CSI 14.16 | Mörderische Züge

Originaltitel: Killer Moves

Inhalt

(c) CBS
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Elvis ist tot. Okay, und das schon seit 1977, aber nun ist auch Elvis-Imitator George Tabin tot. Seine Leiche wird in sitzender Position auf einer Bank an der Straße gefunden. Der Auffindeort ist aber nicht der Tatort, Tabin wurden mehrere Verletzungen beigebracht, es ist aber kaum Blut zu sehen. Dafür entdeckt Sarah eine Spur von Blutstropfen, die von der Leiche wegführt. Sie und Greg folgen ihr und entdecken eine tote Turmkrähe, die auf eine Autoantenne aufgespießt wurde. Greg vermutet daraufhin, dass das Auffinden von „King“ (König) und „Turm“ auf ein Schachspiel hindeuten. Auch die Straßenbezeichnungen deuten daraufhin, denn sowohl der Elvis-Imitator als auch der tote Vogel lagen an Straßenkreuzungen, bei denen eine Straße eine Nummer trägt und die andere einen Buchstaben, wie die Koordinaten auf dem Schachbrett. Greg vermutet, dass ein spezieller Zug, eine so genannte „Rochade„, die Grundlage für den Auffindeort bildet und sucht nach dem Platz, wo der König bei Beginn der Partie gestanden haben muss. Dort finden die Ermittler das Auto des Opfers und damit den Tatort und gleich auch noch die Tatwaffe, einen Radmutternschlüssel.

Es stellt sich heraus, dass im „Mediterranian“ derzeit ein großes Schachturnier stattfindet und eine der Spuren an den Kleidern des Imitators führt auch in dieses Hotel. Also sehen Greg und Nick sich dort um. Greg findet unter den Spielern einen alten Freund, Max. Weiter kommen die Ermittler aber erstmal nicht. D.B. bemerkt, dass die Rochade kein Anfangszug sein kann. Man muss sozusagen das Feld „freiräumen“, was zu der Annahme führt, dass es vor Tabin noch andere Opfer gab. Da das Schachturnier auf einer Tournee durch die USA ist, rufen Sarah und Morgan bei den entsprechenden Polizeirevieren an und werden tatsächlich fündig: eine Reiterin (Springer) und ein Obdachloser (Bauer) in Portland, eine Drag-Queen (Königin) und ein Priester (Läufer, von der englischen Bezeichnung „Bishop“) in San Francisco und noch ein Obdachloser und ein Priester in Reno. Alle Toten wurden an Straßen mit Buchstaben- und Zahlenbezeichnungen abgelegt. Damit ist bewiesen, dass Gregs Instinkt richtig war: Da draußen ist ein Mörder, der Schach spielt – und jedes Mal, wenn er einen Zug macht, stirbt ein Mensch…

„Viva Las Vegas!“
„Minus das ‚Viva‘. Der gibt keine Zugabe mehr.“
– Sarah Sidle und Detective Kevin Crawford über den toten Elvis-Imitator

 

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Hinter der Geschichte

Die Spezies „Turmkrähe“ sucht man vergeblich in „Brehms Tierleben“, es gibt sie nicht. Ihre Existenz in dieser Episode ist eine bloße Notwendigkeit, damit die Bezeichnungen funktionieren und auf ein Schachspiel hindeuten. Im Original sagt Sarah, der tote Vogel sei eine „rook“, das ist wörtlich übersetzt eine Saatkrähe. „Rook“ ist aber auch die englische Bezeichnung für den Turm im Schachspiel. Es wird vermutet, dass er sich vom persischen Wort rukh ableitet, was „Streitwagen“ bedeutet. Nach der Einführung des Schachspiels in Italien wandelte sich der Name in „rocco“ („Festung“) und wurde von dort aus in verschiedenen Formen in ganz Europa verbreitet.

Das Mittel Diphenhydramin, das im Blut des toten Elvis gefunden wird, ist eigentlich ursprünglich ein Antiallergikum gewesen. Da Antiallergika – also Histamin-1-Blocker – in einen Regelkreislauf eingreifen, in dem unter anderem auch der Schlafrhythmus geregelt wird, führen ältere Medikamente dieser Art als Nebenwirkung zu starker Müdigkeit und wurden daher später als Ein- und Durchschlafmittel vermarktet.

Auf der Synchronsprecherseite gibt es mal wieder Besuch von einer anderen CSI-Serie: Einer der Schachspieler, Lee Crosby, wird von Julien Hagége synchronisiert, der in „CSI: NY“ Sheldon Hawks und in „CSI: CYBER“ den Black Hat Brody Nelson. In der neuen STAR-WARS-Trilogie ist er die deutsche Stimme von Kylo Ren.

Das „Austerlitz-Endspiel“, die perfekte Partie, von der in dieser Episode die Rede ist, gibt es im Schach nicht. Die Autoren brauchten vermutlich etwas, das spannend klingt und einen gewissen Bezug zur Realität hat: Bei der Schlacht bei Austerlitz hat Napoleon Bonaparte ein Jahr nach seiner Krönung zum Kaiser die Armeen des russischen Zaren und des österreichischen Kaisers besiegt.

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