Gefahren beim Schwimmen: Darauf sollten Sie achten!

Eine Person ertrinkt
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Sommer, Sonne, Strand… Nach dem Corona-Lockdown freuen wir uns dieses Jahr wohl noch mehr als sonst auf ausgiebiges Sonnen und Abtauchen im kühlen Nass. Doch was Viele dabei nicht bedenken: Der Badespaß ist nicht ganz ungefährlich, jedes Jahr kommt es kommt es wieder zu hunderten tragischen Unfällen. Welche Gefahren lauern an Meer, See, Fluss und Pool im Besonderen? Und welche allgemeinen Verhaltensregeln sollten Wasserratten beachten? Laut einer Erhebung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind alleine im letzten Jahr 417 Menschen beim Baden ertrunken. Die meisten Unfallopfer waren dabei zwischen 21 und 55 Jahren alt. Dabei passierte der Großteil der Unfälle in Seen und Flüssen, deren Gefahren oftmals unterschätzt werden.

Damit Sie Ihren nächsten Badeurlaub oder Tag am See möglichst sicher und entspannt genießen können, hat die Redaktion von Heimwerker.de allgemeine Baderegeln und mögliche Gefahren für Sie zusammengetragen.

Grafik: heimwerker.de
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So verhalten Sie sich richtig beim Schwimmen – allgemeine Regeln

  • Springen Sie niemals in unbekannte Gewässer! Es besteht äußerste Verletzungsgefahr, z.B. durch nicht sichtbare Felsen unter der Wasseroberfläche.
  • Baden Sie nur, wenn es eine Aufsicht gibt – schauen Sie sonst, wo Leute im Wasser sind und fragen Sie, wo es tief wird.
  • Kühlen Sie Ihre Arme und Beine vor dem Betreten des Wassers ab, sonst droht ein Kreislauf-Schock.
  • Schwimmen Sie niemals mit ganz leerem oder sehr vollem Magen! Ein leichter Snack wie ein paar Trockenfrüchte oder ein bisschen Müsli sind am besten.
  • Achten Sie aufmerksam auf Menschen, die nicht schwimmen können. So können Sie im Notfall schnell Hilfe holen.
  • Nichtschwimmer sollten maximal bis zur Brust ins Wasser, im Meer sogar nur bis zu den Knien, da die Unterströmung einen leicht mitreißen kann!
  • Gehen Sie aus dem Wasser, sobald Sie zu frieren beginnen.
  • Gehen Sie nicht angetrunken Baden! Steigender Übermut und sinkende Hemmschwellen sind ebenso gefährlich wie der Alkohol, der den Körper rasch abkühlt.
Grafik: heimwerker.de
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So verhalten Sie sich richtig  – Am See

Obwohl sie ein stehendes Gewässer mit weniger Strömungspotential darstellen, sind auch Seen nicht frei von Gefahren und laut DLRG Schauplatz der meisten Badeunglücke im letzten Jahr. Durch die fehlende Durchmischung der Wasserschichten aufgrund der geringen bis fehlenden Strömung kommt es in Seen sehr oft zu einem plötzlichen Temperaturabfall ab einem bis zwei Metern – man spricht von der so genannten Temperatursprungschicht, die für den Körper sehr anstrengend sein und Kreislaufprobleme bis hin zum Kollaps zur Folge haben kann. Also:

  • Schwimmen Sie nicht zu weit vom Ufer weg.
  • Gerade an Baggerseen fällt der Boden teils steil ab, was vor allem Nichtschwimmer überraschen kann.
  • Temperaturunterschiede bis zu 10 Grad innerhalb stehender Gewässer können gefährliche Kreislaufprobleme verursachen.

