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Schlagwort: Gotthard

Schön, schnell, spektakulär: Reisen in der Schweiz mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

PILATUS-BAHNEN - Faszinierende Fahrt mit der Panorama-Gondelbahn Kriens - Fraekmuentegg im Winter.  Copyright by Pilatus-Bahnen AG / swiss-image.ch/Christian Perre

PILATUS-BAHNEN – Faszinierende Fahrt mit der Panorama-Gondelbahn Kriens – Fraekmuentegg im Winter.
Copyright by Pilatus-Bahnen AG / swiss-image.ch/Christian Perret

Als bahnbrechende Neuerung weist ab 11. Dezember der neue und 57 Kilometer lange Gotthard-Basistunnel den Weg in die Zukunft. Doch auch der Weg über den Gotthard wird mit dem Gotthard Panorama Express um ein Erlebnis bereichert. Außerdem bieten alle Swiss Travel System Tickets ab 2017 noch mehr Leistungen. Auch die Pilatus-Bahnen sind ab dem neuen Jahr im Swiss Travel Pass inkludiert.

Eröffnung Gotthard-Basistunnel mit Fahrplanwechsel

Am Sonntag, den 11. Dezember 2016 geht der Eisenbahntunnel der Superlative in Betrieb. 57 Kilometer lang ist der neue Gotthard-Basistunnel, der den Norden und den Süden der Schweiz sowie auch die Nachbarländer der Schweiz näher zusammenbringt. In nur 17 Minuten fahren Reisende künftig durch die Alpen. Das Jahrhundertbauwerk ist nicht nur eine verkehrstechnische Attraktion: Für Reisende bedeutet dies nicht nur eine Verkürzung der Reisezeit von 30 bis 40 Minuten zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin sowie dem Norden Italiens, sondern auch häufigere und bequemere Verbindungen.

Neuer Gotthard Panorama Express (früher: Wilhelm Tell Express)

Mit der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels wird parallel eine neue Panoramazug-Strecke eingeführt: Der Gotthard Panorama Express. Dieser umfasst die Fahrt mit dem Dampfschiff von Luzern nach Flüelen mit direktem Anschluss auf den Panoramazug über die Gotthard-Panoramastrecke nach Bellinzona oder umgekehrt. Der neue Gotthard Panorama Express verkehrt von Mitte April bis Ende Oktober jeweils am Wochenende, von Juli bis Ende Oktober auch unter der Woche und weiter bis nach Lugano. http://www.myswitzerland.com/de-de/transport-reisen/unterwegs/panoramareisen/gotthard-panorama-express.html

Neu: Pilatus-Bahnen ab 1. Januar 2017 im Swiss Travel Pass inkludiert

Der Swiss Travel Pass wird noch attraktiver: Mit diesem „All-in-one Ticket“ können Gäste ab dem 1. Januar 2017 nun auch auf den einzigartigen Ausflugsberg Pilatus fahren. Die Panorama-Gondelbahn von Kriens zur Fräkmüntegg, die Luftseilbahn „Dragon Ride“ sowie die steilste Zahnradbahn der Welt können mit dem Swiss Travel Pass erlebt werden und sorgen für unvergessliche Bergmomente auf 2132 Metern Höhe. Einst Berg der Drachen und Sagen, ist der Pilatus heute ein beliebtes Ausflugsziel vor den Toren Luzerns: Der größte Seilpark der Zentralschweiz, die Steinbock-Safari, sowie eine Sagenwanderung, die an die Geschichte des Drachenbergs erinnert, sind nur einige der zahlreichen Möglichkeiten für Besucher, den Pilatus zu erleben. Zwei Hotels und sieben Restaurants sorgen zudem für das leibliche Wohl und laden zum Verweilen ein.

Von Mai bis Mitte Oktober ist die „Goldene Rundfahrt“ die ideale Kombination und ebenfalls im Swiss Travel Pass inbegriffen: Nach einer Schifffahrt ab Luzern auf dem Vierwaldstättersee folgt die spektakuläre Zahnradbahnfahrt von Alpnachstad zum Pilatus Kulm. Die Talfahrt genießen die Gäste in der neuen Kabine des „Dragon Ride“ und der Panoramagondel nach Kriens, von wo aus sie nach einer kurzen Busfahrt wieder den Ausgangspunkt Luzern erreichen. www.pilatus.ch

Der Swiss Travel Pass mit noch mehr Leistungen

Der Swiss Travel Pass ist der Schlüssel zum öffentlichen Verkehrsnetz der Schweiz. Mit einem einzigen Fahrausweis können Reisende 3, 4, 8 oder 15 Tage lang die ganze Schweiz mit Bahn, Bus und Schiff erkunden. Ab dem 1. Januar 2017 wird der Geltungsbereich erweitert, und es sind noch mehr Leistungen inbegriffen. Über 500 spannende Museen sowie Straßenbahnen und Busse in über 90 Städten, wie neu beispielsweise in Zermatt, St. Moritz oder Davos sind ab 2017 im Swiss Travel Pass inkludiert.

