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Schaumkronen-Saison an der Ostsee: Darum lohnt sich ein Urlaub auf Rügen jetzt besonders

Menschenleer und sturmgepeitscht - für wetterfeste Spaziergänger zeigt sich der Ostseestrand jetzt von seiner schönsten Seite. Foto: djd/www.seepark-sellin.de

Menschenleer und sturmgepeitscht – für wetterfeste Spaziergänger zeigt sich der Ostseestrand jetzt von seiner schönsten Seite.
Foto: djd/www.seepark-sellin.de

(djd). Urlaub in der Nebensaison bringt viele Vorteile. Die Unterkünfte sind meist günstiger, die Strände nicht überfüllt und der Urlaubsort lässt sich in aller Ruhe erkunden. In Sellin auf Rügen beispielsweise stehen die Strandkörbe im Sommer dicht an dicht. Jetzt zeigt sich der Strand verlassen und das Meer von seiner rauen, schönen Seite. Wenn der Wind Schaumkronen vor sich her treibt, ist ein Strandspaziergang ein besonders beeindruckendes Erlebnis. Darauf können sich Gäste in dieser Jahreszeit außerdem noch freuen:

Seepark Sellin

Vom Wind durchgepustet, gibt es nichts Schöneres als es sich im Warmen bei einer Tasse Tee gemütlich zu machen. Nur ein paar Minuten zu Fuß sind es vom Strand zum etwa 800 Meter entfernten Seepark Sellin – eine charmante Ferienwohnanlage in klassischer Bäderarchitektur. Die individuellen Apartments sind behaglich eingerichtet und mit einer voll ausgerüsteten Küchenzeile ausgestattet, so dass man sich hier fast wie zu Hause fühlt. Unter www.seepark-sellin.de stehen Wohnungen für zwei bis sechs Personen zur Auswahl. Die Ferienwohnanlage eignet sich außerdem gut als zentraler Ausgangspunkt für Unternehmungen in der Region.

Bernsteinmuseum Sellin

Bernsteine sind beliebte Urlaubsandenken. Doch wo findet man die funkelnden Steine aus fossilem Harz eigentlich und wie erkennt man sie? Diese und andere Fragen beantwortet das Bernsteinmuseum in Sellin. Vitrinen und Bilder informieren über spannende Details, zum Beispiel über fossile Pflanzen und Tiere, die vor Millionen Jahren in Harztropfen eingeschlossen wurden.

Kreidemuseum Gummanz

In der Nähe der Ortschaft Sagard befindet sich Europas einziges Kreidemuseum, das stilecht in den Gemäuern eines alten Kreidewerkes errichtet wurde. Ausstellungen und Mitmachstationen erläutern, wie die so genannte „Rügener Schreibkreide“ aus kalkigen Resten von Lebewesen entstand und mit welchem Aufwand sie abgebaut wurde.

Uhrenmuseum Putbus

Im Uhrenmuseum in Putbus vergeht die Zeit wie im Flug. Denn zusammen mit der ebenfalls stattlichen Sammlung an historischen Musikgeräten gibt es über 1.000 Exponate zu bestaunen. Wer mehr über das filigrane Innenleben der Zeitzeiger erfahren möchte, kann beim Rundgang durch die Werkstatt dem Uhrmacher über die Schulter schauen.

Nationalparkzentrum Königsstuhl

Direkt am Königsstuhl, dem berühmten Kreidefelsen Rügens, befindet sich das gleichnamige Nationalparkzentrum, das auf 2.000 Quadratmetern eine außergewöhnliche Erlebniswelt bietet. Auf vier Etagen erstreckt sich die akustisch inszenierte Zeitreise vom Ursprung des Kreidemeeres bis heute. Die Besucher können dabei per Kopfhörer einer selbst ausgewählten Führung lauschen.

