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Instagram vs. Realität: 9 Instagram Hotspots, die in Wirklichkeit ganz anders aussehen

Hand auf’s Herz: Wer scrollt nicht gerne mal durch seinen Instagram-Feed und wünscht sich an einen der beeindruckenden Orte, die man da auf den Fotos sieht? Traumhafte Strände, wahnsinnige Ausblicke, großartige Naturwunder und das perfekte Foto davon inspirieren so manchen Reiseliebhaber für seine nächste Reise.

Doch sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass Instagram und die Realität manchmal weiter auseinander liegen, als man denkt. Wir haben uns einige beliebte Instagram Hotspots auf der ganzen Welt genauer angesehen und 9 Fotomotive gefunden, die in Wirklichkeit ganz anders aussehen.

Die Suche nach dem perfekten Instagram-Foto

Auf der beliebten Fotoplattform Instagram gibt es zahlreiche wunderschöne Fotos aus allen Ecken der Welt. Dass bei dem einen oder anderen Foto ein wenig nachgeholfen wurde, ist sicherlich jedem bewusst. Dank zahlreicher Filter ist es möglich Fotos direkt in der App zu bearbeiten, etwas mit den Farben oder der Beleuchtung zu spielen und dem Bild dadurch eine ganze andere Atmosphäre zu verleihen. Wer mehr Zeit investieren möchte und sich ein wenig mit Bildbearbeitungsprogrammen auskennt, könnte Stunden damit verbringen Bilder zu bearbeiten und dadurch den perfekten Instagram Feed zu kreieren.

Doch woher wissen Fotoliebhaber und Reisefans, wo sie das perfekte Instagram Foto schießen können? Natürlich von Instagram selbst oder von zahlreichen Blogs, auf denen andere Reisende ihre Bilder teilen. Genau aus diesem Grund werden einige Bildmotive immer und immer wieder abgelichtet und Menschen aus aller Welt besitzen das gleiche Bild vom gleichen Ort ohne sich dabei jemals zu begegnen.

Der Hype um das perfekte Foto vom Instagram Hotspot führt teilweise sogar dazu, dass man tatsächlich anstehen muss, um selbst auch ein Bild vom entsprechenden Ort zu bekommen. Ob es das wirklich wert ist, muss natürlich jeder selbst entscheiden. Auch führt die wachsende Beliebtheit einiger Foto-Hotspot mitunter zu erheblichen Problemen wie Massentourismus und Umweltverschmutzung. Ein Beispiel ist der „Infinity Pool” am Königsee. Dieser wurde im Übrigen mittlerweile gesperrt, damit sich die Natur erst einmal wieder von den fotowütigen Influencern erholen kann.

9 Instagram Hotspots, die in Wirklichkeit ganz anders aussehen

Es ist kein Geheimnis, dass auf Instagram gerne ein wenig gemogelt wird. Bilder werden leidenschaftlich bearbeitet und mit Filtern versehen. Wurde ein Bild mal nicht bearbeitet, so bekommt es stolz den Hashtag #nofilter. Doch neben den ganzen bearbeiteten Bildern, gibt es auch so manchen Foto-Hotspot, der in der Realität nicht ganz so aussieht, wie auf den beliebten Fotos.

Gates of Heaven


Auf Bali gibt es zahlreiche wunderschöne Fotomotive: Reisfelder, atemberaubende Strände, mystische Tempel oder auch wahrhaft köstlich aussehendes Essen. Einige Hotels, Restaurants oder auch Parks haben mittlerweile spezielle Fotospots eingerichtet, die von vielen Urlaubern mit Kusshand genutzt werden.

Wer nach Bildern von Bali auf Instagram oder bei Google sucht, kommt an einem Bild mit Sicherheit nicht vorbei: Die „Gates of Heaven” am Tempel Pura Lempuyang Luhur. Das Netz ist voll mit Bildern von wirklich schönen Fotos von Yogakünstlern, Verliebten, Influencern in wallenden Kleidern und anderen Fotoliebhabern zwischen den beiden Pforten.

