Reisen, Erlebnisse und die vielen sehenswerten Orte auf unserem Planeten.

Kategorie: Reiseführer

Abtauchen und durchatmen mit der neuen Ausgabe von MALLORCA IM ÜBERBLICK!2018

(c) Rheinische Post Verlagsgesellschaft

(c) Rheinische Post Verlagsgesellschaft

Am Flughafen Palma de Mallorca starten und landen jährlich rund 26 Millionen sonnenhungrige Passagiere aus aller Welt. Kein Wunder, denn die Insel lässt bei kaum einem Reisenden Wünsche offen. Auch im kommenden Jahr erwarten die Gastronomen und Hoteliers auf Mallorca wieder tausende Besucher. Die Folge: auch immer mehr Anbieter von Ausflugs- und Freizeitaktivitäten buhlen um die Gunst der Touristen und neue Hotels und Restaurants werden reihenweise eröffnet. Doch wie soll man da noch den Überblick behalten, was gut ist und sich lohnt?

Die neue Ausgabe von MALLORCA IM ÜBERBLICK! 2018 hilft dabei. Sie gibt zahlreiche Tipps und berichtet über aktuelle Trends für das kommende Jahr. Unter anderem geht es in der neuen Ausgabe des Insel-Guides um die facettenreichen Landschaften Mallorcas. Vom höchsten Gipfel der Tramuntana mit spektakulärer Aussicht bis hinab zum Meeresboden in eine vollkommen andere faszinierende Welt voller Farben. Doch auch abseits von Strand und Meer gibt es mit Ausflügen in Mallorcas schönste Gärten einiges zu entdecken. Die immergrünen Parks und Gartenanlagen laden mit ihrer Geschichte zum Verweilen ein. Außerdem geht es in der aktuellen Ausgabe von MALLORCA IM ÜBERBLICK! 2018 auch um Mallorcas Klassiker: Die Fincas. Urlaub auf einer Finca ist als Familie, Gruppe oder auch nur zu zweit möglich. Es gibt eine Fülle an Arrangements und Angeboten – übrigens auch in Hotels. Sportler, Genießer und Ruhesuchende finden auf Mallorca immer die passende Unterkunft.

Die Zeitschrift ist im Handel und im RP-Shop erhältlich.

Quelle: Rheinische Post

 

Auf der Suche nach dem wilden Ende der Welt: „Ohne Plan durch Kirgisistan“ von Markus Huth

Bild: Penguin Verlag

Bild: Penguin Verlag

Kirgisien oder Kirgistan oder Kirgisistan?

Wie eine Reise durch das Land ohne Sehenswürdigkeiten zum bisher aufregendsten Abenteuer seines Lebens wird, beschreibt Markus Huth in seinem humorvollen Reisebericht »Ohne Plan durch Kirgisistan«. Darin gewährt der Journalist Einblick in eine faszinierende, viel zu wenig beachtete Kultur. Wussten Sie etwa, dass das kirgisische Volksepos »Manas« zwanzigmal so lang ist wie »Ilias« und »Odyssee« zusammen? Oder warum es sehr gefährlich sein kann, Witze über kirgisisches Essen zu machen?

Auch Markus Huth hat keine Ahnung, worauf er sich einlässt, als er mitten in einer Lebenskrise einwilligt, mit einem Freund nach Kirgisistan zu reisen. Ein wildes Abenteuer beginnt: Er wird von einem Taxifahrer verkauft und findet sich in einer Stadt wieder, in der ausschließlich alte deutsche Autos fahren. Er zittert vor den Taliban, muss beim kirgisischen Volkssport Tischtennis antreten und dann ist da auch noch die Sache mit dem Reiten. Trotzdem will er am Ende seiner Reise nicht mehr weg.

Ein mitreißender Bericht über eine Reise ans andere Ende der Welt, wo Ost und West, Sowjetismus und Moderne sich treffen – wunderbar erzählt, informativ und mit atmosphärischen Fotos bebildert.