Eintauchen und Abtauchen

Wenn es draußen stürmt und regnet, verführt die „Ahoi Bade- und Erlebniswelt“ in Sellin zum wohligen Abtauchen. Ob Wasserrutsche, Strömungskanal, Unterwasser-Whirl-Liegen oder Bodensprudler – auf 600 Quadratmetern Wasserfläche bleiben keine Wünsche offen. Wärmesuchende können sich außerdem in Saunawelt, Dampfbad oder Aromagrotte entspannen. Gäste des Seeparks Sellin dürfen sich in der Nebensaison über täglich drei Stunden freien Eintritt in die Therme freuen. Außerdem erhalten sie 50 Prozent Ermäßigung auf die Saunalandschaft. Weitere Informationen gibt es unter www.seepark-sellin.de.

 

„UNESCO-Welterbeforum“ wird am 6. Juni eröffnet

Das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl auf Jasmund bekommt einen zweiten Standort. Bild: BFS / Nationalpark-Zentrum Königsstuhl / Lehmann

Das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl auf Jasmund bekommt einen zweiten Standort. Bild: BFS / Nationalpark-Zentrum Königsstuhl / Lehmann

Im Juni feiert die rundum sanierte historische „Waldhalle“ im Nationalpark Jasmund auf Rügen ihre ­Neueröffnung als frisch getauftes „UNESCO-Welterbeforum“. Besucher erwartet im Inneren eine ­Ausstellung mit dem Fokus auf die „Alten Buchenwälder“ sowie eine zusätzliche Informations- und ­Servicezentrale des Nationalpark-Zentrums Königsstuhl.

Geschichte hinter vier Wänden

Die 1888 errichtete Waldhalle gilt dank ihrer vorteilhaften Lage inmitten des UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder“ nahe der Steilküste bei den Wissower Klinken seit jeher als Anziehungspunkt für Wanderer und Spaziergänger, die den Nationalpark Jasmund auf der gleichnamigen Rügener ­Halbinsel durchqueren. Nachdem der Gebäudekomplex in den vergangenen Jahrzehnten dem stetigen Verfall ausgesetzt war, wurde er schließlich von der Stadt Sassnitz erworben – mit dem Ziel, die ­ehemalige Gaststätte zu einem neuen Anlaufpunkt für Wanderer umzufunktionieren. Trotz aller Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des Projekts „UNESCO-Welterbeforum“ wurde der heimliche Charme der Waldhalle als Symbol romantischer Naturbewunderung weitestgehend erhalten. Hinter den Mauern erwarten Besucher auf den beiden Stockwerken von nun an eine Ausstellung, die sich vor allem mit dem Welterbe „Alte Buchenwälder“ beschäftigt, sowie eine zweite Service-Zentrale des Nationalpark-­Zentrums Königsstuhl, wo sich Touristen über den gesamten Jasmund-Park genauer informieren können. Ein Imbiss hält zudem Speisen und Getränke bereit. Erreichbar ist das „UNESCO-Welterbeforum“ nur zu Fuß, auf Wanderschaft durch die Natur.

Über das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl

Jährlich besuchen rund 270 000 Naturbegeisterte das Informationszentrum im Nationalpark Jasmund auf der gleichnamigen Halbinsel von Rügen. Ein Teilgebiet der Wälder des Nationalparks wurde 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe „Urwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ erklärt. Das Nationalpark-Zentrum Königstuhl stellt dabei die Informations- und Service-Zentrale für Touristen dar und macht die „Faszination Natur“ durch zahlreiche Ausstellungen emotional erlebbar.

Quelle: BFS

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Radeln, Wandern und Sandburgen bauen – djd-Thementipp: „Reise im Frühling“

Wenn im Frühjahr auf Rügen die Rapsfelder leuchtend gelb blühen, ist eine Radtour rund um die Boddengewässer besonders reizvoll. Foto: djd/www.seepark-sellin.de

Wenn im Frühjahr auf Rügen die Rapsfelder leuchtend gelb blühen, ist eine Radtour rund um die Boddengewässer besonders reizvoll.
Foto: djd/www.seepark-sellin.de

(djd). Endlich ist die kalte Jahreszeit vorüber – und nicht nur die Natur, sondern auch der Mensch taut regelrecht auf: So manchen packt bei freundlichen Temperaturen wieder die Reiselust. Zum Start in die Saison haben wir vier Tipps für einen Urlaub in heimischen Gefilden. Unsere Tour beginnt auf Rügen, danach machen wir Station an der mecklenburgischen Ostseeküste, von dort ist es ein weiter Weg bis nach Unterfranken. Die Reise endet schließlich im Bayerischen Wald.

