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Schlagwort: Manhattan

CSI: NY 2.1 – Sommermorde

Originaltitel: Summer in the City

Inhalt

Ein Freikletterer klettert die Fassade am Empire State Building hinauf. Plötzlich verliert er den Halt und stürzt in den Tod. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als mehr: Der Tote hält ein Handy in der Hand, auf dem er den Notruf gewählt hat. Er hat im 34. Stock gegen ein Fenster geklopft. In dem dortigen Büro finden sich Spuren eines weiteren Verbrechens: der Mitinhaber einer Anwaltskanzlei wurde erschossen. Niemand hat ihn an diesem Tag gesehen, aber eine Stechmücke bringt einen entscheidenden Hinweis…
Aiden, Danny und Stella untersuchen den Todesfall eines Dessous-Designers, der auf der Treppe vor seinem Haus ermordet wurde. Der Tote trug unter seinen Sachen einen Diamant-BH im Wert von mehreren Millionen Dollar. Todesursache sind innere Blutungen – der Tote hatte einen der Diamanten verschluckt, der hat sich durch einen Schlag auf den Brustkorb in die Speiseröhre gebohrt. Doch der Diamant ist eine Fälschung…
Aiden erhält einen Anruf und verlässt das Labor – eine Frau ist vergewaltigt worden, von dem gleichen Mann, der sie schon einmal vergewaltigt hat. Damals führte Aiden die Untersuchungen. Als sie die Kleidung des Opfers untersucht, findet sie keine Fasern des Täters. Ihr Hauptverdächtiger ist ein Mann names D. J. Pratt. Sie ist von seiner Schuld überzeugt und will den Beweisen etwas nachhelfen…

Zitat

„Ich weiß, Du möchtest gerne helfen. Aber das ist nicht unsere Aufgabe!“
Stella Bonasera zu Aiden Burn

Medien

CSI: NY – Die komplette Season 2 [6 DVDs] bei AMAZON

Hinter der Story

Der Mast auf dem Empire State Building.

Das Empire State Building ist ein Wolkenkratzer im New Yorker Stadtteil Manhattan. Mit einer strukturellen Höhe von 381 Metern – bis zur Antennenspitze rund 443 Meter – war das von 1930 bis 1931 in ungewöhnlich kurzer Bauzeit errichtete Gebäude nicht nur das höchste Gebäude New Yorks, sondern bis 1972 auch höchstes Gebäude der Welt. Seit der Zerstörung des World Trade Center bei den Anschlägen des 11. September 2001 ist es bis zur Fertigstellung des Nachfolgebaus One World Trade Center wieder das höchste Bauwerk der Stadt.
Im Allgemeinen wird das Empire State Building hauptsächlich als Bürogebäude genutzt. Fast alle Etagen bis zum 86. Stock sind mit Büros belegt, vor allem von Versicherungen, Leasingagenturen, Werbeagenturen, Kanzleien und Geldinstituten. Im Gebäude sind 73 Aufzüge von Otis installiert worden, die in Schächten mit einer Gesamtlänge von 11 Kilometern verkehren.
Das Empire State Building beherbergt zwei Aussichtsplattformen. Die erste von ihnen liegt in der großen Freifläche in der 86. Etage in 320 Meter Höhe. Von dort aus hat man eine gute Sicht über ganz New York City und die Metropolregion New York. An klaren Tagen ist eine Fernsicht von über 80 km durchaus möglich. Hinauf gelangt man mit Hochgeschwindigkeitsaufzügen. Diese Aussichtsplattform gilt als eine der am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten der Welt.[1]

Zum Auftakt der zweiten Staffel zieht das Kriminallabor um. Das neue Gebäude ist wesentlich moderner und heller. Dass die Umgebung der Schauplätze sehr dunkel wirkte, war einer der Kritikpunkte, die unter anderem auch die Produzenten im Sender an der Serie hatten.
Sheldon Hawkes ist nach seinem Antrag in der letzten Folge der ersten Staffel nun in den Außendienst versetzt worden und muss sich bewähren. Sein großes Wissen kommt ihm dabei zu Hilfe.

[1] Quelle: Wikipedia, Eintrag „Empire State Building„, Autoren siehe dort

Erlebnisse in New York – Ein Inhaltsverzeichnis

An den letzten Tagen habe ich hier einige Artikel über meinen Aufenthalt in New York veröffentlicht. Der Vollständigkeit halber hier nochmal alle Berichte in einer Liste, damit Sie sichergehen können, keinen verpasst zu haben:

New York: Manhattan – Sonstiges

An dieser Stelle möchte ich noch kurz auf ein paar andere, interessante Sachen in New Yorkeingehen:

Die berühmten Kaufhäuser

Macy’s  (7th Ave Ecke 34. Straße)

Macy’s ist das größte Kaufhaus der Welt. Einst war es ein reiner Herrenausstatter und wurde Mitte 1800 eröffnet. Inzwischen kann man hier aber alles bekommen, was das Herz begehrt. Der zweite Besitzer von Macy’s, Isidor Straus, ist kein völlig unbekannter Mensch. Er kam beim Schiffsunglück Titanic ums Leben. Seine Frau ebenfalls. Von ihr stammte der berühmte Satz: “Wo du hingehst, da gehe ich auch hin.”  Sie bestieg kein Rettungsboot.
Die Kategorie der Preise geht von “kann man sich leisten” bis hin zu “ups…”. Für die Damenwelt noch ein kleiner Tip: Im Erdgeschoss gibt es Handtaschenwühltische, auf denen Taschen diverser renommierter Designer zu Schleuderpreisen verkauft werden. Direkter Zugang zu den Taschen ist Macy’s Eingang vom Broadway her. ;-)
Und noch ein Tip: Stehen Sie mit dem Gesicht den Handtaschentischen zugewandt, drehen Sie sich um und schauen Sie nach oben. Es gibt auf der anderen Seite eine Art “Galerie”. (Gibt es auf der “Handtaschenseite” auch, dort ist Starbucks untergebracht). Auf dieser “Galerie” ist ein Kundeninformationszentrum. Gegen Vorlage meines Reisepasses bekam ich eine Karte, die mir auf alle Artikel 10% Rabatt gewährte! Eine nette Verkäuferin erzählte mir das. Erkundigen Sie sich, es kann durchaus lohnend sein!

Bloomingdale’s (Lexington Ave Ecke 59th Street)


Bloomingdales’s ist ein exklusiveres Kaufhaus. Das Kaufhaus besitzt eigene Kollektionen namenhafter Designer. Entsprechend sind auch die Preise gehobenerer Klasse. Trotzdem gehört der Besuch von Bloomingdale’s zum New-York-Besuch einfach dazu. Berühmt sind die Schaufensterdekorationen. Natürlich gibt es außer Kleidung auch noch andere Dinge zu kaufen.
Bekannt sind die Einkaufstüten von Bloomingdale’s: Aus braunem Papier gefertigt haben sie einen einfachen Aufdruck: je nach Einkauf bekommt man eine “little brown bag” oder “medium brown bag”. Der Name “Bloomingdale’s” erscheint nicht, jedoch weiß jeder, woher diese Tasche kommt.
Kleiner Hinweis: Wenn Sie auf der Lexington Avenue an Bloomingdale’s vorbei weiter Norden laufen (andere Straßenseite), erreichen Sie nach wenigen Metern ein Tiergeschäft. Hier sind Welpen im Schaufenster ausgestellt. Man kann darüber geteilter Meinung sein, die Welpen werden ständig ausgetauscht, aber niedlich anzusehen ist es trotzdem!

Tiffany’s (727 5th Ave)

(südlich des Central Parks)
1837 gegründet und durch den Film “Frühstück bei Tiffany’s” Weltberühmtheit erlangt. Es gab Zeiten, da hingen im Schaufenster von Tiffany’s Schilder, auf denen “no breakfast” stand. :-)
Tiffany’s ist ein Edeljuwelier, der inzwischen aber auch hochwertige Haushaltsgegenstände verkauft. Betreten kann man das Geschäft ohne Weiteres, man ist hier an Touristen gewöhnt. Einzelne kleine Stände mit Schmuck sind in einem vornehm abgedunkelten Raum aufgebaut, aus den Glaskästen glitzert und funkelt es. Preise sieht man keine, wer hier einkauft, bei dem spielt Geld sicher keine Rolle. Durch geschicktes Verbiegen meines Halses konnte ich aber immerhin bei einem Ohrring einen Preis erkennen. Über 50.000 Dollar. Einer!
Hier sitzen die Reichen und verwöhnten Damen und lassen sich von ihren noch reicheren Männern oder Vätern gelangweilt das eine oder andere Stück präsentieren. Dahingegen ist das “gemeine Fußvolk”, zu dem wir gehörten, beeindruckt von dem wundervollen Glanz der Schmuckstücke.

