibrillator und setzt die Paddles auf die Kleidung der Patientin [funktioniert nur auf Haut] und defibrilliert, obwohl sie gar nicht weiß, ob die Patientin überhaupt ein Kammerflimmern hat [nur dann hilft ein Defibrillator]. Ein Pfleger sieht die Nulllinie auf dem Defibrillator, der in dem Moment nicht an der Patientin angeschlossen ist und verkündet, sie sei tot. Die Ärztin hat zu dem Zeitpunkt gerade mal ein paar Sekunden reanimiert. Es wird von ihr keine weitere Untersuchung vorgenommen und die Maßnahmen abgebrochen, obwohl der Zeitpunkt des Herzstillstandes völlig unklar ist.

Aber es wird noch besser: In einer Szene will Brody den gehackten EKG-Monitor der getöteten Patientin erklären. Er legt sich eine Messsonde an den Finger, tippt auf ein paar Zahlen und sagt: „Sauerstoff 101, Puls 85“. Worauf er sich bezieht, ist die Sauerstoffsättigung des Blutes und seine Herzfrequenz. Das Problem ist nur: Die Sättigung wird in Prozent angegeben, eine Sättigung von 101 % ist unmöglich. Am Set ist niemandem aufgefallen, dass Brody auf die falsche Leiste tippt und die falschen Werte abliest, obwohl einen sowohl der Schrägstrich zwischen den beiden Werten, als auch die Bezeichnung „mmHg“, die in dem Feld deutlich zu sehen ist, hätte stutzig machen können. Es handelt sich nämlich um den Blutdruck, der 101 / 85 sein soll [„mmHg“ steht für „Milimeter Quecksilbersäule“]. Deutlich ist außerdem die Beschriftung „NIBP“ zu sehen, das heißt „non-invasive blood pressure“ („nicht-invasiver Blutdruck“). Die Herzfrequenz ist im Feld darüber zu sehen, sie ist 75 und mit „ECG“ („EKG“) und „Pace“ beschriftet, die Sauerstoffsättigung ist ein Feld weiter unten, sie beträgt realistitsche 97 % und ist mit „SPO2“ („Sauerstoffsättigung per Pulsoxymetrie„) bezeichnet. Darunter ist noch ein Feld zu sehen, das den Wert „20“ zeigt und mit „RESP“ bezeichnet ist, dabei handelt es sich um die Atemfrequenz.

Über den Umstand, dass das Gerät gar nicht funktionieren dürfte, da Brody Handschuhe trägt, sehen wir mal hinweg, genauso wie den Umstand, dass ein Pulsoxymeter-Sensor weder das EKG ableiten noch den Blutdruck ermitteln kann (die Werte erscheinen auf dem Monitor in dem Moment, da Brody den Sensor auf den Finger steckt). Das lässt sich nämlich durch den Zugriff des Hackers auf das Gerät erklären, der darauf absichtlich falsche Daten dargestellt hat.

Ein Bildausschnitt aus CSI: CYBER 2.5 - (c) CBS

Ein Bildausschnitt aus CSI: CYBER 2.5 – (c) CBS

Etwas unsauber ist auch die Behauptung von D.B. Russell, die Überdosis Morphin habe einen „Herzstillstand“ verursacht. Morphin in Überdosierung verursacht einen Atemstillstand, der dann unbehandelt in letzter Konsequenz zu einem Herzstillstand führt.

Dann der Tod des jungen T.K.: Seine Patientenakte wurde manipuliert, so dass man ihm ein Medikament gab, auf das er allergisch reagierte. Allergische Reaktionen, die zum Tod führen, wirken sich aber auf verschiedene Körpersysteme aus und zeigen eine deutliche systemische Reaktion. T.K. zeigt aber keine Anzeichen einer so genannten Anaphylaxie.

Täuscht mich das, oder ist das für eine „CSI“-Serie ungewohnt schlampig recherchiert?

