CSI 15.16 | Schweigen ist Silber

Originaltitel: The Last Ride

Inhalt

(c) CBS
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Neben einem Wanderweg wird die Leiche einer Frau entdeckt, deren Körper ganz mit Silberfarbe bemalt ist. Nach Entfernen der Farbe zeigen sich verschiedene Hämatome, außerdem hat sie ine einzelne Stichverletzung im Nacken. Doch das war nicht die Todesursache. Doktor Robbins findet die gleiche Silberfarbe, die die Tote auf der Haut hatte, auch in ihren Lungen. Sie ist also erstickt. Ein Name ist schnell ermittelt, da die Tote wegen diverser Delikte bei der Polizei bekannt war: Eva Montrose. Ihre Eltern können den CSIs keine Hinweise geben, da die Tochter sich von ihnen entfremdet hatte. Hodges untersucht die Farbe und findet heraus, dass es sich um eine umweltverträgliche Marke handelt, die eigentlich zum Lackieren von Autos verwendet wird. Glassplitter, die an der Leiche gefunden wurden, stammen ebenfalls von einem Auto, und zwar vom Scheinwerfer. Das Modell muss allerdings vor 1939 hergestellt worden sein. Die Abdrücke an Evas Rücken entpuppen sich dabei als Abdrücke von einem Kühlergrill, das dazugehörige Modell ist ein 1938er Packard. Von diesen seltenen Fahrzeugen gibt es nur zwei in Las Vegas, eines davon gehört Carlo Derosa. Oder auch nicht. Denn er und sein Bruder streiten sich darum, wem genau die Sammlung von wertvollen Autos, die ihnen der Vater vermacht hat, eigentlich gehört. Carlo erkennt auch Eva wieder, sie war seine Ex-Freundin. Der Packard jedenfalls steht in der Werkstatt, er zeigt Spuren eines Aufpralls, ein Scheinwerfer ist kaputt und am Glas klebt Blut. Neben dem Fahrzeug steht eine Wanne mit Lack, der gleiche silberne Farbton wie bei der Toten. Außerdem gibt es eine Spur, die der Täter hinterlassen haben muss, als er die Leiche heraustrug bis zu einer Stelle, an der eigentlich ein Cadillac stehen sollte, es aber nicht tut. Der Cadillac ist für Sammler von besonderem Wert, denn in ihm wurde der Vater der beiden Brüder, Alfons Derosa, ermordet…

„Alufolie war das nicht.“
„Eher sowas wie ’ne Blechfrau.“
„Sie hat wohl den gelben Steinweg nicht gefunden.“
– Detective Crawford und Nick Stokes

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Hinter der Geschichte

In eine Szene hat sich wieder einmal ein Filmfehler eingeschlichen: Als Sarah den Verhörraum betritt, um einen Kfz-Sachverständigen zu verhören, hat sie eine Akte in der Hand. Aus der einen Perspektive sieht man, wie sie an den Tisch tritt und die Akte dort ablegt. Als nach einem Schnitt die Perspektive wechselt, hat sie diese Akte aber wieder in der Hand und legt sie nochmals auf dem Tisch ab, als sie sich hinsetzt.

Als die mit Lack überzogene Leiche gefunden wird, machen die Ermittler mehrere Anspielungen. Die Bemerkung bezüglich „Blechfrau“ und dem „gelben Steinweg“ (im Original „yellow brick road“) stammen aus dem „Zauberer von Oz„,  David Philipps nennt den Namen „Silver Surfer“ (aus der Comicreihe „Die Phantastischen Vier“) und Detective Crawford vergleicht die Situation mit „Goldfinger„, wo eine Frau komplett mit Gold überzogen wurde. Entgegen dem urbanen Mythos stirbt ein Mensch allerdings nicht wegen der eingeschränkten Hautatmung bei so einer Bemalung, wenn überhaupt, dann stirbt der Mensch durch Auskühlung, da metallhaltige Farbe die Körperwärme abtransportiert.

Die Firma „Packard“ und das in dieser Folge gezeigte Fahrzeug gab es wirklich. Der letzte Packard wurde 1962 hergestellt.