CSI: CYBER | 2. Staffel

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(c) CBS
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ACHTUNG SPOILER!

Staffel 2 von CSI: CYBER fing stark an, ließ aber ziemlich schnell nach. Es gab auch einen Zeitpunkt, zu dem zumindest den Autoren klar war, dass die Serie keine dritte Staffel bekommen würde – und das merkt man. Während man sich alle Mühe gab, Spanungsbögen aufzubauen mit den Bewährungen von Raven und Brody, der Krebserkrankung von Elijahs Vater und der Bardame, die ihm nachstellte, sowie der Freundin von D.B. und der wieder aufflammenden Liebe zwischen Avery und ihrem Ex-Mann, wurden diese Fäden alle ziemlich brutal zuende gebracht. Nicht zu vergessen der „Oberhacker“ Python, der quasi eine Art „Nachfolger“ von Averys Erzfeind aus Staffel 1 sein sollte. Python fand in einer kurzen Szene mitten in der Staffel sein Ende – danach wurde nie wieder von ihm gesprochen. Es wurde nicht einmal erwähnt, dass er tot ist (und folgerichtig ein neuer Hacker die gesuchte Nr. 1 sein muss).

Gerade die letzte Folge wirkt sehr gezwungen: Elijahs Stalkerin stirbt bei einem Schusswechsel mit D.B. Russel, selbiger folgt seiner großen Liebe nach Paris und gibt die Ermittlungsarbeit auf. Brody Nelson wird (innerhalb von 4 Montan) zum FBI-Agent, Raven Beraterin von CYBER. Und auch Avery und ihr Ex-Mann kommen wieder zusammen, nachdem dieser seiner neuen Verlobten den Laufpass gegeben hat. Das macht gerade die letzte Folge sehr schwach und lässt den eigentlichen Hauptplot, nämlich der Hackerangriff auf die Regierung der Vereinigten Staaten, zu einer Nebensache werden. Etwas runder wäre der Abschluss geworden, wenn in die Ereignisse der letzten Episode nicht irgendein Hacker verwickelt gewesen wäre, sondern eben Python. Das hätte seinem Ende und dem Ende der Serie nochmal etwas Bedeutung verliehen.

Die Geschichten wurden zudem schwächer im Verlauf der Staffel, vielleicht hatten die Autoren auch Frust wegen dem absehbaren Ende. Gerade die letzten beiden Folgen verlieren sehr viel Zeit mit den persönlichen Geschichten der Figuren, so dass die Haupthandlung darunter leidet.

Das Fazit: Das, was in Staffel 1 zu viel und zu übertrieben war, war in Staffel 2 zu wenig. Da brannte kein Feuer mehr und von ursprünglich 10 Millionen Zuschauern blieben am Ende gerade mal die Hälfte. CBS zog erwartungsgemäß die Reißleine und beendete damit das gesamte „CSI“-Franchise.

Eigentlich hätte das Franchise es verdient, einen großen Finalfilm zu bekommen, in dem alle Teams ein letztes Mal zusammenarbeiten: Las Vegas, Miami, New York und auch die Cyber-Abteilung in Washington. Immerhin hat die Originalserie ja ein großes Finale bekommen, und das steht im Rahmen dieser Rezensionen ja noch aus.

CSI: CYBER war eine gute Idee, der aber allzu schnell die Luft ausgegangen ist.

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