Meerblick inklusive: Radeln im Frühling auf Rügen

Wer Radfahren mit ein wenig sportlicher Betätigung gleichsetzt, findet auf der größten Insel Deutschlands viele reizvolle Touren. „Auf recht kleinem Raum kann man auf Rügen durch unterschiedlichste Landschaften fahren. Nach schattigen Wäldern kommen sonnige Feldwege und immer wieder gibt es schöne Ausblicke aufs Meer“, schwärmt Michael Thies, Inselkenner und Geschäftsführer der Seepark Sellin Ferienwohnungen. Dabei sei Sellin ein besonders guter Ausgangspunkt für Radtouren, weil von hier aus viele idyllische Touren möglich sind. Eine der schönsten führt tief hinein in das Naturschutzgebiet Granitz mit seinen ausgedehnten Buchenwäldern. Auf breiten Waldwegen geht es mal bergauf, mal bergab Richtung Jagdschloss.

Schipp ahoi: Graal-Müritz startet in die Strandsaison

Die Strandkörbe stehen parat, die Ostsee zeigt sich von ihrer schönsten Seite – in Graal-Müritz kann die Saison beginnen. Das kleine Seeheilbad an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, direkt vor den Toren der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, startet mit einem bunten Programm, vor allem Familien kommen dabei auf ihre Kosten. „Schipp ahoi“ heißt es beispielsweise beim jährlichen Sandburgenwettbewerb am 7. Mai 2017. Ein Riesenspaß, bei dem aus dem feinen Ostseesand wahre Kunstwerke entstehen. Jeder darf mitmachen, egal ob allein oder im Team. Schippe und Eimer werden zur Verfügung gestellt. Anmeldungen sind jetzt schon möglich unter www.graal-mueritz.de.

500 Jahre Reformation: Entdeckungen in Unterfranken

Das Lutherjahr 2017 wird in vielen deutschen Städten gefeiert. Was kaum jemand weiß: Auch ein Sohn der kleinen unterfränkischen Stadt Karlstadt war ein Wegbegleiter des Reformators. Sein Name war Andreas Bodenstein, genannt Dr. Carlstadt, er wurde 1483 geboren. Das Geburtshaus befindet sich im Herzen der Karlstadter Altstadt. Die Zeichen der Zeit standen Anfang des 16. Jahrhunderts auf Sturm. Vor allem der päpstliche Ablasshandel trieb die Menschen auf die Straße. Und es war Bodenstein, der als Erster die Stimme erhob und am 26. April 1517 seine 152 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug. Ihm folgte Luther erst mehr als ein halbes Jahr später am 31. Oktober 1517. Mit zahlreichen Veranstaltungen gedenkt Karlstadt 2017 ihres großen Sohnes. Alle Informationen dazu findet man unter www.karlstadt.de.

Unverfälschte Natur: Das Dreiländereck im Bayerischen Wald

Das sogenannte Dreiländereck vereint Teile des Bayerischen Waldes auf deutscher, des Böhmerwaldes auf tschechischer und des Mühlviertels auf österreichischer Seite zu einem der größten und unberührtesten Waldgebiete Europas. Heute können sich vor allem Wanderer von der unverfälschten Natur und Schönheit der abwechslungsreichen Kulturlandschaft verzaubern lassen. Der 1.167 Meter hohe Haidel im Bayerischen Wald ist mit seinem Aussichtsturm das Wahrzeichen der Region: Von dort aus geht der Rundblick über die bayerisch-böhmischen Grenzwälder bis weit hinein in die Alpen. Bizarre Felsformationen, die sich im Laufe von Jahrtausenden gebildet haben, verhalfen dem 1.312 Meter hohen Dreiländerberg Dreisessel zu seiner sagenumwobenen Berühmtheit. Alle Informationen zur Region gibt es unter www.dreilaendereck-bayerischer-wald.de.