Swiss Travel System-Tickets sind weltweit erhältlich. Eine Übersicht über die Verkaufsstellen finden Sie auf SwissTravelSystem.com/verkaufsstellen.

Quelle: Schweiz Tourismus

Der neue Gotthard-Basistunnel – der längste Eisenbahntunnel der Welt

Die neuen Röhren des Gotthard-Tunnels. Bild: Schweiz Tourismus

Die neuen Röhren des Gotthard-Tunnels. Bild: Schweiz Tourismus

Es ist ein weiteres Stück Pioniergeschichte für die Schweiz: 17 Jahre nach Beginn der Bauarbeiten geht der Gotthard-Basistunnel Ende 2016 in Betrieb. Der Eisenbahntunnel ist ein technisches Meisterwerk, das viele Rekorde bricht: 57 Kilometer lang und bis zu 2300 Meter tief unter dem Berg. Zwischen dem 2. August und dem 27. November bringt der Sonderzug „Gottardino“ interessierte Gäste auf exklusiven Tunnelfahrten in das Innere des Jahrhundertbauwerks.

Seit 17 Jahren wird an dem längsten Eisenbahntunnel der Welt zwischen Erstfeld im Norden und Bodio im Süden gebaut. Bereits 1999 hat die Bauherrin AlpTransit Gotthard AG die Tunnelarbeiten in Angriff genommen. Die Flachbahn durch die Alpen ist Ausdruck von Schweizer Präzision, Innovationsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Sie ist zudem eine Meisterleistung der Ingenieurskunst und ein bedeutender Schritt in die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in Europa. Denn der neue Gotthardtunnel bringt Menschen und Güter im Norden und Süden schneller und zuverlässiger zusammen: Die Reisezeit von Zürich nach Lugano verkürzt sich um 25 Minuten.

Bis zu 2600 Arbeiter haben zu diesem gewaltigen Pionierbau beigetragen. Der erste Durchbruch einer der beiden Einspurtunnelröhren im Jahre 2010 war ein bewegender Moment für die Schweiz und die Nachbarländer. Sechs Jahre später steht die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels nun gewissermaßen vor der Tür: Am 11. Dezember 2016 wird der Tunnel in den neuen Fahrplan integriert und für die Öffentlichkeit erfahrbar gemacht. Bis Ende Mai hat die Bauherrin die Gelegenheit, den Tunnel bei Testfahrten auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Testphase endet mit der Eröffnungsfeier am 1. Juni 2016 – dann wird der Tunnel der zukünftigen Betreiberin übergeben. Die Schweizerische Bundesbahn hat danach noch ein halbes Jahr Zeit für den Probebetrieb.

Ehe im Gotthard-Basistunnel am 11. Dezember 2016 der reguläre Betrieb anläuft, ermöglicht die Schweizerische Bundesbahn Kunden das einmalige Erlebnis, das Jahrhundertbauwerk von innen zu bestaunen. Der Sonderzug „Gottardino“ bringt Besucher vom 2. August bis zum 27. November 2016 tief in den Fels der Schweizer Alpen. Bei der Multifunktionsstelle Sedrun legt er einen exklusiven Stopp ein. Hier, 800 Meter unter Tage, führt ein Rundgang die Dimensionen des gigantischen Röhrensystems eindrücklich vor Augen. Das Kontingent ist limitiert; die Tickets sind erhältlich über die Verkaufsstellen von Swiss Travel System (www.SwissTravelSystem.com/verkaufsstellen) und kosten für Inhaber eines Swiss Travel Pass 79 Schweizer Franken (rund 73 Euro) und ohne Vergünstigung 119 Schweizer Franken (rund 109 Euro).

Die Schweiz realisiert mit dem Gotthard-Basistunnel einen weiteren Etappenschritt auf der Gotthardroute, die eine lange Geschichte aufweist: von der Säumerroute über die Gotthard-Postkutsche und schließlich die Gotthardbahn, die 1882 eröffnete. Europas neues Herzstück im Verkehr zwischen Nord und Süd weist auch ökologisch den Weg: Als Teil der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) hat der neue Gotthard-Basistunnel die Verlagerung des alpenquerenden Schwerverkehrs auf die Schiene zum Zweck. Noch ist die NEAT aber nicht vollendet. Erst mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels Ende 2020 wird die NEAT fertiggestellt – die Reisezeit zwischen Zürich und Mailand wird sich dann um 65 Minuten auf unter drei Stunden verkürzen.