Museen, die wir besucht haben

Madame Tussaud’s Wachsfigurenkabinett (42nd Street zwischen 7. und 8. Avenue, Times Square)

Sie wollten sich schon immer mit Ihrem Lieblingsstar fotografieren lassen? Dann sind Sie hier genau richtig, falls Sie ihn nicht zufällig in New York persönlich antreffen.
Hier finden Sie in verschiedenen Ausstellungsräumen diverse Berühmtheiten aus Film, Fernsehen, Musik, Sport, Politik und Geschichte. Die Ausstellungsräume sind sozusagen als “Rundgang” angelegt. Zweimal gibt es eine kurze Unterbrechung, die erste ist schon ziemlich am Anfang: Hier wird man durch ein “Horrorkabinett” geführt, was Schlimmes vermuten läßt aber wirklich harmlos ist. Wer sich trotzdem fürchtet darf gerne auch daran vorbei gehen. Die zweite Unterbrechung führt einen in eine Art Gang, in der die Herstellung der Wachsfiguren erklärt wird. Anschließend wird man in ein Kino geführt, in dem die Filmtechnik der Zukunft ausprobiert werden kann.
Meistens gibt es hier auch eine “Besonderheit”, mit der man sich fotografieren lassen kann. Dieses Mal war es Barack Obama im weißen Haus.

Einen Tip mit auf den Weg: Erfreulicherweise darf man hier fotografieren. Denken Sie aber daran, wenn Sie mit Blitz fotografieren (einige Räume sind dunkel), dann werden Sie später enttäuscht sein von den Bildern. Der Blitz spiegelt auf den Wachsfiguren und die Natürlichkeit ist weg. Also: Blitzlicht aus. Allerdings können Bilder wegen der längeren Belichtungszeit leicht verwackeln. Nehmen Sie ein Stativ (wenn Sie eins haben) oder wählen Sie eine große Blendenöffnung, um die Verschlusszeit kurz zu halten.

Guggenheim Museum (1071 5th Ave, Ecke East 89th Street; Central Park)

Nicht nur Kunstliebhaber kennen dieses Museum. Das Guggenheim Museum wurde 1959 nach den Plänen Frank Wrights fertiggestellt und ist aufgrund seiner einzigartigen Architektur weltberühmt. Besonders bekannt ist die “Spirale”, eine Art im Kreis führender Aufgang, der kurz unterhalb der Kuppel endet. Die Spirale zeigt die Wechselausstellung, im Anbau können Werke von Klee, Picasso, Miro und vielen anderen bewundert werden.
Unglücklicherweise war das Museum zu meinem Besuch gerade “verpackt”, da es von außen renoviert wurde. Daher entfallen die Bilder…

American Museum of Natural History (Central Park West, Ecke 79th Street)

Wer gerne in Museen geht, darf dieses Museum auf gar keinen Fall verpassen. In der Tat ist die Ausstellung derartig groß und weitläufig, dass man dafür schon fast einen ganzen Tag Zeit einplanen muss. Auf verschiedenen Ebenen werden Dinge gezeigt wie die Entstehung des Weltalls vom Urknall her bis zur heutigen Zeit, eine sehr beeindruckende Stein- und Mineraliensammlung, Tiere, Nachahmungen von Indianer- und Ureinwohnerstämmen Nord-, Mittel- , und Südamerikas, Artefakte, und ganz besonders beeindruckend: Die Dinosaurierausstellung im dritten Stock: Riesige Skelette der Urzeittiere, und dann der “Clou” überhaupt: Ein versteinertes Ei, in dem sich sogar noch ein Embryo befindet!
Auch hier ist fotografieren erlaubt!

Die Circle Line Fahrt

In so manch einem Reiseführer habe ich gelesen, dass man sich diese Fahrt doch eher verkneifen sollte. Nicht wegen der Aussicht. Aber die Autoren behaupten, dass das “ununterbrochene Geschwätz” der Reiseführer einem das Erlebnis versauen können. Ich persönlich habe diese Tour zweimal gemacht. Ich gebe zu, ich verstehe Englisch, von daher kann ich nicht ganz nachvollziehen, was diese Autoren sich dabei gedacht haben, als sie diesen Satz geschrieben haben. Ich empfand es als äußerst positiv, dass uns erklärt wurde, WAS wir WO denn sehen.
Nach Möglichkeit suchen Sie sich einen schönen Tag aus, um an dieser Fahrt teilzunehmen. Sie fahren/laufen Richtung Times Square, dann die 42. Straße gerade durch bis an die Westküste Manhattans. Dort ist der Pier 83. Und dort liegen die Schiffe der Circle Line.

Man kann sich aussuchen, ob man die kleine oder die große Tour möchte. Die kleine Tour geht quasi vom Pier ab Downtown (Hudson River), dann bis Mitte Manhattan gegenüberliegend (East River), dann wieder zurück. Die große Tour umfährt Manhattan komplett und dauert etwa drei Stunden. Wie bereits erwähnt, ich habe sie zweimal mitgemacht.

Nachdem Sie die Karten gelöst haben, werden Sie aufs Schiff gebracht. Bei gutem Wetter sitzt  jeder draußen, hier sind Stuhlreihen, und jeder möchte natürlich an der Reling sitzen. Ein Tip: Versuchen Sie, einen Platz auf der LINKEN Schiffsseite zu bekommen. Das Schiff legt ab und fährt Richtung Süden, so haben Sie nicht auf jedem Bild die ganze “linke Sitzreihe” mit drauf und Sie fahren direkt der Skyline entlang.  Kommen Sie zu spät, dann verzweifeln Sie nicht. Warten Sie, bis das Schiff abgelegt hat, dann stellen Sie sich links an die Reling vor den vorderen Sitzreihen. Achten Sie darauf, dass sie nicht ständig den “Erstplatzierten” im Bild stehen. Dann tolerieren die Leute Ihren Platz auch.

Das Schiff fährt Downtown, dann an der Freiheitsstatue entlang. Sollten Sie rechts sitzen, weil sonst kein Platz mehr frei war, dann bleiben Sie da. Das Schiff fährt so an der Statue vorbei, dass auch die Rechtsplazierten zu ihren Fotos kommen! Dann wieder zurück nach Manhattan, einmal um die ganze Insel unter sämtlichen Brückchen und Brücken durch. Ich fand diese Fahrt sehr schön.

Zum Abschluß meiner “Reisevorschläge für New York” noch ein paar Bilder… Ich wünsche Ihnen einen schönen Aufenthalt in New York!

New York: Manhattan – Sonstiges

An dieser Stelle möchte ich noch kurz auf ein paar andere, interessante Sachen in New Yorkeingehen:

Die berühmten Kaufhäuser

Macy’s  (7th Ave Ecke 34. Straße)

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Macy’s ist das größte Kaufhaus der Welt. Einst war es ein reiner Herrenausstatter und wurde Mitte 1800 eröffnet. Inzwischen kann man hier aber alles bekommen, was das Herz begehrt. Der zweite Besitzer von Macy’s, Isidor Straus, ist kein völlig unbekannter Mensch. Er kam beim Schiffsunglück Titanic ums Leben. Seine Frau ebenfalls. Von ihr stammte der berühmte Satz: „Wo du hingehst, da gehe ich auch hin.“  Sie bestieg kein Rettungsboot.

Die Kategorie der Preise geht von „kann man sich leisten“ bis hin zu „ups…“. Für die Damenwelt noch ein kleiner Tip: Im Erdgeschoss gibt es Handtaschenwühltische, auf denen Taschen diverser renommierter Designer zu Schleuderpreisen verkauft werden. Direkter Zugang zu den Taschen ist Macy’s Eingang vom Broadway her. 😉

Und noch ein Tip: Stehen Sie mit dem Gesicht den Handtaschentischen zugewandt, drehen Sie sich um und schauen Sie nach oben. Es gibt auf der anderen Seite eine Art „Galerie“. (Gibt es auf der „Handtaschenseite“ auch, dort ist Starbucks untergebracht). Auf dieser „Galerie“ ist ein Kundeninformationszentrum. Gegen Vorlage meines Reisepasses bekam ich eine Karte, die mir auf alle Artikel 10% Rabatt gewährte! Eine nette Verkäuferin erzählte mir das. Erkundigen Sie sich, es kann durchaus lohnend sein!

Bloomingdale’s (Lexington Ave Ecke 59th Street)

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Bloomingdales’s ist ein exklusiveres Kaufhaus. Das Kaufhaus besitzt eigene Kollektionen namenhafter Designer. Entsprechend sind auch die Preise gehobenerer Klasse. Trotzdem gehört der Besuch von Bloomingdale’s zum New-York-Besuch einfach dazu. Berühmt sind die Schaufensterdekorationen. Natürlich gibt es außer Kleidung auch noch andere Dinge zu kaufen.