So verhalten Sie sich richtig  – Am Fluss

Flüsse haben oftmals starke Strömungen, die selbst gute Schwimmer schnell überfordern können. Diese können u.a. an Brückenpfeilern oder Wasserbauwerken entstehen oder generell unter der teils ruhig wirkenden Wasseroberfläche schlummern, wo sie häufig nicht auszumachen sind. Gerät man in eine Strömung, kann sie einen leicht unter Wasser oder auch mit sich ziehen, nicht selten in die Fahrrinne von Schiffen. So mancher ist bei dem Versuch, auf die andere Seite eines Flusses zu schwimmen, ums Leben gekommen.

  • Schwimmen Sie nicht in Flüssen!
  • Unsichtbare Strömungen können selbst Erwachsene locker mitreißen.
  • Durch Schiffe oder Brückenpfeiler droht zusätzliche Gefahr (sowohl indirekt durch hervorgerufene Strömungen oder direkt durch Verletzungsgefahr).

So verhalten Sie sich richtig  – Am Meer

Auch am Meer lauern viele Gefahren. Strömungen verändern sehr schnell die Richtung und die Brandung kann einen starken Sog entwickeln, durch den Unvorsichtige im schlimmsten Fall aufs offene Meer hinausgezogen werden können. Hier sollten Sie sich unbedingt an die durch Flaggen signalisierten Gefahreneinschätzungen der DLRG halten. Bereits bei einer gelben Flagge ist das Schwimmen gefährlich, insbesondere für Nichtschwimmer und Kinder. Eine rote Fahne symbolisiert ein absolutes Badeverbot.

  • DLRG-Flaggensignale beachten: Gelb = Gefahr vor allem für Kinder und Nichtschwimmer; Rot = Absolute Lebensgefahr, Badeverbot
  • Beachten Sie an der Nordsee aufgrund von Ebbe und Flut die ausgeschilderten Badezeiten.
  • Richtung und Stärke von Strömungen wechseln rasch
  • Auch in der Brandung und Ufernähe gibt es oft einen starken Sog.
  • Benutzen Sie im Meer nie eine Luftmatratze, Sie und besonders Kinder könnten durch den Wind aufs offene Meer abgetrieben werden.

So verhalten Sie sich richtig  – Am Pool

Im Vergleich zu See, Fluss und Meer sind das Schwimmbad oder der heimische Gartenpool natürlich mit deutlich weniger Gefahren verbunden und besser bewacht. Dennoch ertrinken auch hier Menschen. Vor allem auf Kinder muss auch im Freibad sehr gut Acht gegeben werden.

  • Selbst hier gilt: Kinder immer beaufsichtigen! Sie können selbst in sehr flachem Wasser ertrinken, warnt das Deutsche Grüne Kreuz.
  • Beachten Sie ansonsten auch hier die allgemeinen Baderegeln sowie die ausgehängten Regeln im jeweiligen Schwimmbad.

So helfen Sie anderen

  • Ist ein Mensch im Wasser in Not, springen Sie nicht unüberlegt hinterher! Ertrinkende werden schnell panisch und greifen nach jedem erreichbaren Gegenstand oder schlagen unkontrolliert um sich – nicht selten endet das ebenfalls tragisch für die Retter.
  • Rufen Sie laut um Hilfe und machen Sie andere auf die Notlage aufmerksam. Setzen Sie so schnell wie möglich einen Notruf ab und befolgen die Anweisungen der Rettungskräfte am Telefon.
  • Wenn möglich, werfen Sie dem/der Ertrinkenden etwas Schwimmfähiges zu oder – falls in Ufernähe – etwas, an dem die Person sich festhalten oder selbst aus dem Wasser ziehen kann.
  • Bevor ein Unglück passiert, haben Sie ein wachsames Auge auf Nichtschwimmer*innen in Ihrer Umgebung oder jene, die nicht gut schwimmen können. Das trifft auf überraschend viele Menschen zu. Die Zahl der Nichtschwimmer*innen hat in den letzten Jahren – auch bedingt durch die Schließung vieler öffentlicher Schwimmbäder – zugenommen.

Quelle: heimwerker.de

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