Das Besondere an dem Bild ist die Spiegelung im See, der direkt vor den „Gates of Heaven” liegt. Doch dieser See existiert nicht wirklich. Die Fotos sind daher alle eine optische Täuschung. Wie das funktioniert? Ganz einfach sogar: Durch einen Spiegel, der direkt unter die Linse gehalten wird. Wer dieses berühmte Foto von sich haben will, muss sich nicht einmal selbst um die Spiegel kümmern – das machen Einheimische vor Ort.

Allerdings sollte man ein bisschen Zeit mitbringen, denn das Motiv ist so beliebt, dass sich mitunter lange Schlangen bilden.

Kebema-Panoramabrücke (Ginzling, Österreich)


Bilder von großartigen Aussichten auf die Berge und über Seen gehen wirklich immer! Ein besonders beliebter und, zugegeben, auch ein besonders schöner Foto-Hotspot befindet sich im Zillertal. Wer den Aufstieg zur Olpererhütte meistert, wird mit dem perfekten Ausblick auf die Alpen belohnt.

Genau hier, in 2389 m Höhe, entstehen täglich zahlreiche Fotos von Wanderern und Instagrammern auf der Kebema-Panoramabrücke. Waghalsige hängen sich auch einfach nur an die Brücke und andere posieren auch gerne mal im Ballkleid und barfuß auf der ikonischen Hängebrücke.

Auch wenn der sagenhafte Ausblick natürlich real ist, so ist die Brücke doch etwas weniger spektakulär als sie aussieht. Sie ist nämlich viel kürzer und weniger hoch als gedacht. Geht man beim Fotografieren etwas weiter nach hinten oder benutzt einen Weitwinkel, wird das auf Fotos schnell sichtbar. Da die Panoramabrücke ein wahrer Instagram-Star ist, kommt es auch an diesem Hotspot zu längeren Wartezeiten – was tut man nicht alles, für das perfekte Foto, nicht wahr?

Kjeragbolten (Sandnes, Norwegen)


Ein weiterer weltweit beliebter Foto-Spot von Wanderern und Outdoor-Urlaubern ist zweifelsohne der Kjeragbolten in Norwegen. Der Fels klemmt zwischen zwei Felswänden und sieht beinahe so aus, als könnte er einfach abstürzen. Nichtsdestotrotz klettern täglich viele Waghalsige auf den Felsen und lassen sich in verschiedensten Posen ablichten.

Der Ort ist zwar real und befindet sich wirklich in schwindelerregender Höhe, der Weg dorthin ist allerdings einfacher als er aussieht. Auf der Rückseite gibt es einen schmalen Weg, den man, sofern man schwindelfrei ist, relativ problemlos langgehen kann. Am Ende davon muss ein großer Schritt oder ein kleiner Sprung gemacht werden, aber abseilen oder ähnliches ist nicht nötig.

Wer ein Foto auf dem Monolithen haben möchte, sollte aber auf jeden Fall vorsichtig und rücksichtsvoll anderen Wanderern gegenüber sein, da es von dort 1.000 m in die Tiefe geht. Wanderungen zum Kjeragbolten werden nur von Mitte Mai bis September empfohlen.

Ehemalige Tabakfabrik Yenidze (Dresden, Deutschland)


Willkommen im Orient?! Was nach einer farbenfrohen Moschee aus 1.001 Nacht aussieht, ist in Wirklichkeit ein beliebtes Kuppelrestaurant und Bürogebäude im schönen Dresden. Ursprünglich war die imposante „Yenidze” eine Zigarettenfabrik.

Warum die aussieht wie eine orientalische Moschee? Das liegt daran, dass es zu Beginn des 20. Jahrhunderts keine Fabriken im Stadtzentrum Dresdens geben durfte, damit das Stadtbild nicht zu industriell wirkt. Um dieses Problem zu umgehen, designte der Architekt Martin Hammitzsch dieses ganz besondere Bauwerk, welche sowohl ein Blickfang ist, als auch die Anforderungen der Stadt erfüllte.

