CSI 14.20 | Virtuelles Verschlingen

Originaltitel: Consumed

Inhalt

(c) CBS
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Owen Linder kommt aufs Revier und erzählt eine ziemlich unglaubliche Geschichte: Jemand habe ihn überfallen, entführt, ihm ein Stück Fleisch aus dem Unterschenkel geschnitten und gegessen. Nick und Greg halten den Mann für verrückt, bis Nick von Doktor Robbins in die Pathologie gerufen wird. Jemand hat auf der Müllhalde einen abgetrennten Arm gefunden, dieser Arm ist in Gewürze eingelegt und es fehlen Stücke, die aussehen, als hätte man sie mit einem Steakmesser entfernt. Von der Form her gleichen sie der Wunde des Mannes, den die Ermittler gerade zuvor verhört haben. Greg findet heraus, dass Linder einen Teil der Geschichte ausgelassen hat, nämlich den Teil, dass er selbst Vorarephilie als sexuelle Vorliebe hat, den Wunsch nach dem Verschlungenwerden oder des selber Verschlingens von Menschen. Nick kann den abgetrennten Arm einer Person zuordnen, einem Mann, der in der endoskopischen Medizin arbeitet. Als Greg Linder konfrontiert, leitet der den Ermittlern ein Video weiter. Es wurde für Vorarefetischisten gedreht, man sieht eine Frau, die den Zuschauer verschlingen will. Und sie tut das, indem man über eine endoskopische Kamera den Weg von ihrem Mund über die Speiseröhre in den Magen verfolgt. Doch damit ist das Video nicht fertig, am Ende sieht man, wie eine Messerklinge in den Magen eindringt und dieser sich mit Blut füllt. Also gibt es noch ein Opfer. Und es ist bestimmt kein Zufall, dass das Opfer, dem der Arm abgetrennt wurde, in der Endoskopie gearbeitet hat. Details aus dem Video helfen den Ermittlern weiter, und so finden sie die beiden Toten. Doch immer noch keine heiße Spur zum Kannibalen…

„Weltklasse-Restaurants, endlose Buffets, die köstlichste Essensauswahl – und doch gibt’s einen Kanibalen in Vegas.“
– Nick Stokes

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Hinter der Geschichte

Das Wort „Kannibale“ wurde durch Christoph Kolumbus in den europäischen Sprachgebrauch eingeführt. 1492 war er auf der Insel Hispaniola gelandet und notierte in seinem Tagebuch, dass die Einwohner dieser Insel in Furcht vor den Bewohnern der Nachbarinsel leben, die sie „Caniba“ oder „Canima“ nannten. Das vermischte sich mit der Vorstellung, die zu dieser Zeit in Europa herrschte, dass in den unbekannten, fernen Regionen der Erde Halbmenschen oder auch Menschenfresser lebten, so wurde „canibales“ zum Synonym für die Menschenfresser.

Die wissenschaftliche Bezeichnung für den Drang, verschlungen zu werden oder andere Menschen zu verschlingen, wird „Vorarephilie“ genannt. Das Wort kommt aus dem Lateinischen, „vorare“ heißt „verschlingen“ oder „verschlucken“.

 

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