Bekannt sind die Einkaufstüten von Bloomingdale’s: Aus braunem Papier gefertigt haben sie einen einfachen Aufdruck: je nach Einkauf bekommt man eine „little brown bag“ oder „medium brown bag“. Der Name „Bloomingdale’s“ erscheint nicht, jedoch weiß jeder, woher diese Tasche kommt.

Kleiner Hinweis: Wenn Sie auf der Lexington Avenue an Bloomingdale’s vorbei weiter Norden laufen (andere Straßenseite), erreichen Sie nach wenigen Metern ein Tiergeschäft. Hier sind Welpen im Schaufenster ausgestellt. Man kann darüber geteilter Meinung sein, die Welpen werden ständig ausgetauscht, aber niedlich anzusehen ist es trotzdem!

Tiffany’s (727 5th Ave)

(südlich des Central Parks)

1837 gegründet und durch den Film „Frühstück bei Tiffany’s“ Weltberühmtheit erlangt. Es gab Zeiten, da hingen im Schaufenster von Tiffany’s Schilder, auf denen „no breakfast“ stand. 🙂

Tiffany’s ist ein Edeljuwelier, der inzwischen aber auch hochwertige Haushaltsgegenstände verkauft. Betreten kann man das Geschäft ohne Weiteres, man ist hier an Touristen gewöhnt. Einzelne kleine Stände mit Schmuck sind in einem vornehm abgedunkelten Raum aufgebaut, aus den Glaskästen glitzert und funkelt es. Preise sieht man keine, wer hier einkauft, bei dem spielt Geld sicher keine Rolle. Durch geschicktes Verbiegen meines Halses konnte ich aber immerhin bei einem Ohrring einen Preis erkennen. Über 50.000 Dollar. Einer!

Hier sitzen die Reichen und verwöhnten Damen und lassen sich von ihren noch reicheren Männern oder Vätern gelangweilt das eine oder andere Stück präsentieren. Dahingegen ist das „gemeine Fußvolk“, zu dem wir gehörten, beeindruckt von dem wundervollen Glanz der Schmuckstücke.

Museen, die wir besucht haben

Madame Tussaud’s Wachsfigurenkabinett (42nd Street zwischen 7. und 8. Avenue, Times Square)

Sie wollten sich schon immer mit Ihrem Lieblingsstar fotografieren lassen? Dann sind Sie hier genau richtig, falls Sie ihn nicht zufällig in New York persönlich antreffen.

Hier finden Sie in verschiedenen Ausstellungsräumen diverse Berühmtheiten aus Film, Fernsehen, Musik, Sport, Politik und Geschichte. Die Ausstellungsräume sind sozusagen als „Rundgang“ angelegt. Zweimal gibt es eine kurze Unterbrechung, die erste ist schon ziemlich am Anfang: Hier wird man durch ein „Horrorkabinett“ geführt, was Schlimmes vermuten läßt aber wirklich harmlos ist. Wer sich trotzdem fürchtet darf gerne auch daran vorbei gehen. Die zweite Unterbrechung führt einen in eine Art Gang, in der die Herstellung der Wachsfiguren erklärt wird. Anschließend wird man in ein Kino geführt, in dem die Filmtechnik der Zukunft ausprobiert werden kann.

Meistens gibt es hier auch eine „Besonderheit“, mit der man sich fotografieren lassen kann. Dieses Mal war es Barack Obama im weißen Haus.

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Einen Tip mit auf den Weg: Erfreulicherweise darf man hier fotografieren. Denken Sie aber daran, wenn Sie mit Blitz fotografieren ( einige Räume sind dunkel), dann werden Sie später enttäuscht sein von den Bildern. Der Blitz spiegelt auf den Wachsfiguren und die Natürlichkeit ist weg. Also: Blitzlicht aus. Allerdings können Bilder wegen der längeren Belichtungszeit leicht verwackeln. Nehmen Sie ein Stativ (wenn Sie eins haben) oder wählen Sie eine große Blendenöffnung, um die Verschlusszeit kurz zu halten.

Guggenheim Museum (1071 5th Ave, Ecke East 89th Street; Central Park)

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Nicht nur Kunstliebhaber kennen dieses Museum. Das Guggenheim Museum wurde 1959 nach den Plänen Frank Wrights fertiggestellt und ist aufgrund seiner einzigartigen Architektur weltberühmt. Besonders bekannt ist die „Spirale“, eine Art im Kreis führender Aufgang, der kurz unterhalb der Kuppel endet. Die Spirale zeigt die Wechselausstellung, im Anbau können Werke von Klee, Picasso, Miro und vielen anderen bewundert werden.

Unglücklicherweise war das Museum zu meinem Besuch gerade „verpackt“, da es von außen renoviert wurde. Daher entfallen die Bilder…

American Museum of Natural History (Central Park West, Ecke 79th Street)

Wer gerne in Museen geht, darf dieses Museum auf gar keinen Fall verpassen. In der Tat ist die Ausstellung derartig gr0ß und weitläufig, dass man dafür schon fast einen ganzen Tag Zeit einplanen muss. Auf verschiedenen Ebenen werden Dinge gezeigt wie die Entstehung des Weltalls vom Urknall her bis zur heutigen Zeit, eine sehr beeindruckende Stein- und Mineraliensammlung, Tiere, Nachahmungen von Indianer- und Ureinwohnerstämmen Nord-, Mittel- , und Südamerikas, Artefakte, und ganz besonders beeindruckend: Die Dinosaurierausstellung im dritten Stock: Riesige Skelette der Urzeittiere, und dann der „Clou“ überhaupt: Ein versteinertes Ei, in dem sich sogar noch ein Embryo befindet!

Auch hier ist fotografieren erlaubt!

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Die Circle Line Fahrt

In so manch einem Reiseführer habe ich gelesen, dass man sich diese Fahrt doch eher verkneifen sollte. Nicht wegen der Aussicht. Aber die Autoren behaupten, dass das „ununterbrochene Geschwätz“ der Reiseführer einem das Erlebnis versauen können. Ich persönlich habe diese Tour zweimal gemacht. Ich gebe zu, ich verstehe englisch, von daher kann ich nicht ganz nachvollziehen, was diese Autoren sich dabei gedacht haben, als sie diesen Satz geschrieben haben. Ich empfand es als äußerst positiv, dass uns erklärt wurde, WAS wir WO denn sehen.

Nach Möglichkeit suchen Sie sich einen schönen Tag aus, um an dieser Fahrt teilzunehmen. Sie fahren/laufen Richtung Times Square, dann die 42. Straße gerade durch bis an die Westküste Manhattans. Dort ist der Pier 83. Und dort liegen die Schiffe der Circle Line.

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Man kann sich aussuchen, ob man die kleine oder die große Tour möchte. Die kleine Tour geht quasi vom Pier ab Downtown (Hudson River), dann bis Mitte Manhattan gegenüberliegend (East River), dann wieder zurück. Die große Tour umfährt Manhattan komplett und dauert etwa drei Stunden. Wie bereits erwähnt, ich habe sie zweimal mitgemacht.

[singlepic id=232 w=320 h=240 float=center]

Nachdem Sie die Karten gelöst haben, werden Sie aufs Schiff gebracht. Bei gutem Wetter sitzt  jeder draußen, hier sind Stuhlreihen, und jeder möchte natürlich an der Reling sitzen. Ein Tip: Versuchen Sie, einen Platz auf der LINKEN Schiffsseite zu bekommen. Das Schiff legt ab und fährt Richtung Süden, so haben Sie nicht auf jedem Bild die ganze „linke Sitzreihe“ mit drauf und Sie fahren direkt der Skyline entlang.  Kommen Sie zu spät, dann verzweifeln Sie nicht. Warten Sie, bis das Schiff abgelegt hat, dann stellen Sie sich links an die Reling vor den vorderen Sitzreihen. Achten Sie darauf, dass sie nicht ständig den „Erstplatzierten“ im Bild stehen. Dann tolerieren die Leute Ihren Platz auch.

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Das Schiff fährt Downtown, dann an der Freiheitsstatue entlang. Sollten Sie rechts sitzen, weil sonst kein Platz mehr frei war, dann bleiben Sie da. Das Schiff fährt so an der Statue vorbei, dass auch die Rechtsplazierten zu ihren Fotos kommen! Dann wieder zurück nach Manhattan, einmal um die ganze Insel unter sämtlichen Brückchen und Brücken durch. Ich fand diese Fahrt sehr schön.

Zum Abschluß meiner „Reisevorschläge für New York“ noch ein paar Bilder… Ich wünsche Ihnen einen schönen Aufenthalt in New York!