Den besten Blick auf die Yenidze gibt es vom Parkhaus gegenüber und als Gast des Restaurants.

Mount Rushmore National Memorial (Black Hills, South Dakota, USA)

So imposant wirken die vier Präsidentenköpfe, die in den Mount Rushmore geschlagen wurden. Doch wie sieht es mit der Realität aus? Bild: Unsplash.com

Na, wer kriegt noch zusammen, welche vier ehemaligen Präsidenten am Mount Rushmore in South Dakota zu sehen sind? Es sind George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln, die alle vier zu den prägendsten Persönlichkeiten der USA zählen.

Das imposante Denkmal wird jährlich von knapp 3 Millionen Menschen aus aller Welt besucht und hat dafür gesorgt, dass die gesamte Region deutlich mehr Touristen verzeichnen kann.

Auf Fotos und Postkarten wirken die ehemaligen Präsidenten oft zum Greifen nah. Wer also hofft, den Vier ganz nah zu kommen, wird leider enttäuscht. Die vier Gesichter trohnen nämlich weit oben und weit weg auf dem Berg. Für ein perfektes Bild, braucht man eine gute Kamera mit einem sehr guten Zoom.

So weit oben hängen die vier Köpfe vom Besucher entfernt. Das perfekte Bild braucht auch die perfekte Fotoausrüstung. Bild: Unsplash.com

Beeindruckend ist das Denkmal selbstverständlich trotzdem und die wunderschöne Umgebung ist ebenfalls einen Besuch wert. Aber so nah wie Superman in „Superman 2” kommt man den Präsidenten leider nicht. Psst, kleiner Fototipp: Den besten Blick auf die Vier hat man vom Parkplatz aus, es ist also nicht zwingend notwendig ins Visitor Centre zu gehen.

Mannekin Pis (Brüssel, Belgien)


Jede Stadt hat ihr eigenes Wahrzeichen. In Brüssel ist es das Mannekin Pis – eine Bronzestatue eines pinkelnden Jungens. Die Figur ziert zahlreiche Postkarten, Fotos und kann in verschiedensten Formen, z. B. als Schokoladenfigur, als Andenken gekauft werden.

Wer sich selbst ein Bild des Jungens machen will, muss vielleicht etwas länger suchen. Denn die Statue ist winzig klein, versteckt sich in einer Ecke und ist zudem noch eingezäunt. Wenn nicht immer Massen an Foto-Verrückten davor stehen würden, würde das Mannekin Pis wahrscheinlich beinahe übersehen werden.

Fun Fact: Neben dem urinierendem Jungen verstecken sich noch zwei weitere ganz ähnliche Skulpturen in Brüssel, die bisher noch deutlich unbekannter sind: Jaennke Pis und Zinneke Pis – ein kleinen Mädchen und ein Hund, die ebenfalls Wasserlassen. Jaenneke Pis ist allerdings auch mittlerweile eingezäunt, damit das kleine Mädchen nicht von Betrunkenen belästigt wird.

Sibirische Malediven (Novosibirsk TEZ-5, Russland)


Das strahlend blaue Wasser dieses Sees in der Nähe von Novosibirsk erinnert an das Meer und trägt nicht ohne Grund den Spitznamen „Sibirische Malediven”. Das Wasser sieht wunderschön und nach Urlaub aus und lockt aus diesem Grund immer mehr Instagrammer an, die am und auf dem See Fotos knipsen, was das Zeug hält.

Dabei ist der See alles andere als einladend oder ein Urlaubsparadies. Tatsächlich ist das Wasser sogar giftig und kann schwere allergische Reaktionen auslösen. Das liegt daran, dass das Wasser eine sehr hohe Kalziumkonzentration und auch Spuren einiger anderer Metalle hat. Der See dient nämlich eigentlich als Mülldeponie eines Kohlekraftwerks, dessen Aschereste im See entsorgt werden. Die beeindruckende Farbe des Wassers kommt von den Metallen im Wasser.