Markus Huth, Jahrgang 1982, ist Autor und Fotograf. Er volontierte bei der Nachrichtenagentur dapd und studierte Geschichte und Archäologie in Berlin und Moskau. Er ist Chefredakteur des Reportage-Magazins Weltseher und hat schon viele entlegene Gegenden bereist, aber nirgends wäre er so gern geblieben wie in Kirgisistan. Derzeit lebt Markus Huth im bulgarischen Plovdiv.

Quelle: Penguin Verlag

Werbung

[amazon_link asins=’3328100474′ template=’ProductAd‘ store=’ep-blog-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’3909d03b-28dc-11e7-a8c5-afbc05fbb0b2′]

Ein Stück vom dänischen Glück auf der abf Reisen & Urlaub in Hannover

Bild: VisitDenmark

Bild: VisitDenmark

Dänemark ist ein Paradies für Wasser-Fans, denn bei 7.300 km Nord- und Ostseeküste liegt das Meer immer gleich um die Ecke. Ein Stück von diesem Urlaubsglück präsentiert VisitDenmark vom 1. bis 5. Februar 2017 als Partnerland der Messe abf Reisen & Urlaub in Hannover.

VisitDenmarks Messestand in Halle 19, Stand E63 vermittelt das Urlaubs-Erlebnis an der dänischen Nord- und Ostsee mit typischem Fischkutter, bunten Badehütten und maritimer Dekoration. Als Mitaussteller von VisitDenmark präsentieren sich verschiedene dänische Regionen wie die beliebte Ostseeinsel Bornholm, die Region Südjütland und Kerteminde auf der Insel Fyn, die Ferienhausanbieter Feriepartner Danmark, Dancenter und Novasol sowie ausgewählte Hotels. Das Highlight des Camping-Themenbereichs ist der Mitaussteller Wide Path Camper: Das Unternehmen stellt Mini-Wohnwagen her, mit denen man möglichst flexibel und in der Variante für Fahrräder auch sportlich das Land erkunden kann.

Dass Dänemark Erwachsene wie Kinder gleichermaßen glücklich macht, erleben auch Besucher des Messestandes von VisitDenmark. Rund 280 Quadratmeter Lego-Welt mit Spielmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen laden Kinder zum Austoben ihrer Kreativität ein. Mit Virtual Reality-Brillen gehen Kinder zudem auf Dänemark-Reise. Für die Erwachsenen gibt es neben ausführlichen Informationen, Inspiration und Filmen zum Reiseland Dänemark auch eine extra Buchungsecke für die besten Ferienhäuser des Landes ­– für alle, die sich vor Ort gleich von Experten beraten lassen möchten. Da Urlaubsliebe auch durch den Magen geht, servieren die dänischen Regionen den Messebesuchern zudem lokale Köstlichkeiten. Darüber hinaus gibt es natürlich auch die beliebten dänischen Klassiker Hot Dogs, Wienerbrød und Soft-Eis.

VisitDenmark ist Dänemarks offizielle Tourismuszentrale. Gemeinsam mit Akteuren der dänischen Tourismusbranche und dänischen Exportunternehmen vermarktet VisitDenmark das Land als Reisedestination. Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad des Landes zu erhöhen, die Zahl der Urlaubsgäste und Geschäftsreisenden zu steigern, sowie Wachstum, Umsatz und Beschäftigung im dänischen Tourismus zu fördern. VisitDenmarks Hauptsitz liegt in Kopenhagen, zudem verfügt das Unternehmen über acht Marktbüros in Europa, den USA und Asien.

Die abf 2017 – Freizeit neu definiert. Vom 1. bis 5. Februar auf dem Messegelände in Hannover. Täglich von 10 – 18 Uhr geöffnet.

Tickets zum ermäßigten Preis im Online-Shop (www.abf-hannover.de):
Erwachsene 11 EUR , Ermäßigt 10 EUR, Junior-Ticket (13-17 Jahre) 6 EUR.