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New York: Der Central Park – Die grüne Lunge Manhattans

Der Central Park

Für den Central Park alleine sollte man einen Tag Zeit einplanen.

Der riesige Park wurde von den Landschaftsarchitekten Olmested und Vaux geplant und sollte im Kontrast zu dem immer hektischer und größer werdenden Manhattan stehen. Hier sollte Manhatten sein „ursprüngliches“ Gesicht zeigen können. 1873 wurde der Park eröffnet. Ein Ort der Ruhe und Entspannung.

Hat man den Eingang des Parks im Süden erreicht, bieten verschiedene Transportmittel ihre Dienste an. Beliebt sind die Fahrradtaxis und natürlich die geschmückten Pferdekutschen.

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Soweit ich informiert wurde, befördern einen die Transportmittel nur in den südlichen Teil des Parkes –  da wir einen ausgiebigen Spaziergang geplant hatten, gingen wir zu Fuß.

Wir betraten den Park im Süden von der 59. Street Ecke 5th Ave. Von dort liefen wir leicht mittig orientiert den Weg entlang Richtung Norden. Vorbei an Gesteinsformationen, kleinen Brückchen und riesigen Grünflächen, auf denen sich bereits die ersten Sonnenanbeter räkelten.

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Wir hatten Glück im Mai, es war schönes Wetter, alles fing an zu blühen oder blühte bereits. Uns bot sich ein farbenprächtiges Bild. Und trotzdem, gerade hier am Anfang hat der Park etwas Irreales – man läuft durch eine wunderschöne Natur und im Hintergrund erheben sich die hohen Gebäude Manhattans. Sogar die Türme des World Trade Centers soll man von hier gesehen haben.

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Obwohl große Straßen parallel zum Park entlang führen, ist es im Park selber erstaunlich ruhig.

Wir erreichten „The Mall“. The Mall ist eine Allee, die direkt zur „Bethesda Terrace“ führt. Entlang der Allee stehen unzählige Bänke, auf die man sich auch mal setzen sollte. Im Schatten zahlreicher Ulmen hat man direkte Sicht auf die Leute, die vorbeigehen. Hier trifft man auf andere Spaziergänger, Sportler, die vorbeihechten, Darsteller, Musiker, Hundesitter, wie man sie aus dem Fernsehn kennt, mit fünf Leinen pro Hand, skurrile Gestalten, die sich für Künstler halten und Brautpaare, die sich für die Extrabeilage der Sunday Times fotografieren lassen. Die kleine Pause lohnt sich, glauben Sie mir.

Wir bummelten weiter zur „Bethesda Terrace“ mit „Fountain“. Ein schöner Ort, mit großer Freitreppe und sehr reizvoll  angelegten Blumenbeeten.

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Direkt dahinter kann man auch schon das „boat house“ sehen, ein Restaurant am See „The Lake“ mit Terasse zum Wasser. Ein wirklich idyllischer Ort, wären nicht an der Freitreppe fanatische – ich vermute sehr reiche – Ehefrauen gewesen, die unter der Anleitung militärisch schreiender personal trainer unzählige Male die Treppe hoch und runter rannten.

Wir liefen weiter zum „boat house“. Hier konnten wir nicht hinein, da offenbar gerade ein Film gedreht wurde. Soweit ich aber der Karte entnehmen konnte, hat es recht moderate Preise. Und ein großes Positivum: Die Toiletten können auch von außen betreten werden! Vor dem „boat house“ schaukeln Ruderboote im Wasser, daher nehme ich an, dass man hier auch dieselbigen mieten kann.

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Von hier machten wir einen kleinen Abstecher nach Osten, quasi im rechten Winkel zum „boat house“. Man kommt auf direktem Wege zum „conservatory water“, einem kleinen Teich. Hier ist das Mekka der Modellbootliebhaber. Sie sind sich nicht sicher, ob sie die richtige „Pfütze“ gefunden haben, weil grad zufällig kein Modellboot zu sehen ist? Halten Sie Ausschau nach den Statuen von „Alice im Wunderland“ und „Hans Christian Anderson mit seiner Ente“. Wenn Sie diese entdeckt haben, dann sind Sie richtig!

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Zurück am „boat house“ wanderten wir weiter Richtung Norden bis zum Obelisk, auch „Cleopatra’s Needle“ genannt. Er war ein Geschenk Ägyptens. Die Hieroglyphen darauf ehren die Taten von Tutmosis II.

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Weiter ging’s Richtung Norden, bis wir das „Jacky Kennedy Onassis Reservoir“ erreichten. Hierbei handelt es sich um einen „See“, genauer gesagt ein großes Trinkwasserreservoir, das nach ihrem Tod zu ihren Ehren diesen Namen erhielt. Kreisrund angelegt ist das Reservoir ein Ort der Sportler, ein Joggingpfad führt um das Reservoir herum. Wir umrundeten ihn trotzdem, wenn auch im moderatem Schritttempo!

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An dieser Stelle möchte ich noch eine Warnung ausgeben:

1. Es wird nicht empfohlen, nördlicher als das Reservoir zu wandern! Der Park geht noch ein bedeutendes Stückchen weiter, allerdings wird es hier einsamer. Hier gilt der Park nicht mehr als sicher was Gewalt und Überfälle angeht!

2. Besuchen Sie den Park ausschließlich bei Tageslicht! Sobald die Dämmerung einsetzt, verlassen Sie den Park! Das ist die Zeit der zwielichtigen Gestalten und Dealer, denen sollten Sie nicht in die Quere kommen!

Der Rückweg führte uns westlich des Reservoirs Richtung Süden. Wir durchquerten „Shakespeare’s Garden“, eine gepflegte Gartenanlage bis zum „Belvedere Castle“, von dem man eine herrliche Aussicht hat. Er wird auch das „Märchenschloss“ genannt. Hier erhält man auch nützliche Hinweise über Flora und Fauna des Parkes. (er enthält übrigens über 50% sämtlicher Vogelarten, die es in den USA gibt! Und das in einer solchen Großstadt!)

Wir liefen am Westufer des Sees „The Lake“ entlang bis zu den „Strawberry Fields“. Dieser Teil des Parkes wurde von Yoko Ono finanziert, der Witwe John Lennons, und liegt gegenüber den „Dakota Appartments“, in denen sie heute noch lebt und vor denen John Lennon von einem verwirrten Fan erschossen wurde.

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Ein schwarz-weißes Mosaik mit den Worten „Imagine“ soll an John Lennon erinnern. Dieses Wort stammt aus einem von ihm geschriebenen Textsong.

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Von dort aus ging es weiter Richtung Süden, vorbei an einem ehemaligen Schafsstall „Tavern of the Green“, der zu einem Restaurant umgebaut wurde. Hier kann man essen oder an der Bar einen Drink einnehmen.

Schließlich verließen wir den Park wieder am Südende am „Columbus Circle“.

Fazit: Ein wunderschönes Fleckchen Natur! Auf keinen Fall verpassen! Sollte Ihnen der Spaziergang zu lang sein, können Sie jederzeit den Park auch unterwegs verlassen. Überall führen kleine Wege rechtwinklig von den Hauptwegen zurück zu den großen Straßen. So kann man den Park auch „etappenweise“ erkunden. Die sportlichen Leute unter uns werden sich freuen zu hören, dass man hier auch Mountainbikes mieten kann und an einer geführten Tour teilnehmen kann!

Und die Reihe über New York ist noch nicht beendet. Es geht noch weiter…

New York: „Erweitertes“ Midtown, Teil 2

Um diesen Teil Manhattans zu erkunden wählten wir bewußt einen Sonntag, denn hierbei handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um eine Erkundungstour.

Wir starteten wieder Höhe Madison Square Garden und hielten uns östlich, bis wir zum Broadway kamen. Auf dem Broadway liefen wir dieses Mal Richtung Süden.

Schon nach kurzer Zeit kommt man an eine Straßengabelung (Broadway/ 5th Ave), und dort fällt einem gleich ein merkwürdig geformtes Gebäude ins Auge. Das Flatiron Building. Dieses Gebäude ist aufgrund seiner Architektur und seiner Einzigartigkeit mein absoluter Favorit.

Flat Iron Building

Die ungewöhnliche Form dieses Gebäudes fällt dem Betrachter schon von Weitem ins Auge. Je nach Blickwinkel erscheint es dreieckig (flat iron = Bügeleisen) oder auch einfach nur als hohe Wand. 1902 fertiggestellt war es damals mit seinen 22 Stockwerken das höchste Einkaufszentrum Manhattans. Heute sind dort Bürogebäude untergebracht. Besonders schön finde ich den Stuck an der Fassade.