Es wird strengstens davor gewarnt in Berührung mit dem Wasser zu kommen und auch der Schlamm am Grund des Sees birgt Gefahren. Laut des Betreibers des Kohlekraftwerks ist es kaum möglich sich selbst aus dem Schlamm zu befreien, sollte man damit in Berührung kommen.

Die Warnung hält zwar nicht alle Selfie-Fans davon ab, dort Urlaubsbilder zu schießen, aber bei einer solchen Gefahr, gefallen uns die Malediven dann doch besser.

Pedra do Telégrafo (Rio de Janeiro, Brasilien)


Auch bei diesem beliebten Instagram Hotspot in Brasilien ist alles mehr Schein als Sein. Wer hier an der Klippe hängt, ist weder waghalsig noch zwangsläufig superstark. Atemberaubende Bilder von Menschen, die am Abgrund hängen oder romantischen Bildern von Paaren, die sich gegenseitig über den Abgrund retten, gibt es auf Instagram wie Sand am Meer.

Das Motiv und natürlich auch der sagenhafte Ausblick vom Pedra do Telégrafo sind aber auch wirklich verlockend! Die Wanderung dauert ca. eine Stunde und alleine für den einmaligen Blick aufs Meer lohnt es sich die knapp 350 m nach oben zu kraxeln.

Der Clou an dem Wahnsinnsfoto ist allerdings, dass der Felsvorsprung nicht etwa über dem Abgrund, sondern lediglich 1,5 m über dem Boden schwebt. Es ist also recht einfach und nicht wirklich gefährlich sich an den Felsen zu hängen. Aus dem richtigen Winkel sieht das Foto spektakulär, aus dem falschen eher lustig, aus.

Pyramiden von Gizeh (Kairo, Ägypten)


Einmal im Leben die Pyramiden von Gizeh zu sehen und das Gefühl haben, den alten Pharaonen ganz nahe zu sein – das steht garantiert bei ganz vielen Reisefans auf der Bucket Liste. Und wer nach Ägypten reist, erfüllt sich meist auch diesen Traum.

Abgesehen davon, dass die Pyramiden vollkommen überlaufen sind und man an jeder Ecke etwas aufgeschwatzt bekommt, gibt es noch einen weiteren Punkt, der immer wieder für eine große Enttäuschung sorgt: Die Pyramiden liegen nicht mitten in der Wüste, wie zahlreiche Fotos und Filme suggerieren, sondern direkt neben der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Das vereinfacht zwar die Anreise immens, wirkt aber auf viele Besucher doch entzaubernd.

Das Weltwunder ist natürlich trotzdem ein beeindruckendes Fotomotiv, doch leider nur aus einer Richtung. Dreht man sich um, so stören die Wolkenkratzer Kairos doch eindeutig die eigentlich so mystische Atmosphäre.

Instagram ist nicht das wahre Leben

Die Fotos, Videos, Reels und Stories auf Instagram laden zweifelsohne zum Träumen ein. Sie inspirieren Menschen auf der ganzen Welt, faszinieren sie und manchmal desillusionieren sie aber auch. Viele Bilder sind nachbearbeitet oder manchmal auch schlicht nicht echt. Manche Orte, die auf der Plattform so toll aussehen, existieren nicht wirklich oder sehen in Wirklichkeit ganz anders aus.

Das sollte man unbedingt im Hinterkopf behalten, wenn man verträumt durch seinen Feed scrollt und vielleicht bereits auf der Suche nach Inspiration für die eigene nächste Reise ist.