Tickets Messe-Kasse: Erwachsene 13 EUR, Ermäßigt 12 EUR, Junior-Ticket 8 EUR.
Nachmittags-Ticket (1. – 3. Februar ab 15 Uhr): 6 Euro
Kinder bis einschließlich 12 Jahre haben freien Eintritt.

Weitere Informationen: www.abf-hannover.de

Quelle: VisitDenmark / Fachausstellungen Heckmann GmbH

Werbung

[amazon_link asins=’3829713584,3829727372,3770174283,3829737033,3956892453,3000486402,3829728034,3862656128′ template=’ProductGrid‘ store=’ep-blog-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’dbd3dbf5-d339-11e6-8b87-7dd89ece7699′]

Taiwan begrüßt den 10 Millionsten Besucher für 2016

Begrüßung am Taoyuan International Airport in Taipeh/ Quelle: Taiwan Tourism Bureau

Begrüßung am Taoyuan International Airport in Taipeh/ Quelle: Taiwan Tourism Bureau

Am 11. Dezember 2016 landete Frau Han Seon Geun aus Busan, Korea, am Taoyuan International Airport in Taipeh als 10 Millionste Besucherin der beliebten Insel in diesem Jahr.

General Direktor des Taiwan Tourismus Büros Chou Yung-Hui begrüßte die Besucherin mit seinem Team und übergab ihr ein großzügiges Geschenkeset bestehend aus Flugtickets, Hotelgutscheinen, Metro Tickets und niedlichen Oh! Bear Accessoires.

Die glückliche Gewinnerin wurde von ihrem frisch-angetrauten Ehemann begleitet, den sie am selben Morgen geheiratet hatte. Ihren ersten Besuch in Taiwan wird sie also im Rahmen ihrer Flitterwochen verbringen.

2016 wurde die magische Zahl früher erreicht als im Vorjahr

Das Taiwan Tourismus Büro verkündete, dass die magische Zahl von 10 Millionen Besuchern in diesem Jahr früher „geknackt“ wurde als im Vorjahr.

Sprich die Bemühungen besonders Touristen aus Nordost-Asien zu gewinnen, tragen Früchte. Vor allem StudentInnen (+119%) und Incentive-Reisende (+ 5,3 %) aus Japan, Korea und Südost-Asien reisten 2016 nach Taiwan. Bis dato wurden 52,310 Einreisen deutscher Staatsbürger gezählt, 3,746 mehr als im letzten Jahr. Dies entspricht einem Anstieg von 7.71%.

Reisegewohnheiten und Touristen Hot Spots ändern sich

Touristische Erhebungen, die das Tourismusbüro in den ersten drei Quartalen des Jahres durchgeführt hat, zeigen, dass das Verhältnis von FIT-Reisenden (Nicht-Gruppen-Reisende) um 4% auf 75% gestiegen ist. Neben den beliebtesten Sehenswürdigkeiten, übertrumpfte die Altstadt von Pingxi das Taipeh 101 und belegt nun einen Platz in den Top 10. (auf den weiteren neun Plätzen: der Sonne-Mond-See, Jiufen, Kending, Taroko, Alishan, Yeliu, Tamsui, das Nationale Palastmuseum und das Unterhaltungsviertel Ximending, im Herzen Taipehs.) Besonders leicht zu erreichende Sehenswürdigkeiten, wie das Stadt Viertel Ximending in Taipeh, die Chiang Kai-shek Gedächtnishalle und Jiufen wurden besonders oft besucht. Dieser Trend ist der steigenden Anzahl an FIT-Touristen geschuldet.

Nachhaltige Innovation und Entwicklung als Strategie für zukünftigen Erfolg

Generaldirektor Chou betonte, dass das Erreichen der 10 Millionen-Besucher-Marke das zweite Mal in Folge weiter motiviert, den Standard weiter zu heben und sich weiter auf Themen wie „nachhaltige Innovation und Entwicklung“ zu konzentrieren. Die Balance aus Qualität und Quantität müsse stimmen. Mit Hilfe der Regierung, der Tourismusindustrie und der Bevölkerung in Taiwan wird die Insel eine große asiatische Tourismus-Destination werden, die mit Attributen wie „Freundlichkeit“, „smart applications“ und „Erlebnis“ charakterisiert wird.