Aufgrund seiner eigenartigen Form entstehen an diesem Gebäude Fallwinde. Daher wehte es den feinen Damen Anfang des 19. Jahrhunderts oft ganz plötzlich den Rock hoch. Die Herren wußten das und legten sich auf die Lauer. Das Ganze ging so weit, dass schließlich extra Polizisten abgestellt wurden, um die Herren von dem Platz zu vertreiben.

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Wir wechselten nun vom Broadway auf die 5th Avenue und liefen weiter Richtung Süden.  Die 5th Avenue führt direkt zum Washington Square Park, einer kleinen Grünfläche, die aber leider uns nicht zugänglich war.

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Von hier aus starteten wir westlich unsere Erkundungstour durch die verschiedenen kleinen Stadtteile. Hier finden sich keine „bedeutenden Sehenswürdigkeiten“. Daher verzichte ich auf die Fotos. Das Flair, das von diesen Stadtteilen ausgeht, kann man leider nicht mit dem Fotoapparat einfangen. Daher erläutere ich nur kurz ein paar Eckpunkte der Stadtteile.

Greenwich Village (westlich gelegen)

Greenwich Village ist das Viertel der Unkonventionellen. Als dieses Viertel entstand, legten die Bewohner sehr viel Wert auf ihren Individualismus. Das drückt sich schon darin aus, dass Manhattan überall von einem rechtwinkligen Straßennetz überzogen ist, aber eben in Greenwich Village nicht. Als Zeichen ihrer Andersartigkeit bestanden die Bewohner darauf, dass hier die Straßen „kreuz und quer“ verlaufen. Deshalb verläuft sich der sonst eher ans Raster gewohnte New Yorker hier gerne.

Hier lebten viele Künster und Musiker. Unbekannt ist Greenwich Village sicher nicht, traten hier doch unter anderem Jimi Hendrix und Bob Dylan auf. Zudem verläuft in Greenwich Village die „Christopher Street“. 1969 gab es in einer Bar in dieser Straße einen großen Aufstand, und daraus entstand die heutige Schwulenbewegung.

Little Italy

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Ende des 19. Jahrhunderts wanderten viele Italiener – hauptsächlich aus dem Süden Italien stammend – nach Manhattan aus und lebten unter katastrophalen Bedingungen in dem Viertel zwischen Canalstreet und East Houston Street. Sie nannten ihr Viertel „little Italy“. Katastrophal waren die Bedingungen deshalb, weil die Menschen zusammengepfercht wie die Tiere hausen mussten, immerhin lebten in 27 Häuserblocks bis zu 40 000 Menschen! Man kann sich vorstellen, was das bedeutet. Krankheiten breiteten sich aus. Von Hygiene ganz zu Schweigen. Die Arbeitsbedingungen waren schlecht.

Heutzutage wohnen in Little Italy kaum mehr Italiener, aufgrund der hohen Mieten sind die meisten in andere Stadtteile New Yorks gezogen. Was heute noch an Italien erinnert sind die vielen italienischen Restaurants mit guten Preisen und die italienischen Fähnchen, die das Viertel schmücken. Wer einmal gut italienisch essen möchte, sollte sich in den Norden Little Italys begeben („North of Little Italy“, „Nolita“ abgekürzt). Nolita beginnt oberhalb der Spring Street. Hier hat es ausgezeichnete Restaurants und Cafes. Inzwischen gibt es auch hier Designerläden.

Chinatown

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Von Chinatown in Manhattan hat zumindest mal jeder schon gehört. Chinatown ist eine eigene kleine Stadt und eine eigene Welt. Südlich von Little Italy gelegen breitet es sich aber unaufhaltsam Richtung Norden aus und hat Little Italy inzwischen auch schon „infiltriert“. Wenn man hier entlangbummelt, hört man kaum ein englisches Wort. Überall hängen die „typisch“ chinesischen Schilder mit Zeichen, die man gar nicht lesen kann. Es gibt viele Verkaufsstände mit Fisch und Gemüse. Das kann man auch riechen.

Hier gibt es viele günstige Restaurants. Sonntags geht man gerne nach Chinatown zum Brunchen, das „Dim Sum Brunch“ ist bekannt. Es findet in riesigen Hallen statt und die Preise sind gut. Die Menschen dort sind freundlich.

Chinatown ist aber auch das Paradies der nachgemachten Designersachen. Hier findet man alles, von Handtaschen bis Uhren, Schmuck etc. Händler preisen die Sachen an, man wird regelrecht bedrängt. Ist man mit der Auslage nicht zufrieden, so kann es einem passieren, dass man in eine riesige Lagerhalle geführt wird, in der sich die Duplikate bis zur Decke stapeln. Es wird sich doch was finden lassen! Hier möchte ich aber daran erinnern – so groß die Versuchung ist, denken Sie dran, wenn Sie am Zoll gefilzt werden, kann das richtig Ärger geben!

Aber nicht alles ist Gold, was glänzt. Hinter dieser Fassade herrscht in Chinatown Armut und Elend. Diese Zustände erinnern fast schon an Little Italy im letzten Jahrhundert. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Leute, die dort wohnen, sind miserabel. Hier leben die Menschen immer noch zusammengepfercht und zahlen lächerlich hohe Mieten für ihre Behausungen. Gesetze, die vom Bundesstaat New York erlassen wurden, gelten hier nicht. Chinatown wird von eigenen Leuten regiert. Das darf man nicht vergessen: Chinatown liegt fest in der Hand der Triaden, der chinesischen Mafia.

East Village

East Village ist ein Viertel, in dem man wunderbar einkaufen kann. Allerdings ist es auch ein sehr exzentischer Stadtteil. Hier lebten und leben auch immer noch viele Radikale. Wer auf Pircings und Tätowierungen steht, ist hier genau richtig. Wer das New Yorker Nachtleben genießen möchte, der sollte hierher kommen. Hier steppt der Bär!

Wem jetzt noch nicht die Füße weh tun, der kann sich an die Ostküste Manhattans zum Pier 17 durchschlagen. Hier gibt es mit die besten Fischrestaurants von ganz New York. Direkt von der „Spitze“ des Piers aus hat man einen traumhaften Blick auf die Brooklyn Bridge.

Die Brooklyn Bridge

Die Brooklyn Bridge ist weltbekannt. Einst war sie die längste Hängebrücke der Welt. So wirkt sie aber aus diesem Blickwinkel nicht. Aber laufen Sie mal drüber!

Die Brooklyn Bridge wurde im neugotischem Stil erbaut. Ihre beiden 83 m hohen Türme wurden 1883 fertiggestellt. So komplikationslos verlief der Bau der Brücke aber nicht. Insgesamt 27 Menschen verloren beim Bau der Brücke ihr Leben.

Johann Augustus Roebling erstellte die Baupläne und übernahm das Projekt. Als er die Baustelle besichtigte, zerquetschte ihm eine Fähre den Fuß. Das überlebte er zwar, allerdings starb er kurze Zeit später an Tetanus. Das Projekt wurde von seinem Sohn übernommen. Dieser hatte eine neue Technik: Die „Caissons“, Kästen ohne Boden, die unter Wasser verankert wurden und mit Pressluft gefüllt wurden. So konnten die Arbeiter unter Wasser die Brückenpfeiler bauen. Leider stiegen sie zu schnell auf und erlitten Lähmungen, einige starben sogar. Keiner wußte, was das war.

Heute weiß man es besser. Es ist die Caissonkrankheit, die auftritt, wenn man aus großer Tiefe zu schnell aufsteigt. Auch Roeblings Sohn erkrankte daran, starb zwar nicht, konnte sein Leben aber nur noch unter Morphium ertragen.

Die Brücke wurde trotzdem weiter gebaut und 1883 fertiggestellt, und zwar unter der Leitung der Ehefrau des Erkrankten. Dies war eine Sensation. Die Brücke war so schön geworden, dass sie auch als das 8. Weltwunder bezeichnet wurde.

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Hier endete unsere Erkundungstour. Wir haben viele Eindrücke mitgenommen, vor allem vom „richtigen Leben“ in New York, was man in diesen Vierteln hautnah spüren kann. Aber auch die Viertel an sich sind hübsch. Dort „sieht“ man auch, dass hier Menschen  wohnen und leben. Achten Sie besonders in Soho auf die Häuser, sie wirken wie jedes andere Haus auch. Typisch sind die Leitern an der Häuserfront. Doch wagen sie auch mal einen Blick aus der Nähe. Die Häuser sind nicht aus Stein, sondern gußeisern!

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Fazit:

Viele New-York-Besucher hetzen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Da in diesen Vierteln eben keine „Berühmtheit“ vorzufinden ist, werden sie gerne stiefmütterlich behandelt. Ich bin jedoch der Meinung, dass man diesen Viertelbummel auf gar keinen Fall verpassen sollten. Setzen Sie sich in ein Straßencafé und lassen Sie die Umgebung auf sich wirken. Ich wünsche Ihnen, dass Sie dabei genau so viel Spaß haben werden wie ich!

