Giganten der Urzeit: Im Dinopark im Naturpark Altmühltal wartet eine faszinierende Zeitreise

Im Dinosaurier-Freilichtmuseum treffen die faszinierten Besucher auf über 60 große und kleine Dinosauriermodelle. Foto: djd/Naturpark Altmühltal/Sascha Kletzsch

Im Dinosaurier-Freilichtmuseum treffen die faszinierten Besucher auf über 60 große und kleine Dinosauriermodelle.
Foto: djd/Naturpark Altmühltal/Sascha Kletzsch

Der Naturpark Altmühltal ist eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Landschaft. Sie ist geprägt von den sonnigen Liegewiesen des Altmühlsees bei Gunzenhausen und von den steil aufragenden Felswänden des Donaudurchbruchs bei Kelheim. Immer wieder thronen romantische Burgen hoch über dem Tal, idyllische Städte und reizvolle Seitentäler prägen das Bild. Der Naturpark hat aber auch eine ganz spezielle Attraktion zu bieten: den Dinopark Altmühltal bei Denkendorf.

Vom Saurierskelett zum Saurierfossil

Im Dinosaurier-Freilichtmuseum begibt man sich auf einem 1,5 Kilometer langen Erlebnispfad durch den Wald auf eine spannende Reise durch die verschiedenen Erdzeitalter – vom Erdaltertum über Trias und Jura bis in die Kreidezeit und die Erdneuzeit. Auf die Besucher warten über 60 große und kleine Dinosauriermodelle. In einer schlammigen Senke etwa kann man die vermodernden Überreste eines T-Rex entdecken. Ein winziger Raubsaurier tut sich gerade an dem verwesenden Fleisch gütlich – bald werden vom „König der Urzeit“ nur noch die blanken Knochen übrig sein. Wurden diese Knochen von Schlamm bedeckt, der sich im Laufe von Jahrmillionen zu festem Gestein wandelt, konnte das Skelett zum Fossil werden.

Im Dinopark wird man oft überrascht durch das plötzliche Auftauchen der lebensgroßen Giganten der Urzeit. Anschaulich lernt man sie auch als liebevolle Eltern kennen oder erfährt, dass die aus dem Film „Jurassic Park“ bekannten Velociraptoren ein Federkleid trugen. An einer Aktivstation kann man seine Schnelligkeit mit der eines Raubsauriers und eines Pflanzenfressers messen. Alles Wissenswerte hat das Informationszentrum Naturpark Altmühltal unter www.naturpark-altmuehltal.de/fossilien zusammengestellt.

Fossilien sammeln – und spannende Reisen in die Erdgeschichte

Fünf Steinbrüche und Fossilien-Sammelstellen im Naturpark laden zur spannenden Schatzsuche ein. Gefährliche Raubfische und Meeresschnecken, Flugsaurier und urzeitliche Insekten lauern als Versteinerungen zwischen den Solnhofener Platten. Auch junge Hobbyforscher können die weichen Gesteinsschichten ohne Probleme mit Hammer und Meißel bearbeiten.

Museen im Naturpark öffnen Fossilienfans zudem ein Fenster in die Welt des Jura. Das Museum Solnhofen etwa lädt bei den Fossilientagen am 5. und 6. August 2017 zur Schatzsuche für Kinder und zur Fossilien- und Mineralienbörse ein. In Eichstätt führt der Fossilienpfad hinauf zum Jura-Museum auf der Willibaldsburg, das Museum Bergér zeigt unzählige versteinerte Ammoniten, Insekten, Saurier und Urzeitfische. Der Geoweg Urdonautal entführt auf 21 Kilometern in die flussgeschichtliche Vergangenheit des Naturparks.

Neuer Star im Fossilienland

Dass das neue Dinosaurier-Freilichtmuseum Altmühltal bei Denkendorf im Naturpark Altmühltal zuhause ist, ist kein Zufall: Als Heimat des Archaeopteryx ist die Fossilienregion berühmt, gefunden wurden Versteinerungen des Urvogels nur hier. Nun gibt es ein weiteres Exemplar zu bestaunen – die Nummer 12 ist eine echte Sensation. Dieses Exemplar ist der jüngste und erst zwölfte Fund seiner Art – und der erdgeschichtlich älteste. Die Gesteinsschichten, in denen der Sammler den Urvogel fand, sind 200.000 bis 300.000 Jahre älter als die Schichten, aus denen die vorherigen Funde stammen. Womöglich fand die Evolution vom Dinosaurier zum Vogel also viel früher statt als angenommen. Mehr Informationen gibt es unter www.naturpark-altmuehltal.de und www.dinopark-bayern.de.

Quelle: djd / Naturpark Altmühltal

 

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