Doch die bahnbrechende neue Route bedeutet längst nicht das Ende der alten. Die historische Bergstrecke über und durch den Gotthard bleibt in Betrieb. Reisende und Bahnfans haben bei der Fahrt durch das mythenumrankte Gebirgsmassiv künftig die Wahl zwischen dem Pionierwerk aus dem 19. und demjenigen aus dem 21. Jahrhundert. Auf einer Gotthard-Rundreise wird demnach klassisches Alpen-Zugfahren mit modernster Flachbahn-Hightech verbunden – und damit die Vergangenheit mit der Zukunft.

Quelle: Schweiz Tourismus

Faszinierende Themenwelt „Sasso San Gottardo“ im ehemaligen Bunker lädt ab August 2012 zum Staunen und Nachdenken ein

Wetter- und Klimasimulation im „Sasso San Gottardo“. Bild (c) by «Fondazione Sasso San Gottardo».

Die geschichtsträchtige Gotthard-Region begeistert ab Ende August 2012 mit einem faszinierenden Themenpark. In der ehemaligen Befestigungsanlage „Sasso da Pigna“ informiert neu „Sasso San Gottardo“ über den Mythos Gotthard anhand von fünf großen Themenbereichen: Mobilität und Lebensraum, Wetter und Klima, Wasser, Energie sowie Sicherheit. Sasso San Gottardo soll zu einem „Leuchtturm für den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen im 21. Jahrhundert“ werden, so die Macher.

Im 20. Jahrhundert war Sasso da Pigna eine geheime militärische Festung der Schweiz. Nun wurde die Bunkeranlage zu einer faszinierenden Themenwelt umgestaltet. Die fünf Themenbereiche Mobilität und Lebensraum, Wetter und Klima, Wasser, Energie sowie Sicherheit werden so in Szene gesetzt, dass viel Raum für die Reflexionen über natürliche Ressourcen und den schonenden Umgang mit selbigen entstehen kann.

Ausgangspunkt für die Fragestellungen, die der Themenpark aufwirft, ist der Gotthard selbst. Die Menschen haben ihn zur Alpenüberquerung erobert und seine Landschaft verändert. Der Themenbereich Lebensraum geht der Frage nach, welchen Einfluss solche Veränderung auf die Entwicklung der Gesellschaft und der Umwelt hat.

Das Gotthardmassiv ist Quellgebiet der vier großen Flüsse Rhein, Reuss, Rhone und Ticino. Dies nimmt der Themenbereich Wasser zum Anlass zu informieren, wie viel Wasser beispielsweise die Fabrikation eines Laptops oder eines Brotes benötigt und was diese wertvollen Wasserreserven für die ansonsten rohstoffarme Schweiz bedeuten.

Auch als Wetterscheide Europas kommt dem Gotthard große Bedeutung zu. Der Themenbereich Wetter und Klima setzt sich mit den aktuellen Fragen des Klimawandels auseinander. Anschaulich wird der Zusammenhang von Speicherung, Transport und Verbrauch von Energie dargestellt.

In der Gotthard-Region wird Energie produziert und gelagert, über den Gotthard wird Energie transportiert. Wie hängen Produktion, Speicherung, Transport und Verbrauch von Energie zusammen? Überschüssige Energie wird vielfach über weitläufige Netzwerke abgeleitet. In welche Abhängigkeiten haben wir uns begeben? Was erwartet uns, wenn die Technik versagt? Dies sind die Fragen, denen sich der Themenbereich Energie widmet.

Der Themenbereich Sicherheit hinterfragt den Sicherheitsbegriff und in diesem Zusammenhang werden Besucher aufgefordert, den Begriff für sich zu definieren und zu reflektieren.

„Sasso San Gottardo“ ist ein Projekt von „Progetto San Gottardo“, einem Gemeinschaftsprojekt der Kantone Uri, Tessin, Wallis und Graubünden. Ziel der vier Gotthardkantone ist, die Gotthardregion zu einem zusammenhängenden Lebens- und Wirtschaftsraum zu entwickeln – der „Regio San Gottardo“.

Weitere Informationen gibt es unter MySwitzerland.com und unter der gebührenfreien Rufnummer von Schweiz Tourismus 00800 100 200 30 mit persönlicher Beratung.

 Quelle: Schweiz Tourismus

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