New York: Lower Manhattan oder auch „Downtown“, Teil 2

Im ersten Teil des Berichts kamen wir bis zur Staten Island Ferry. Im zweiten Teil gehen wir zurück Richtung Norden.

Von der Südspitze Manhattans aus liefen wir den berühmten Broadway hoch Richtung Wall Street. Der Broadway ist bekannt, viele kennen ihn als Einkaufsstraße oder von Shows her. Tatsächlich jedoch zieht sich der Broadway einmal längs durch Manhattan.

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Bereits nach wenigen Schritten trifft man auf eine Verkehrsinsel. Dort steht ein bronzener Stier – das Symbol der Finanzkraft. Warum der Stier? Ich habe Gerüchte gehört, dass die Börse eines Aprils gegründet worden sei, das Sternzeichen des Aprils ist der Stier. Ob das allerdings stimmt, möchte ich hier nicht behaupten. Ein viel fotografiertes Objekt ist der Stier jedoch allemal. Man muss schon ein bisschen Glück haben, wenn man ihn „alleine“ aufs Bild kriegen möchte.

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Bereits wenige Schritte weiter trifft man auf eine Querstraße, und hier ist sie, die berühmte Wall Street. Sie heißt so, weil hier wirklich einst eine hölzerne Befestigungsmauer gestanden hat. Sie diente der Verteidigung. New York hieß früher einmal „Nieuw Amsterdam“, denn hier ließen sich zuerst mal die Holländer nieder. Nieuw Amsterdam musste sich verteidigen, gegen die Indiander und gegen die Briten, die bereits die Ostküste besiedelt hatten. Die Mauer hielt aber nicht lange stand, und so wurde aus Nieuw Amsterdam New York.

Hier, in der Wall Street, befindet sich die Börse. Die Börse wurde Ende des 17. Jahrhunderts von 24 Maklern unter einer Platane in der Wall Street gegründet. Vom Broadway aus erkennt man sie zuerst nicht, gucken Sie aber nach rechts, denn sehen Sie bereits die ersten Absperrungen, hier kann man nicht mit dem Auto auf die Wall Street fahren. Laufen Sie die kleine Straße herunter, dann stehen Sie vor der wunderschönen Front – Fassade mit der amerikanischen Flagge. Betreten kann man die Börse jedoch nicht mehr, sie ist weitläufig abgesperrt, Wachleute patrouillieren davor und sogar Scharfschützen mit MGs stehen davor. Aber keine Angst. Wenn Sie die Scharfschützen nett bitten, dann machen Sie vielleicht sogar ein Foto mit Ihnen!

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An dieser Stelle möchte ich noch einmal an den 11. September erinnern. Als ich davor stand und das Gebäude so betrachtete, versuchte ich mir vorzustellen, wie hektisch es jetzt wohl da drinnen zugehen würde. Und dann fiel mir ein, dass die Börse am 11. September erst geschlossen wurde, nachdem der erste Turm des World Trade Centers kollabiert war. Wenn man sich vorstellt, wie hoch die Türme waren und wie dicht die Börse am Ground Zero liegt, dann können sich die Börsenmakler glücklich schätzen, dass die Türme wie Kartenhäuser zusammenstürzten und nicht „abgebrochen“ sind.

Schräg gegenüber der Börse sieht man die Statue von George Washington vor dem Federal Hall National Memorial. Dieses Memorial erinnert an die eigentliche Federal Hall, die an dieser Stelle bis Mitte des 18. Jahrhunderts stand. Hier fanden einige historische Ereignisse statt, zum Beispiel wurde dort 1776 die Unabhängigkeitserklärung verlesen.

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Geht man wieder zurück auf den Broadway, so steht man vor New Yorks berühmtester Kirche: Der Trinity Church. Die Trinity Church brannte zur Zeit der Unabhängigkeitserklärung ab, wurde aber im neugotischen Stil wieder errichtet. Damals überragte sie stolz die umliegenden Häuser… heute übersieht man sie fast zwischen den Wolkenkratzern. Zur Kirche gehört ein kleiner Friedhof, auf dem einige berühmte Menschen liegen. So zum Beispiel Alexander Hamilton, der in einem Duell in New Jersey (das Duellieren war in New York verboten) erschossen wurde.

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Weiter Richtung Norden trifft man auf einen der schönsten Wolkenkratzer: Das Woolworth Building. Das Woolworth Building ist meiner Meinung nach etwas Besonderes. Es unterscheidet sich von der sonst eher futuristisch gehaltenen Skyline durch seine gotischen Bauelemente und wirkt dadurch richtig edel. „Kathedrale des Kommerzes“ wird es auch bezeichnet. Frank Woolworth – der Gründer der Kette – nahm sich damals vor, ein Kaufhaus zu gründen, in dem nichts teurer war als 5 Cent. Ein schöner Plan, der aber erst auf den zweiten Anlauf klappte. In der 3stöckigen Eingangshalle ist er verewigt, als Gnom, der seine 5 Cent Stücke zählt. Leider konnten wir uns nicht persönlich davon überzeugen, denn das Gebäude war gerade für Besucher gesperrt.

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Hier endete unsere Downtown Tour. Aber der Bericht über New York geht noch weiter…

New York: Lower Manhattan oder auch „Downtown“, Teil 1

Die „Downtown“ Tour

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Die meisten Besucher zieht es heute immer noch zum Ground Zero, dem Ort, an dem einst die Twin Tower des World Trade Centers standen. Noch heute trauern viele Menschen um die Wahrzeichen der Skyline Manhattans. Zuerst schimpfte man zwar über die „Einfallslosigkeit“ des Architekten in den 1970er Jahren, dann jedoch gewannen die Menschen die Türme lieb. Sie waren auch eine gute Orientierungshilfe, denn wenn man aus der Metro ausstieg und Ausschau nach ihnen hielt, wußte man gleich, wo Norden, Süden, Osten und Westen ist und in welche Richtung man laufen musste.

Wir nahmen die Metro „E“ bis zur Rector Street. 2007 konnte man noch an der Cortlandtstreet aussteigen, diese Haltestelle ist aber nun gesperrt. Ein paar Schritte zurück Richtung Norden, da ist der Ground Zero auch schon. Heute immer noch eine riesige Baustelle, die von hohen Maschendrahtzäunen umgeben ist, die mit Plakaten verhängt sind. Im Gegensatz zu 2007 erkennt man jetzt allerdings schon das Fundament eines der neuen Türme/ Bauten.

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An dem südlichen Weg des Ground zeros gibt es das „Tribute WTC Visitor Center“ (120 Liberty Street), direkt neben einer kleinen Feuerwache.

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Hier kann man sich für eine Führung anmelden, die um den Ground Zero sowie durch die World Financial Centers (WFC) geht. Von den WFCs hat man einen schönen Ausblick ganz ohne Zaun in den Ground Zero. Ich machte die Führung 2007 mit, sie wurde damals von einem Feuerwehrmann und einer Frau gehalten, die beide am 11. September persönliche Schicksalschläge hinnehmen mussten. Die Führung wurde  nur auf Englisch gehalten, das Schulenglisch reichte allerdings aus. Diese Führung hat mich zutiefst bewegt, ich möchte sie wirklich jedem ans Herz legen.

Anschließend besuchten wir die kleine St Paul’s Chapel, eine kleine Kirche mit kleinem Friedhof, in dem schon George Washington gebetet hat. Sie ist die älteste Kirche Manhattans überhaupt. Wie durch ein Wunder nahm sie beim Zusammensturz der Twin Tower nicht den geringsten Schaden. Heute ist die Kirche vorallem Gedenkstätte der Opfer und umgekommenen Helfer sowie ein Ort der Dankbarkeit für die Überlebenden. Betrachtet man die vielen Briefe und Bilder, kommt es einem so vor, als ob man selber einen Verwandten hier verloren hat. Wir kannten die Bilder nur aus dem Fernsehen, hier wird es einem richtig bewußt, dass der 11. September eben doch Realität war. Auf dem kleinen Friedhofsgelände steht seit dem ersten Jahrestag des Unglücks die „Bell of Hope“, eine bronzene Glocke, ein Geschenk Londons an die New Yorker als Zeichen des Mitgefühls und der Empathie.