 

Malerischer Frühling auf Rügen: Die Ostseeinsel mit ihren Kreidefelsen präsentiert sich in frischen Farben

Im Frühjahr präsentiert sich die Ostseeinsel Rügen in besonders frischen Farben. Foto: djd/Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL/NZK-Lehmann

Im Frühjahr präsentiert sich die Ostseeinsel Rügen in besonders frischen Farben.
Foto: djd/Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL/NZK-Lehmann

Kontrastreich heben sie sich gegen den blauen Himmel und das türkisfarbene Meer ab: Die Kreidefelsen auf Rügen sind ein oft gemaltes und fotografiertes Motiv. Im Frühjahr gesellt sich ein weiterer Farbtupfer hinzu. Denn nun treiben die Buchenwälder im Nationalpark Jasmund wieder aus und mischen ihr helles Blattgrün zum erfrischenden Anblick dazu.

Malerische Wanderung auf dem Hochuferweg

Eine schöne Möglichkeit, sich an der Farbenpracht zu erfreuen, ist eine Wanderung entlang der Steilküste. Wer von Sassnitz aus zum sogenannten Hochuferweg bis nach Lohme aufbricht, gelangt bald zu malerischen Aussichtspunkten wie den Wissower Klinken oder der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht. Weiter geht es durch hohe, zum Unesco-Weltnaturerbe zählende Buchenwälder, bis hin zur Victoriasicht. Von dort eröffnet sich der Blick auf den Königsstuhl, den berühmtesten Kreidefelsen Rügens. Strahlend erhebt sich der majestätische Felsen 118 Meter über der blauen See. Auf dem Weg zum Königsstuhl gibt es mehrere Möglichkeiten, auf eigene Verantwortung zum Kiesufer der Ostsee abzusteigen.
Wer mehr über die Kreideküste Rügens und die Entwicklung der außergewöhnlichen Flora und Fauna im Nationalpark Jasmund erfahren will, sollte das Nationalpark-Zentrum direkt am Königsstuhl besuchen. Alle Informationen gibt es unter www.koenigsstuhl.com.

Auf Zeitreise durchs Kreidemeer

In der 2.000 Quadratmeter großen Erlebnisausstellung können Kinder und Erwachsene auf eine spannende Zeitreise gehen. Per Audioguidesystem erfährt man mehr zum Ursprung der Insel Rügen im Kreidemeer, dem Leben unter der Erde und den Lebenszyklen verschiedener Nationalparkbewohner. Anschließend kann man mit dem Bus zurück nach Sassnitz fahren oder aber den Hochuferweg weiter entlang wandern und das Zusammentreffen von Wald und Wasser genießen. Am Zielpunkt in Lohme verkehren dann ebenfalls regelmäßig Busse. Eine andere, aber nicht minder spektakuläre Aussicht auf die Kreidefelsen bietet sich im Übrigen vom Meer aus. Von Sassnitz etwa fahren regelmäßig Ausflugsschiffe zum Königsstuhl. Eingebettet in die hohen Buchenwälder präsentiert sich die Kreideküste als eine der schönsten Panoramaansichten der Insel Rügen.

Geschichte des Kreideabbaus

Wer nach Rügen kommt, kommt auch wegen der Kreidefelsen. Das gilt insbesondere für den „Königsstuhl“, den berühmtesten Kreidefelsen der Insel. Die Geschichte des Kreideabbaus sowie Sammlungen und Sonderausstellungen zu Fossilien präsentiert das Kreidemuseum Gummanz. Und im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl erfahren Besucher mehr über die vielfältigen Lebensräume im Nationalpark Jasmund. Die wohltuende Wirkung von Heilkreide kann man schließlich auch noch hautnah erleben: In vielen Hotels auf der Insel werden dazu spezielle Anwendungen und Massagen angeboten. Mehr Informationen gibt es beispielsweise unter www.koenigsstuhl.com.