Bei vielen Instagram Hotspots sollten Fotoliebhaber etwas Zeit mitbringen, da auch andere genau an diesem Ort das perfekte Bild knipsen wollen. Ob es einem das wirklich wert ist, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Manchmal lohnt es sich auch zweimal zu überlegen, ob man für ein Foto wirklich 1.000 m über dem Abgrund klettern oder auf einem giftigen See paddeln sollte.

So lange Instagram Fans auf ihre Mitmenschen, sich selbst und ihre Gesundheit sowie auch auf die Natur ringsherum achten, spricht wahrlich nichts dagegen immer auf der Suche nach dem nächsten perfekten Foto-Spot zu sein.

Quelle: travelcircus.de

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Mehr Infos und Bilder: https://www.rutscherlebnis.de/schwimmbad/freibad-windi-freital
Onride-Video der offenen Riesenrutsche im Freibad “Windi” Freital, Sachsen. Die 65 Meter lange Riesenrutsche ist hangverlegt und macht dank scharfer S-Kurven und einer schnellen Spirale am Schluss ordentlich Laune. Die Rutsche mündet per Sofa-Auslauf ins Spaßbecken.

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Mehr Infos und Bilder: https://www.rutscherlebnis.de/schwimmbad/elbamare-dresden
Onride-Video der orangenen Röhrenrutsche mit Black Hole Lichteffekten und Daylight-Effekten im Freizeit- und Erlebnisbad Elbamare Dresden. Die Rutsche ersetzt die alte grüne Röhrenrutsche. Der Verlauf ist gleich geblieben, die Rutsche wurde jedoch komplett ersetzt. Aus einer Starthöhe von 7,91 Metern geht es auf 80 Metern Länge Richtung Sicherheitsauslauf

Das Jahr der kleinen Auszeiten: Brückentage und ein zusätzlicher Feiertag schonen 2017 das Urlaubskonto

Entspannen und durchatmen - 2017 bieten sich viele Gelegenheiten für Kurzurlaube. Foto: djd/www.kurzurlaub.de

Entspannen und durchatmen – 2017 bieten sich viele Gelegenheiten für Kurzurlaube.
Foto: djd/www.kurzurlaub.de

Die gesetzlichen Feiertage liegen 2017 so günstig, dass sich Arbeitnehmer mit dem Einsatz weniger Brückentage viel freie Zeit schaffen können – ohne ihr Urlaubskonto zu sehr zu strapazieren. Ein Kurzurlaub lässt sich etwa in der ersten Jahreshälfte rund um Ostern, dem Maifeiertag, Christi Himmelfahrt und Pfingsten verwirklichen. Das Highlight in der zweiten Jahreshälfte: Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums von Luthers Thesenanschlag ist der Reformationstag am 31. Oktober 2017 bundesweit frei. “Feiertage in Kombination mit Brückentagen und einem Wochenende wecken die Reiselust der Deutschen. Im Mai etwa steigen die Buchungszahlen am Himmelfahrtswochenende zu einem ‘normalen’ Wochenende massiv an”, so David Wagner, Geschäftsführer von Kurzurlaub.de.

Abschalten in der Meeresbrise oder im Wellnesshotel

Die durch den geschickten Einsatz von Brückentagen gewonnene Zeit wollen viele nicht durch eine lange An- und Abreise verschwenden und verbringen diese daher gerne im eigenen Land. Ob am Wasser, in den Bergen oder bei einem kulturellen Städtetrip – zwischen Sylt und Zugspitze bekommt jeder den Kopf frei. In den Strandbädern und Ferienorten an Ostsee und Nordsee können sich Erholungssuchende an endlosen Stränden eine gesunde Meeresbrise um die Nase wehen lassen. Viele Hotels bieten zudem intensive Entspannungsmomente bei wohltuenden Anwendungen im Spa-Bereich. Zum Abschalten und um zur Ruhe zu kommen, eignen sich auch stille Wasserlandschaften wie etwa die Mecklenburger Seenplatte, wo es Wellnesshotels für jeden Geschmack – vom Gutshaus auf dem Land bis zum herrschaftlichen Anwesen direkt am Wasser – gibt. Auf der Webseite von kurzurlaub.de finden sich weitere Inspirationen für erholsame, aktive oder ereignisreiche Auszeiten.