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Nach diesen Eindrücken, die uns ziemlich betroffen gemacht hatten, brauchten wir erst einmal eine kleine Aufmunterung. Und was machen zwei Frauen da am Besten? Natürlich – sie gehen einkaufen. Das kann man ausgiebig und gut im „Century 21“, angeblich New Yorks bestgehütetestes Geheimnis. Das Kaufhaus befindet sich unmittelbar am Ground Zero in der Cortlandtstreet. Direkt neben dem Hilton Millenium Hotel. Auf mehreren Etagen findet man einfach alles, Kleidung, Schuhe, Handtaschen, Parfüm… sowohl für Männer als auch für Frauen. Das „Century 21″ ist berühmt für seine guten Preise, man findet auch echte Designermode (DKNY, Juicy Fruit, Versace…) zu Discounterpreisen. Allerdings sollte man sich die Zeit nehmen, gerade bei der Designermode die Teile genau anzuschauen. Manche Sachen sind erste Sahne, andere sind schon ziemlich ramponiert. Wir haben es folgendermaßen gemacht: Bummeln, gucken, nachdenken, zu einem anderen Zeitpunkt wiederkommen und zuschlagen. Sonst gerät man womöglich in einen Kaufrausch. Und die Tüten stören beim weitern Bummel nur!

Mit einem Kaffee von Starbucks gegenüber schlenderten wir weiter zu den World Financial Centers. Im WFC 3 findet man den “ Wintergarden“, von außen schon an dem grünen Bogen erkennbar.

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Dieses Gebäude hat draußen eine schöne Terasse mit Restaurant mit moderaten Preisen. Dort aßen wir fast direkt am Wasser ( Hudson River) und genossen die Aussicht auf die Skyline von New Jersey.

Nach dem Essen bummelten wir die Promenade von Battery Park City (so heißt das Gebiet) am Hudson River entlang downtown zum Battery Park (Südspitze Manhattans). Battery Park City gehört nicht ursprünglich zur Insel Manhattan sondern wurde aufgeschüttet. Als in den 1970er Jahren das World Trade Center gebaut wurde, wusste man nicht wohin mit dem Aushub – und so wurde kurzerhand die Insel um Battery Park City „erweitert“.

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An der Südspitze angekommen hat man eine wundervolle Aussicht auf die Freiheitsstatue und Ellis Island. Natürlich kann man dorthin mit dem Schiffchen fahren, mit der Circle Line. Karten für diesen Ausflug erhält man im „Castle Clinton“, ein nicht zu übersehender runder Bau an der Südspitze. Hier sollte man allerdings mit langen Wartezeiten rechnen. Die Warteschlangen am Pier können bis in die Stadt reichen!

Die Freiheitsstatue kennt jeder. Sie war ein Geschenk Frankreichs an Amerika. Ab diesem Jahr darf man auch wieder hoch auf die Krone, wir hatten allerdings Pech, denn sie wurde gerade geputzt. Daher schenkten wir uns diese Fahrt, denn man sieht sie im Vorbeifahren besser als wenn man direkt zu ihren Füßen steht.

Ellis Island ist ein Besuch für historisch Interessierte wert. Eine Insel, über die Generationen vor uns Emmigranten eingewandert sind. Voller Hoffnung auf ein neues und besseres Leben. Ellis Island war dabei die größte Hürde, die es zu überwinden galt. Schiffspassagiere der 1. und 2. Klasse konnten diese Hürde umgehen, sie wurden bereits an Bord abgefertigt. Aber die Menschen der 3. Klasse mussten über Ellis Island, hier hatten sie teilweise wochenlange Aufenthalte in denen sie überprüft und untersucht wurden. Für manch einen endete hier der Traum, denn es wurden auch immer wieder Einwanderer abgewiesen. Die Unterkünfte, in denen sie bis zur Abschiebung wohnen mussten, gleichen Kerkern. Schritt für Schritt kann man auf Ellis Island den Einwanderungsprozeß verfolgen und Originalgegenstände aus der Zeit bestaunen.

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Hier möchte ich noch einen kleinen Tip loswerden. Ebenfalls von der Südspitze aus geht die „Staten Island Ferry“, die hübschen roten Fähren, die zwischen Manhattan und Staten Island hin und her pendeln. Wer gerne mal die Skyline von Südmanhattan genießen will, der fährt einfach einmal nach Staten Island und wieder zurück. Diese Fahrt ist nämlich kostenlos!

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…wird fortgesetzt

New York – die Einführung und Tipps

NEW YORK

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I want to wake up  in a city that never sleeps…

Schon Frank Sinatra besang den Big Apple und bis heute ist New York noch immer ein Traumziel für Urlauber und auch Auswanderer.

Urlaubsziel  New York, aber eigentlich ist das so nicht richtig formuliert. Ganz New York besuchen nur wenige, wenn man von „New York“ spricht, dann meint man doch eigentlich die Insel Manhattan. Und die wiederum ist nur ein Stadtteil von New York.

New York ist ein Bundesstaat der USA und besteht eigentlich aus 5 Stadtteilen:

  • Die Bronx
  • Brooklyn
  • Queens
  • Staten Island
  • Manhattan

Manhattan erhielt seinen Namen von den Algonkin Indianern und bedeutet so viel wie „Insel der Hügel“. Auf den ersten Blick erscheint Manhattan gar nicht so hügelig, unternimmt man aber eine Wanderung im Central Park, trifft man doch das ein oder andere Mal auf ein Hügelchen. Hier wurde die Insel in ihrem „Rohzustand“ belassen.

Das Leben auf Manhattan ist teuer. Sehr teuer sogar. Besonders im Servicebereich fällt das auf. Dort reicht der Arbeitslohn gerade mal für die Miete ( eine 1 – 1 1/2-Zimmer-Wohnung kostet auf Manhattan im Durchschnitt 1700 – 1800 Dollar), das eigentliche Leben dieser Menschen wird durch die „Tips“ (Trinkgelder) finanziert.

Aber bevor ich loslege, von meiner Reise zu berichten, erst mal ein paar Anmerkungen:

Wissenswertes:

  • Über die Einreise habe ich bereits im Artikel „Las Vegas“ berichtet. Das liegt daran, dass wir von Zürich aus über New York nach Las Vegas fliegen mussten.
  • Wir landeten am Flughafen JFK. Die Frage ist nun, wie kommt man am billigsten nach Manhattan? Denn der Flughafen liegt immerhin in Queens. Pauschalreisende werden den Transfer inclusive haben. Aber was machen die unabhängig Reisenden wie wir? Man kann mit einem Taxi fahren. Den Preis weiß ich nicht, könnte mir aber vorstellen, dass das teuer wird. Soweit ich weiß, fahren die Taxis nach einem Einheitspreis, allerdings sind da Brückengebühren und Schnellstraßengebühren nicht enthalten und müssen gesondert entrichtet werden. Bus? Könnte ich mir schwierig vorstellen, erst mal den richtigen Bus rauszusuchen und dann noch die richtige Haltestelle zu finden. Und das nach einem 8-9 Stunden langen Flug. Die einfachste Methode ist die Metro (U-Bahn). Wir verlassen dazu das Flughafengebäude und folgen den Schildern „Airtrain“. Der Airtrain fährt zirkulär um den Flughafen herum. Reisende nach Manhattan verlassen den Airtrain bitte an der „Jamaica Station“. An der Jamaica Station angekommen hält man sich den Schildern nach Richtung Metro. Die Metro „E“ fährt auf Manhattan, wir fuhren ohne Umsteigen bis zur „Penn Station“, die auch unser Endziel war. Theoretisch kann man auch mit der „LIRR“ (Long Island Rail Road) fahren, diese jedoch kostet extra. Sollten Sie sich darauf eingestellt haben, Manhattan vorzugsweise zu Fuß zu erkunden, lohnt es sich, am Eingang der Metro eine 7-Tages-Karte zu kaufen. Kostenpunkt 25 Dollar, man kann unendlich oft fahren. Haben Sie Schwierigkeiten mit dem Automaten oder der Sprache ist immer Personal vorhanden, das gerne weiterhilft. Achten Sie darauf, dass Sie die Karte „inclusive airtrain“ lösen, wenn Sie vorhaben sollten, mit der Metro auch zurück zum Flughafen zu fahren. Diese ist nämlich dann kostenpflichtig und nicht zahlbar mit der gewöhnlichen Metrokarte!
  • Metro Eingang! Hier finden sich Drehkreuze. Albern aber wahr, oftmals kommt man mit seinem sperrigen Gepäck nicht durch das Drehkreuz durch. Gehen Sie in dem Fall zu einem Angestellten und bitten Sie ihn, für Sie die Tür neben den Drehkreuzen zu öffnen. Bevor Sie sich verheddern und den ganzen Verkehr aufhalten. Ich spreche aus Erfahrung! Aber meistens sieht das Personal von selbst, dass Sie durch das Kreuz nicht passen und hilft von selber. Das gleiche Problem kommt auf Sie zu, wenn Sie die Metro wieder verlassen wollen. Auch hier sind Drehkreuze. Allerdings ist es jetzt so, dass diese Türen neben den Drehkreuz ohne Hilfe aufdrückbar sind. Zwar wird dadurch Alarm ausgelöst, der sollte Sie aber nicht aufhalten. Das Wachpersonal wird Sie bemerken aber gleichzeitig auch merken, dass Sie ja die Metro verlassen und nicht hineingehen, um schwarz zu fahren. Sollte die Tür nicht aufgehen, machen Sie sich bei dem Hüter des „Metrohäuschens“ bemerkbar. Der läßt Sie durch. Ohne Alarm.
  • Besorgen Sie sich so schnell wie möglich eine U-Bahn-Karte. Gibt es an den Häuschen. Die Metro ist relativ simpel aufgebaut:Linie 1, 2, 3, A, und C fahren auf die WEST SIDE Linie 4, 5 und 6 fahren auf die EAST SIDE Linie F, N, Q, R und W pendeln zwischen der Ost- und Westseite von Midtown nach Downtown hin und her. Linie E fährt von der Jamaica Station bis zum World Trade Center (ehemals). Man unterscheidet zwischen „local“ und „express“ train. Aufgepaßt! Der Express-Train hält nur alle 3 Stationen!
  • Es gibt alte und neue Züge. Die alten Züge haben in der Regel orangefarbene Sitze, die neuen blaue. In den neuen Zügen gibt es elektronische Anzeigen im Abteil, die einem die nächsten Haltestellen zeigen. Bei den alten Zügen muss man selber die Augen offen halten! Sollte man nachts mit der Metro fahren, dann sollte man sich ein Abteil suchen, in dem der Schaffner mitfährt. Ansonsten gilt die Metro in New York als relativ sicher, wenn man nicht zu sehr mit Geld oder Schmuck protzt. Ich bin sehr oft mit der Metro gefahren und wurde weder belästigt noch bestohlen.
  • Ist es später in der Nacht oder man möchte doch mal Taxi fahren, muss man das Taxi „ranwinken“. Dazu tritt man auf die Fahrbahn und hält einfach einen Arm hoch in die Luft. Das nächste freie Taxi hält.
  • Sind Sie in einem Restaurant und müssen das WC aufsuchen und finden es nicht: fragen Sie nie nach „toilet“, das macht man nicht. In Amerika fragt man nach dem  restroom“. So sind die WCs auch ausgeschildert.
  • Sie werden staunen: Ganz Manhattan läuft bei Rot über die Ampel. Das geht relativ gut, denn hier gibt es mehr Einbahnstraßen als doppelt befahrene Straßen. Die Autofahrer sind das gewohnt und hupen nur genervt, wenn sie nicht weiterkommen. Sie werden sich das auch schnell angewöhnen, sonst fallen Sie auf. Sollte jedoch ein Polizeiauto in der Nähe sein, sollte man dies doch besser lassen, sonst kann es einen sauberen Anpfiff über Außenbordlautsprecher geben, denn erlaubt ist das selbstverständlich nicht.
  • Thema Smalltalk: Dieser Begriff wurde ganz sicher in der USA geprägt. Es wird Ihnen oft passieren, dass Sie einfach angesprochen werden. Ob an der Ampel, weil jemand hört, dass Sie kein Englisch sprechen oder im Park auf einer Bank oder beim Bummel. Seien Sie höflich und antworten Sie auf die Fragen. Auch wenn sie noch so blöd sind. Ich wurde beispielsweise schon gefragt, ob es in Deutschland schneien würde. Wir Europäer sind das nicht gewohnt, dass man uns einfach so anspricht, aber die Amerikaner, besonders die New Yorker, tun das gerne. Falls Sie selber mal ein Gespräch wollen, stellen Sie sich einfach auf die Straße, holen Sie die Karte von Manhattan hervor und ziehen ein nachdenkliches Gesicht. Sie werden staunen, wieviel Menschen zu Ihnen kommen und Ihnen ihre Hilfe anbieten.
  • Restaurants in New York: Die Amerikaner kennen unsere Esskultur nicht. Der Deutsche isst gerne im Sitzen, gemütlich, und wenns geht, dann hält er nach dem Essen noch ein Schwätzchen bevor er die Rechnung verlangt. Nicht so in Amerika. Die Menschen scheinen es immer eilig zu haben. Kaum hat man die Gabel weggelegt, dann wird einem auch schon die Rechnung auf den Tisch geknallt. Amerikaner essen und gehen. Will man doch noch etwas länger sitzen bleiben, so empfiehlt es sich, dieses beim Abräumen zu erwähnen.
  • Möchten Sie endlich mal wieder „richtig deutsch“ essen? Und nach dem Essen auch mal sitzenbleiben? Dann habe ich den Geheimtip für Sie. Besuchen Sie „Old Heidelberg“. www.heidelbergrestaurant.com. Diese Webseite ist erst noch im Aufbau, aber dort kriegen Sie deutsches Bier zu moderaten Preisen, Sauerkraut, typisch deutsche Küche. 1648 Second Avenue, zwischen 85. und 86. Straße.
  • Das Zahlen im Restaurant ist eine Sache für sich. Zumindest als Anfänger. Klar kann man bar zahlen, aber wie geht das nun mit der Kreditkarte? Das geht so: Zuerst bekommt man die Rechnung, da steht der Endbetrag drauf, mehr nicht. Wie bei uns. Grundsätzlich wird einem die Rechnung in einem Ledermäppchen gereicht. Diese Rechnung ist die „Quittung“, die sie nach dem Zahlen auch an sich nehmen dürfen. Zum Beispiel für die Steuer oder so. Was nun? Sie legen einfach die Kreditkarte in das Mäppchen. Nun kommt der Kellner und nimmt alles mit. Dann bringt er alles wieder. Jetzt sind insgesamt 3 Zettel in der Mappe. Die Quittung und zwei Gleichaussehende. Dort müssen Sie nun das „Tip“ eintragen und den Betrag zusammenrechnen und den neuen Endbetrag eingeben. Puh! Kopfrechnen. Wollen Sie kein Tip geben oder ist der Tip schon in der Rechnung enthalten, vergessen Sie nicht, auf die Zeile “ Tip“ einen Strich zu machen. Ist mir zwar noch nie passiert, aber ich hätte Angst, dass dann dort im Nachhinein einfach etwas eingetragen wird. Dann nehmen Sie die Quittung raus und einen dieser beiden „Tipzettel“, ihre Kreditkarte natürlich auch, und dann können Sie gehen.
  • Wieviel Tip, das ist hier die Frage. Nun ja. Man sagt, man kann sich an der Steuer („tax“) orientieren, die auch immer aufgeführt ist. Zweimal Tax, und Sie liegen nicht verkehrt. Manche Restaurants schreiben auch Tipvorschläge hin. Sonst kann man sagen, 10% des Gesamtbetrages ist in Ordnung, 18% wenn man sehr zufrieden war und 20% wenn alles superklasse war. Denken Sie dran: Davon lebt das Personal!
  • Denken Sie beim Zahlen auch in Läden immer daran: Die ausgezeichneten Preise sind meist ohne „tax“! Es nützt also gar nichts, wenn Sie sich die Mühe machen, den ausgezeichneten Preis mühselig mit Kleingeld auszuzählen, an der Kasse ziehen Sie spätestens ein langes Gesicht, wenn der Kassierer einen anderen Preis nennt. Versuchen Sie trotzdem immer wieder, auch ihre Münzen loszuwerden, denn die können Sie zu Hause nicht mehr eintauschen.

Schlußbemerkung: Ich habe Manhattan zu Fuß und mit der Metro erkundet, ohne festen Reiseveranstalter. Ich bin dieses Jahr zum zweiten Mal da gewesen, daher versuche ich, meine Erfahrungen und Eindrücke zusammen hier darzustellen. Bei meinem ersten Aufenthalt war ich so gespannt, dass ich kreuz und quer über Manhattan gereist bin, um mir die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Dieses Mal habe ich das etwas koordinierter getan, und das würde ich Ihnen auch empfehlen. Ich habe „Sektorenspaziergänge“ gemacht und die Sehenswürdigkeiten „en bloc“ mitgenommen.

Machen Sie zwischendurch Pausen in Parks, zuviel Eindrücke auf einmal kann man in dieser großen Stadt nicht verarbeiten. Wieviel Zeit man in die Sehenswürdigkeiten steckt, ist jedermanns Geschmacksache, ich schreibe hier nichts vor, sondern ich beschreibe, wie ich es getan und wofür ich mich interessiert habe.

Und – vergessen Sie nicht, zu shoppen und zu bummeln! Wenn nicht in Manhattan – wo dann?

Bilder aus New York finden Sie in der EP-Gallery. Klicken Sie dazu hier!

Lesen Sie noch mehr: Einen Überblick über alle Artikel dieser Reihe über New York finden Sie hier!

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