Quelle: djd/Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL

Störtebeker-Festspiele 2016: „Auf Leben und Tod“

Foto: Jens Köhler www.bildermeer.com / © Störtebeker Festspiele GmbH und Co. KG

Foto: Jens Köhler www.bildermeer.com /
© Störtebeker Festspiele GmbH und Co. KG

Seit 1993 finden auf der Insel Rügen, genauer gesagt am Ufer des großen Jasmunder Boddens, die „Störtebeker-Festspiele“ statt. Dabei handelt es sich um ein Freilufttheater, in dessen Mittelpunkt der Seeräuber Klaus Störtebeker steht, der mit seinen Vitalienbrüdern Ende des 14. Jahrhunderts die Ostsee befuhr. Die Produktion ist sehr aufwändig gestaltet, mit über 140 Statisten, 20 Schauspielern, Pferden, anderen Tieren, Effekten und großen Kulissen. Die Produktion in diesem Jahr trägt den Titel „Auf Leben und Tod“.

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https://youtu.be/K1uzJ0niksU

Wir schreiben das Jahr des Herrn 1397. Eisige Winde wehen über die Baltische See. Der Krieg zwischen der mächtigen Dänenkönigin Margarete und Albrecht III. von Mecklenburg ist beendet. Den Piraten um Klaus Störtebeker und Goedeke Michels sind die Häfen verschlossen. Der Papst hat auf Druck der Kirche und der Hanse den Bannfluch über die Vitalienbrüder verhängt und sie für vogelfrei erklärt. Bei Sophia von Pommern-Wolgast, in Visby auf Gotland, haben sie Unterschlupf gefunden. Hier lässt die Herrin der Insel den dänischen Adligen Sven Sture, einen Piraten, das Zepter führen.

Das Mecklenburger Herrscherhaus, Königin Margarete von Dänemark, die Hanse und auch der Deutsche Orden müssen handeln. Haben sich doch inzwischen über 4.500 Piraten auf Gotland versammelt. Von dort aus ziehen sie raubend über die Ostsee, sodass fast der gesamte Handel zum Erliegen kommt.
Auf der Marienburg schlägt das Herz des Deutschen Ordens. Konrad von Jungingen, Hochmeister der Bruderschaft, ist mächtig, skrupellos und tiefgläubig. Mit dem Ziel, die Piraten endgültig zu vernichten, lässt er die größte Flotte aufstellen, die die Baltische See jemals gesehen hat: 84 Schiffe, besetzt mit 400 Pferden und 4.000 Mann in Rüstung, ausgestattet mit Vorräten und allem, was man zur Kriegsführung benötigt. Während es sich die Piraten auf Gotland gut gehen lassen, versuchen alle beteiligten Seiten, sich ihre Pfründe bezüglich Gotlands zu sichern. Aber alle Verhandlungen scheitern. Konrad von Jungingen ist nicht länger bereit, auf mögliche Unterstützer oder Allianzen zu warten. Mit seinem waffenstrotzenden Heer gelingt es ihm, unbemerkt nach Gotland zu segeln und alle kleinen Piratenstützpunkte auszuschalten. Gerade als Goedeke Michels und seine Fronica den Segen für die lang ersehnte Hochzeit erhalten sollen, zieht der Ritterorden vor die Tore Visbys.

Die Stadt wird unter Beschuss genommen. Aber Visby ist gut gerüstet. Da ein langer Kampf mit viel Blutvergießen droht, einigt man sich, wie es oft in der Geschichte mittelalterlicher Schlachten üblich war: Um Menschen und Land zu schonen, soll jede Partei einen Kämpfer stellen. Während Herzog Johann IV. von Mecklenburg die Stadt übergeben will, stellt sich Störtebeker der Herausforderung – unter der Bedingung, dass die Piraten im Falle eines Sieges freien Abzug erhalten. Von Jungingen stimmt zu. Es beginnt ein Kampf auf Leben und Tod…

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https://youtu.be/Qo5j_Lm24W4

Die Legende von Klaus Störtebeker

Die Sage von Klaus Störtebeker ist in verschiedenen Regionen verbreitet, was sicher auf den Aktionsradius der Vitalienbrüder im Bereich der Ost- und Nordsee zurückzuführen ist. So trifft man die Sage in Pommern, Mecklenburg, Hannover, Hamburg, Holstein und Ostfriesland an, was eine ganze Reihe unterschiedlicher Herkunftsorte und Familienzugehörigkeiten für Klaus Störtebeker und Goedeke Michels zur Folge hat. Hamburg, Halsmühlen bei Verden, Wismar, Rügen, Michaelsdorf bei Barth etwa, werden als Herkunftsorte der Seeräuber genannt. Die soziale Herkunft der beiden wird auch nicht einheitlich angegeben, sondern bewegt sich vielmehr in der Spannbreite zwischen Knechten und mecklenburgischen oder ostfriesischen Adligen.