Dresden als beliebtes Städtereiseziel

Zu den Top-Zielen für einen Städteurlaub zählt neben den Millionenmetropolen Berlin, Hamburg und München vor allem auch Dresden mit seinen vielen kulturellen Schätzen. “Unsere Gäste lieben es, für Kurzurlaube zu kommen, bleiben aber auch gern länger, gerade in Kombination mit der schönen Region wie dem Sächsischen Elbland”, so Dr. Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH. Dass für Kurztrips gern Brückentage genutzt würden, sei ein Trend bei Städtereisen, von dem auch Dresden profitiere.

Zu den Highlights gehören neben der barocken Frauenkirche auch der Zwinger mit der Gemäldegalerie und der sogenannte Fürstenzug, ein 101 Meter langes Wandbild aus Meißener Porzellankacheln. Einen ereignisreichen Tag in Dresden kann man bei einem Spaziergang über die Brühlsche Terrasse, bei einem Besuch der Semperoper oder im quirligen Nachtleben des Szeneviertels Neustadt ausklingen lassen.

Brückentage für einen Dresden-Urlaub nutzen

(djd). Einige Brückentage kann man 2017 besonders gut für einen Besuch der sächsischen Landeshauptstadt Dresden nutzen. “Wer beispielsweise die 40. Dresdner Musikfestspiele besuchen möchte, kann dafür aus zwei Brückentags-Wochenenden wählen: dem zu Christi Himmelfahrt und zu Fronleichnam”, erklärt Dr. Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH. Die Mozart-Tage 2017, so Bunge, seien ein Novum an der Semperoper Dresden, würden am Osterwochenende starten und bis zum 28. April dauern und ließen deshalb noch viel Luft für mehr als einen Kurztrip. Viele weitere Tipps für Städtereisen hat zum Beispiel das Portal www.kurzurlaub.de.

Quelle: djd/www.kurzurlaub.de

Schwibbögen, Nussknacker und Bergparaden: Im Erzgebirge werden jahrhundertealte Weihnachtstraditionen gepflegt

Die sogenannten Bergparaden gehören zu den Höhepunkten der erzgebirgischen Weihnachtszeit. Foto: djd/Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Die sogenannten Bergparaden gehören zu den Höhepunkten der erzgebirgischen Weihnachtszeit. Foto: djd/Tourismusverband Erzgebirge e.V.

(djd/pt). Mit der Adventszeit beginnt im Erzgebirge die schönste Zeit des Jahres. Reges Treiben herrscht in allen Häusern. In den Fenstern erstrahlen die Kerzen der Schwibbögen, Nussknacker, Räuchermännchen, Bergmänner und Lichterengel – all die liebevoll geschnitzten kleinen Holzfiguren werden hervorgeholt. Wohl nirgendwo sonst können Tradition und Brauchtum so intensiv erlebt werden wie zur Weihnachtszeit in der Erlebnisheimat Erzgebirge.

Festlicher Lichterglanz

In unzähligen Städten und Dörfern des Erzgebirges öffnen Weihnachtsmärkte ihre Pforten, meterhohe Pyramiden drehen ihre Holzfiguren im Schein des Lichts und künden vom Glauben der Bergleute. Die Einheimischen und ihre Gäste werden alle Jahre wieder in den Bann gezogen, wenn die Bergleute bei Bergparaden und Bergaufzügen zum Spiel ihrer Kapellen im traditionellen Habit zum weihnachtlich geschmückten Marktplatz aufmarschieren. Besonders festlich wird es, wenn in den Gruben ein Raum, mit Tannengrün geschmückt, im Lichterglanz erstrahlt und zur “Mettenschicht” eingeladen wird. Diese ursprünglich letzte Schicht des Bergmanns vor Weihnachten wird heute mit rustikalen Speisen und kultureller Umrahmung begangen. Zum Höhepunkt der erzgebirgischen Weihnacht gehört das “Neunerlei”, das traditionelle Festessen am Heiligen Abend.