[amazon_link asins=’3831722463,3955590178,395889111X,3846428868,1742201350,174059360X‘ template=’ProductGrid‘ store=’ep-blog-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’aec4c916-cea0-11e6-bb81-3daec072ec47′]

Quelle: AVIAREPS Tourism GmbH / Taiwan Tourism Bureau

Hereinspaziert: Begehbarer POLYGLOTT-Reiseführer im XXL-Format in Buchhandlung Osiander inklusive Selfie-Gewinnspiel

Der begehbare POLYGLOTT XXL in der Buchhandlung Osiander Reutlingen. Bild: Polyglott

Der begehbare POLYGLOTT XXL in der Buchhandlung Osiander Reutlingen. Bild: Polyglott

Bis zum 28. März wird in der Buchhandlung Osiander in Reutlingen ein überdimensionaler POLYGLOTT-Reiseführer präsentiert. Das begehbare Buch mit dem Motiv eines Rom-Reiseführers beherbergt im Inneren ein nostalgisches Zugabteil und lädt dazu ein, bequem in den richtigen Reiseführern zu blättern. Die Besucher der Buchhandlung können zudem an einer Selfie-Aktion im POLYGLOTT XXL mit Gewinnspiel teilnehmen.

Gewinnspiel: Zugtickets mit Reiseführerpaket

Mit der Präsentation ist ein attraktives Gewinnspiel verbunden. Besucher der Buchhandlung können via E-Mail oder Facebook ein „Selfie“ aus dem XXL-Reiseführer an den Verlag senden. Verlost werden Zugtickets inklusive der passenden Reiseführer. Das „Fenster“ im Zugabteil zeigt stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen und informiert über die Teilnahmebedingungen.

Der POLYGLOTT XXL von Innen. Bild: Polyglott

Der POLYGLOTT XXL von Innen. Bild: Polyglott

Erlebniswelt Buch

„Mit der aufmerksamkeitsstarken Aktion machen wir die Marke POLYGLOTT erlebbar“, erklärt Michaela Lienemann, Verlagsgeschäftsführerin für Programm und Marketing. „Reisen ist ein ganz besonderes Erlebnis – das können wir mit der Aktion wunderbar vermitteln.“ Der POLYGLOTT XXL stimme nicht nur auf die Urlaubssaison ein, sondern sei auch eine Hommage an das gedruckte Buch. „Studien belegen, dass Print als Reiseinformationsmedium den höchsten Nutzen bietet. Digitale Angebote wie beispielsweise die individuelle POLYGLOTT-App ergänzen gedruckte Bücher, eine Substitution ist jedoch nicht erkennbar“, so Lienemann. Angesichts der Flut von Informationen im Internet steige die Nachfrage nach Selektion und qualitativ hochwertigen Empfehlungen. „Der POLYGLOTT XXL ermöglicht etwas Einzigartiges: In Büchern schmökern, während man sich selbst in einem Buch befindet.“

POLYGLOTT – Reisevergnügen seit 1902

Die Reisemarke POLYGLOTT begeistert seit 1902 Reisende weltweit und gilt als Pionier unter den Kompaktreiseführern. Nun hat der Verlag erneut kraftvoll Fahrt aufgenommen: Die Reiseführer-Reihe POLYGLOTT on tour wurde jüngst überarbeitet und bietet nun 118 Titel mit einzigartigen Extras im Handel an. POLYGLOTT erscheint im Münchner Reiseverlag TRAVEL HOUSE MEDIA.

