CSI 12.13 | Verlockend

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Originaltitel: Tressed to Kill

Inhalt

(c) CBS
(c) CBS

Las Vegas wird von einem merkwürdigen Haarräuber heimgesucht. Heimlich schneidet er in aller Öffentlichkeit, aber dennoch unbemerkt, Frauen eine Locke aus den Haaren. Elf Frauen waren bisher bei der Polizei vorstellig. Kurz nachdem D.B. Russell die elfte Dame hat rausbringen lassen, wird eine Leiche gemeldet: Die Frau, die vier Tage zuvor einen Haardiebstahl gemeldet hat, ist tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Ihre Haare wurden blondiert, ihre Augen entfernt, man hat sie grob geschminkt und ihr wurde eine zu einem Zopf geflochtete Strähne in den Mund gesteckt. Mehr noch, der Täter hat sogar die Strähne, die er ihr zuvor abgeschnitten hatte, durch Extensions ersetzt. Außerdem hat er ihr ein Kleid angezogen und eine Sonnenbrille aufgesetzt, beides muss er mit zum Tatort gebracht haben. Gestorben ist die junge Frau an einer Überdosis Morphin.

Hodges findet in dem Zopf Haare von insgesamt 26 verschiedenen Frauen. Daraufhin wollen die Ermittler nochmal mit den Frauen sprechen, die sich gemeldet hatten. Eine von ihnen, Joyce Bernardi, kommt nicht aufs Revier. Jim Brass findet sie in ihrer Wohnung, ebenfalls ermordet, ebenfalls so hergerichtet wie das erste Opfer. Ein Unterschied findet sich allerdings: Joyce wurde mit Chlorbleiche geblendet, während sie noch lebte. Und während der Täter beim ersten Opfer hastig vorgegangen zu sein schien, war er hier beim Herrichten der Leiche sehr sorgfältig. Er wird zuversichtlicher…

 

„Ach, Quantico ist nicht aus der Welt, oder?“
– Greg Sanders über die Distanz zu Catherine Willows

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Hinter der Geschichte

Die Frau, die im Kino ihre Haar abgeschnitten bekam, berichtet davon, dass sie einen Film mit Daniel Craig gesehen hat, worauf Russell erwidert: „Im Smoking und mit Kanone – wer kann da schon mithalten?“ Damit ist eindeutig ein James-Bond-Film gemeint, dem Jahr der Veröffentlichung dieser Folge nach müsste es „Skyfall“ sein, was aber nicht passt. Die Folge wurde im Februar ausgestrahlt, „Skyfall“ kam erst im Oktober in die Kinos. Die Frau muss demzufolge eine Wiederholung eines älteren Films gesehen haben.

Sarah Sidle vergleicht den Serienmörder dieses Falls mit Ted Bundy. Dabei handelt es sich um einen der bekanntesten Serienmörder der USA, der in den 1970er Jahren 28 Frauen ermordete.

Bei dem Titel der Episode ist den deutschen Übersetzern mal wieder ein Meisterstück gelungen. Das Original „Tressed to Kill“ spielt mit der englischen Phrase „dressed to kill“ („bereit zum Töten“, wörtlich: „zum Töten angezogen“) und dem Wort „tressed“, was „geflochten“ oder „gelockt“ bedeutet und sich natürlich auf die Zöpfe bezieht, die der Mörder aus den Haaren seiner Opfer geflochten hat. Die deutsche Übertragung ist da etwas subtiler, aber spätestens beim zweiten Hinsehen müsste einem der Wortwitz in „verLOCKEnd“ auffallen.

 

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