Die Tradition der Schwibbögen

Eine lange Tradition haben auch die sogenannten Schwibbögen. Wenn am Weihnachtsabend die Kirchenglocken zur Christmette riefen, hingen die Bergleute ihre Grubenlampen um den Stolleneingang auf. Die Form des Schwibbogens geht auf dieses leuchtende Mundloch am Eingang des Bergwerks zurück. Es inspirierte einen Bergschmied im Jahr 1776 zu einer Schmiedearbeit, bei der Motive aus dem Leben der Bergleute aus einem Stück Schwarzblech herausgeschlagen wurden. Sieben Kerzen schmücken den Schwibbogen.

Das Zauberwort hieß Silber

Wie der Schwibbogen haben auch alle anderen zahlreichen Weihnachtsbräuche und Traditionen im Erzgebirge ihren Ursprung im Bergbau. Das Zauberwort hieß Silber: Das sogenannte Berggeschrey brachte im zwölften Jahrhundert Tausende auf die Beine. Sie alle wollten an den reichen Silberfunden teilhaben, die an den Hängen des Erzgebirges gemacht wurden. Viele Städte künden heute noch vom Reichtum und Stolz ihrer Bauherren und vom Kunstsinn ihrer Baumeister. Einmalige Kunstwerke sind überall in Kirchen und Museen zu finden. Prächtige Bürgerhäuser stehen in den verwinkelten Straßen und Gassen, stolze Rathäuser beherrschen die mittelalterlichen Marktplätze. Aus der Not der Bergleute, nach dem Niedergang des Erzbergbaus einen neuen Broterwerb zu finden, entstand das Klöppeln, Schnitzen und Drechseln. Weltweit bekannt sind die geschnitzten Figuren aus dem Spielzeugdorf Seiffen, von dem man sagt, hier könnte Weihnachten erfunden worden sein.

Entlang der sächsisch-böhmischen Silberstraße

Das Erzgebirge im Süden Sachsens lässt sich am besten entlang der über 230 Kilometer führenden Silberstraße entdecken. Wie an einer Perlenschnur reihen sich die beeindruckenden Zeugnisse bergmännischer Traditionen aus acht Jahrhunderten aneinander. Von Zwickau aus zieht sie sich bis nach Dresden. Mehr als 30 Museen und elf Schaubergwerke vermitteln ein authentisches Erlebnis. Zahlreiche Zeugnisse der Bergbaugeschichte finden sich auch auf der tschechischen Seite des Erzgebirges. Die sächsische Silberstraße wurde deshalb, im Rahmen eines Ziel3-Projekts, mit tschechischen Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen wie Boci Dar, Ostrov und Jáchymov verbunden.

Alle Informationen gibt es beim Tourismusverband Erzgebirge, Adam-Ries-Straße 16, 09456 Annaberg-Buchholz, Telefon 03733-188000 oder unter www.tourismus-erzgebirge.de im Internet.

Bergparaden

Ursprünglich dienten die Bergaufzüge und Bergparaden dazu, dem Landesherren und seinem Gefolge bei besonderen Anlässen wie einer Hochzeit oder dem Besuch hoher Gäste zu huldigen. Heute sind sie der Höhepunkt der erzgebirgischen Weihnachtszeit. Es gibt für die meisten Bergparaden feststehende Termine. Das beginnt mit dem Auftakt am Vorabend des ersten Advents in Chemnitz und endet mit der großen Abschlussparade am vierten Advent in Annaberg-Buchholz. Im Internet unter www.erzgebirge-tourismus.de stehen alle Termine der Bergparaden und Weihnachtsmärkte.

Quelle: djd/Tourismusverband Erzgebirge e.V.