Sicher hat der eigentümliche Name „Störtebeker“ zur Verbreitung des Seeräuberstoffes beigetragen, so wie er zudem dafür sorgte, dass Goedeke Michels dahinter zurücktreten musste. Der Name bezeichnet ursprünglich wohl ein Gefäß, einen „Becher mit Stürze oder Deckel“. Im übertragenen Sinne von „Stürz den Becher“ schien dieser Name die Trinkfestigkeit des Seeräubers zu beweisen. Und so will es die Sage, dass Störtebeker erst dann Aufnahme in die Mannschaft des Goedeke Michels fand, nachdem er gleich zweimal einen großen Becher in einem Zuge geleert hatte. So wie er auch ein Handeisen zerbrach und ein dreimal um einen Mast geschlungenes Hanftau zerriss.

Fast unübersichtlich ist die Sagengruppe, die sich mit den Schlupfwinkeln der beiden Likedeeler befasst. Im mecklenburgischen Raum gibt es besonders viele Höhlen und unterirdische Gänge, Burgen und Schlösser, die tatsächlich existieren, nicht mehr existieren oder aber niemals existiert haben. Auch Kirchen, Klöster und Türme, in die sich die Seeräuber zurückzogen, um vor Verfolgung sicher zu sein, soll es in Ostfriesland, Holstein und Mecklenburg gegeben haben. Zwei der bekanntesten Verstecke sind die Störtebekerhöhle bei Stubbenkammer auf Rügen und der Turm von Marienhafe in Ostfriesland. Neben der Höhle von Stubbenkammer werden noch eine Reihe weiterer Schlupfwinkel auf Rügen genannt.

Zu richtigen Seeräubern gehört natürlich auch ein Seeräuberschatz. Fast überall dort, wo Störtebeker sich verborgen haben soll, vermutet man einen Schatz, den natürlich noch niemand gefunden hat und wahrscheinlich auch nie jemand finden wird. Über den Inhalt des Schatzes gibt es höchst unterschiedliche Vorstellungen. Eine goldene Kette, eine goldene Wiege, ein goldener Backtrog, ein goldener Becher, eine silberne Tafel und kostbare Gewänder sollen dazugehört haben.

Einen großen Teil seines Reichtums hat Störtebeker angeblich in den Masten seiner Schiffe verborgen – darunter geschmolzenes Gold, Goldbarren, Kupfer oder auch Münzen, was nach seinem Tod entweder einem armen Tagelöhner oder Schuster, der die Masten ersteigert hatte, zufiel oder einem Zimmermann, der zufällig mit der Axt gegen einen der Masten schlug und dabei den verborgenen Schatz entdeckte.

Auch über die Verwertung dieser Reichtümer kursieren sagenhafte Mutmaßungen. Einer Version zufolge kamen sie der Hamburger Stadtkasse zugute, da danach die Hamburger Kirchen mit dem bei Störtebeker gefundenen Kupfer gedeckt worden sind.

Da Störtebeker und Michels in der Volkssage ausgesprochen beliebt waren und zwar als hart, aber gerecht und sozial eingestellt geschildert werden, haben die beiden der Überlieferung nach auch Stiftungen vergeben. So soll Störtebeker in Verden dafür gesorgt haben, dass den Armen und den am Dom Beschäftigten einmal im Jahr Brot und Heringe gespendet wurden. Diese Sitte hat sich bis in unsere Tage erhalten.