Die Geheimnisse der Ratsfrau und ihrer Magd: Das fränkische Weißenburg lässt sich am besten bei einer Stadtführung entdecken

Mit "Zeitzeugen" in Weißenburg unterwegs: Auf unterhaltsamen Kostümführungen lüften die Ratsfrau Preu und ihre Magd Leni so manches Geheimnis. Foto: djd / Tourist-Information Weißenburg / Walter König

Mit „Zeitzeugen“ in Weißenburg unterwegs: Auf unterhaltsamen Kostümführungen lüften die Ratsfrau Preu und ihre Magd Leni so manches Geheimnis.
Foto: djd / Tourist-Information Weißenburg / Walter König

Eine stolze Hohenzollernfestung, antike Thermen, ein Römerkastell und eine historische Altstadt mit spätmittelalterlichen Fachwerkhäusern und barocken Bürgerhäusern: Als ehemalige Römer- und Reichsstadt hat das fränkische Weißenburg viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der beste Weg, um die charmante Stadt zwischen den Urlaubslandschaften Fränkisches Seenland und Naturpark Altmühltal auf unterhaltsame Weise kennenzulernen, ist eine Stadtführung.

Wenn die Magd aus dem Nähkästchen plaudert

Das Angebot an solchen kulturellen Touren ist groß und richtet sich an Einzelbesucher wie auch Gruppen, alle Informationen gibt es unter www.weissenburg.de. Auf der Tour „StadtEntdecker“ beispielsweise erzählen die Gästeführer aus der bewegten Stadtgeschichte Weißenburgs und zeigen Besuchern nicht nur bekannte Wahrzeichen der Stadt wie das Ellinger Tor – eines der schönsten Stadttore Süddeutschlands – oder die spätgotische St. Andreaskirche, sondern auch versteckte Gässchen und Plätze. Der 52 Meter hohe Andreasturm etwa kann mit oder ohne Führung erklommen werden. Nach 178 Stufen beeindruckt der Blick aus der Türmerstube über die Dächer der Stadt. Viele Geheimnisse aus der Historie werden auf den verschiedenen Kostümführungen gelüftet – beim „StadtGeplauder“ sind es etwa die Ratsfrau Preu mit ihrer Magd Leni, die Gäste beim Rundgang durch die malerische Altstadt mit Tratschereien und Geschichten unterhalten. Den turbulenten Geschehnissen um 1800 in Weißenburg widmen sich die beiden Frauen auf der Tour „MuseumsGeplauder reloaded“ im Reichsmuseum.

Ausflüge in die Welt der Römer

In die Wellnesswelt des zweiten Jahrhunderts n. Chr. entführt Livia, die Frau des Thermenpächters. Geheimnisse, Leiden und Gelüste der Badegäste, aber auch die politische Lage der damaligen Zeit stehen im Mittelpunkt der Führung „BadeGeflüster“. Ganz nebenbei lernt man dabei auch die römischen Thermen kennen – eine der größten freigelegten Thermenanlagen in Süddeutschland. Fans römischer Geschichte können sich ebenso auf einen dreistündigen geführten Rundgang durch das „RömerMuseum“, die Großen Thermen und das Kastell Biriciana begeben. Auch die imposante Wülzburg hoch über der Stadt kann im Rahmen einer Führung entdeckt werden – Geschichten aus der Zeit der Hohenzollern gehören ebenso dazu wie ein Blick in den „Tiefen Brunnen“. Mit 143 Metern Tiefe gehört er zu den tiefsten von Hand gegrabenen Festungsbrunnen in Europa.

Weitere Tipps für einen Besuch in Weißenburg

Bei einer Erkundungstour durch das mittelfränkische Weißenburg können auch diese Highlights auf dem Besuchsprogramm stehen:

– Apothekenmuseum in der historischen Einhorn-Apotheke mit Kräuterkammer.

– Bayerisches Limes-Informationszentrum im „RömerMuseum“, es präsentiert auf spannende Weise römische Geschichte und Kultur.

– „RömerMuseum“ (Neueröffnung am 15. März 2017): Es beherbergt einen der größten römischen Schatzfunde Deutschlands mit mehr als hundert kostbaren Exponaten.

– Rundgang mit dem Förster durch den Stadtwald.

– Planwagenfahrt im Stadtwald.

Bis Ende Oktober werden öffentliche Führungen zu und durch die Weißenburger Sehenswürdigkeiten angeboten. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Stadt (siehe oben).

Quelle: djd / Tourist-Information Weißenburg