POLYGLOTT XXL auf Deutschlandtour

Insgesamt touren drei „POLYGLOTT XXL“ durch Deutschland. Weitere Termine und Stationen auf der Internetseite www.polyglott.de

Quelle: Polyglott

Ein Concierge für die ganze Schweiz

Das Service Center von Schweiz Tourismus unterstützt deutsche Gäste, die die Schweiz besuchen möchten, kostenlos mit Beratung zum Urlaubsland und vielen Serviceleistungen. Schweiz-Urlaub aus einer Hand, so lautet das Motto. Vom individuellen Reisetipp bis zur Hotelbuchung – sämtliche Tourismus-Anfragen per Telefon, E-Mail oder via soziale Medien werden persönlich, kompetent und schnell von den Schweiz-Beratern beantwortet. Auch direkt über die Homepage www.MySwitzerland.com können Gäste ihre Wünsche äußern: im Live-Chat mit der Schweiz-Expertin Heidi direkt auf der Webseite von Schweiz Tourismus.

Schweizurlauber erfahren vom Service Center zum Beispiel alles über Bahnreisen in der Schweiz. Das Team von Experten klärt auch Fragen zum Autoverkehr, zu Zollvorschriften und Autobahnvignetten und beantwortet Anfragen zu touristischen Regionen und Veranstaltungen. Wer einen Urlaub in der Schweiz plant, kann beim Service Center über 855 touristische Broschüren bestellen und erhält persönliche Beratung zu Ausflügen und dem gesamten Reiseplan.
Sollte ein Gast mit einer touristischen Dienstleistung nicht zufrieden sein, kann er sich ebenfalls an das Service Center bzw. an die Abteilung Customer Care wenden.

Außerdem können der Gäste die Verfügbarkeit bei über 2000 Schweizer Hotels aller Kategorien überprüfen lassen und Übernachtungen buchen. Zudem bietet das Service Center spezifische Reisepackages mit dem Swiss Pass sowie Reisen mit Panorama-Zügen wie dem Glacier oder Bernina Express an.

Die Schweiz-Berater sind von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 00800 100 200 30 oder via Chat mit Heidi auf www.MySwitzerland.com sowie per Mail an info@myswitzerland.com erreichbar.

Quelle: Schweiz Tourismus

„Typisch niederländisch – Die Niederlande von A bis Z“ von Gerd Busse [Rezension]

Bei einem meiner Besuche in den Niederlanden war ich mit meiner damaligen Freundin im „Burgers‘ Zoo“ in Arnhem. Wir waren fasziniert von den riesigen Gehegen, die den Tieren unglaublich viel Auslauf ließen. Das Gehege mit dem Pelikanen war mit einer Hecke umgeben, die ein Erwachsener gut hätte überwinden können. Zumindest hätte er den Arm ins Gehege stecken können, weswegen hier ein Schild aufgestellt war: „Vogels picken!“ Für den Fall, dass man das nicht verstand, war auch noch ein Bild gemalt, das zeigte, wie ein Pelikan nach einem unbedachten Besucher schnappte.
Neben besagtem Schild stand eine Bank und auf jener saß ein älteres niederländisches Ehepaar. Der Mann sprach uns unvermittelt an, er deutete auf das Schild und sagte irgendwas mit „oppassen“. Sein Lächeln verriet mir, dass er wohl gerade einen Witz gemacht hatte, den wir aber leider – mangels Sprachkenntnisse – nicht verstanden hatten. „Ähm, sorry, Deutsch“, gab ich zurück und zu meiner Überraschung bekam ich eine Antwort auf Deutsch: „Ach so. Verstehst Du, ich habe einen Witz gemacht. Ich habe gesagt, dass Ihr auf Eure Geldbeutel aufpassen müsst. ‚Picken‘ auf Niederländisch heißt ’schnappen‘, aber es heißt auch ‚jemandem etwas stehlen‘.“

Das war nicht das erste und auch nicht das einzige Mal, dass wir einfach so angesprochen wurden. Im Zoo, im Imbiss, in unserer Unterkunft, überall. Oftmals war der Auslöser, dass unsere Umgebung mitbekam, dass wir Deutsche sind. Einmal machten wir uns zusammen mit einem Niederländer über die Tatsache lustig, dass ein Souvenirladen in Amsterdam eine Kuckucksuhr anbot, auf der sogar ein Mädel in typischer Schwarzwaldtracht (!) dargestellt war. „Da kommen die Amerikaner und die Japaner und denken, das ist typisch niederländisch“, sagte der Niederländer. Auch mich amüsierte der Gedanke an einen Amerikaner, der zurück in seiner Heimat seinen Freunden die „famous Dutch cuckoo clock“ präsentiert.
Aber können wir selbst so sicher sein, dass wir wissen, was „typisch niederländisch“ ist?

Im Agenda-Verlag ist zu genau diesem Thema ein Buch erschienen: „Typisch niederländisch – Die Niederlande von A bis Z“ von Gerd Busse. Der Autor ist Projektentwickler und Berater in deutsch-niederländischen Bildungsprojekten, er hat einige Jahre in den Niederlanden studiert und auch gearbeitet. Und offenbar hat er nicht nur Studien in seinem Fachbereich betrieben, er hat auch die Niederländer als solche studiert. Das Buch richtet sich explizit an Deutsche, denn neben den Dingen, die vermutlich jeder als „typisch niederländisch“ bezeichnen würde (Holzschuhe, Tulpen, Windmühlen) geht es auch um die Unterschiede in der Mentalität und warum ahnungslose Deutsche gern mal an der niederländischen Arbeitsweise verzweifeln. Sein Buch ist zwar aufgebaut wie ein Lexikon, die Themen sind alphabetisch sortiert und es gibt Querverweise, aber der Stil ist niemals trocken, sondern Busse erzählt immer mit einem kleinen Augenzwinkern. Der Lexikonstil hat zudem einen Vorteil, man findet Passagen zu bestimmten Themen einfacher wieder, kann das Buch aber trotzdem von Anfang bis Ende durchlesen wie jedes andere Werk.
Außerdem kommen auch die nicht so ganz positiven Dinge zur Sprache, wie etwa die niederländische Kolonialzeit, der Rechtspopulismus eines Pim Fortuyn und Geert Wilders oder das Versagen der niederländischen UN-Truppen 1995 beim so genannten „Massaker von Srebrenica“.

Das Buch wendet sich an Menschen, die die Niederlande besuchen und mehr über ihre Bewohner erfahren wollen, sei es als Touristen oder weil man dort studieren oder arbeiten möchte. Auch werden dem Leser Tipps im alltäglichen Umgang gegeben und für Verständnis geworben. Tatsächlich bekommt man nach der Lektüre Lust, manche der angesprochenen Dinge selbst zu erleben, etwa die improvisierende Arbeitsweise, die einem „planungsgewohnten“ Deutschen arg unorthodox vorkommen muss. Auch fand ich amüsant, dass die Niederländer – wenn die Situation entsprechend ist – so fluchen können, dass selbst einem Kapitän Haddock die Schamesröte ins Gesicht steigen würden: „Krijg de cementpokken op je borst, dan kan je bounkers bouwen, vuile pestpokkenteringlijder!“ wird als extremes Beispiel angeführt. Für die deutsche Entsprechung dieses Fluchs würde man wahrscheinlich drei Klagen von vier verschiedenen Anwälten kriegen: „Ich wünsch Dir die Zementpocken an den Hals, dann kannst Du Bunker bauen, Du dreckiges, schwindsüchtiges Pestbeulengesicht!“

„Typisch niederländisch – Die Niederlande von A bis Z“ ist sehr zu empfehlen für Reisende, die mehr über das Land, seine Bewohner und deren Mentalität erfahren wollen, als es Reisführer können. Das Buch ist randvoll mit Informationen, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Wo andere Bücher auch mal gern durch einen breiten Rand glänzen, nimmt dieser im vorliegenden Werk gerade mal einen Zentimeter Platz ein. Viel Information gegenüber wenig weißer Fläche.

„Typisch niederländisch – Die Niederlande von A bis Z“ von Gerd Busse

ISBN: 978-3896884701

* Das Buch bei AMAZON.de bestellen


* Das Buch bei buch.de bestellen

…oder in jeder anderen Buchhandlung.

© 2021 Reisende Reporter

Theme von Anders NorénHoch ↑