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https://youtu.be/Ht5kZ_a4O40

Der reale Hintergrund von „Auf Leben und Tod“: Die Vertreibung der Vitalienbrüder aus der Ostsee 1398

Die Hanse, die im Jahr 1397 keine Schiffe gegen die Seeräuber in die See gelegt hatte, und Konrad von Jungingen beschwerten sich bei Albrecht von Mecklenburg heftig über die von Gotland ausgehende Gefahr für den gemeinen Kaufmann. „Der König schrieb daraufhin dem Hochmeister, dass er nicht daran schuld sei, dass es so viele Seeräuber geworden seien, die Gotland in ihre Gewalt gebracht hätten, noch stünde es in seiner Macht, sie davonzujagen, noch würde irgendjemandes Recht gegen sie helfen. Also hielten die Seeräuber das Land mit Gewalt in ihrer Hand.“ Zwar mag der Mecklenburger mit dieser Antwort auch versucht haben, die Verantwortung für die von Gotland ausgehenden Raubzüge von sich zu schieben, aber man muss doch seine Einschätzung der Situation auf der Insel ernst nehmen. Denn nach diesem Briefwechsel mit dem Hochmeister und der Hanse versuchte er mit der Entsendung seines Vetters, Herzog Johanns des Jüngeren von Mecklenburg, die Kontrolle über die Insel wiederzugewinnen. Johann wollte mithilfe der Bürger von Visby Sven Sture unter Druck setzen, was aber an der Überlegenheit des Hauptmanns der Vitalienbrüder scheiterte. Auch der Bericht des Hochmeisters über diesen fehlgeschlagenen Versuch gesteht ein, dass die Bürger Visbys gegen Sven Stures Gefolge keine Chancen hatten.

Die Lage auf Gotland war den Mecklenburgern völlig entglitten, und die Seeräuber hatten unter der Führung der Witwe Erichs und Sven Stures einen umfangreichen Kaperkrieg gegen die Kaufleute in der Ostsee aufgenommen, unabhängig davon, woher sie stammten. Damit machten sich die Vitalienbrüder alle Mächte zu Feinden. Es war nur eine Frage der Zeit, wann die Hanse sich zu energischen Aktionen gegen Gotland aufraffen würde. Auch Königin Margarete sann auf Vergeltungsmaßnahmen, wie aus einem Brief vom 6. Juli 1397 hervorgeht, in dem sie in Lübeck anfragt, was die Hanse eigentlich zu tun gedenke, um „die Seeräuber mit Macht aus der See zu bringen“. Gegen Ende des Jahres 1397 begann Margarete, mit Erichs Witwe zu verhandeln, mit dem vermutlichen Ziel, Gotland wieder unter ihre Herrschaft zu bringen. Nun musste auch der Deutsche Orden irgendetwas unternehmen. „Für den Orden waren die faktischen Herren des Landes, die Vitalienbrüder, eine ständige Gefahr, mit der er gerade in Livland in diesem Jahr so heftig hatte ringen müssen. Außerdem litt der Handel der preußischen Städte jetzt unerträglich.“

Hinzu kam noch die Besorgnis des Deutschen Ordens vor einer Ausdehnung der Macht der durch die Kalmarer Union gestärkten Königin Margarete, sodass sich der Hochmeister nach der Bewältigung der Krise um Livland im Winter 1397/98 zu einer energischen Aktion gegen Gotland entschloss. Sein Eingreifen rechtfertige Konrad von Jungingen später so: „Danach (nach der gescheiterten Intervention Herzog Johanns) nahm der gemeine Kaufmann einen gar zu großen Schaden, besonders das Land Preußen und Livland; und dieses länger zuzulassen, wäre unverantwortlich gewesen.“

Anfang 1398 schickte Johann von Mecklenburg einen Gesandten zum Hochmeister, um ihn zu beschwichtigen und ihn zu überzeugen, dass in Zukunft keine Raubzüge mehr von Gotland aus unternommen werden würden. Der Hochmeister wurde sogar um Lebensmittellieferungen nach Gotland gebeten. Diese Botschaft stieß bei Konrad von Jungingen auf taube Ohren. Schon allein die realen Machtverhältnisse auf der Insel ließen eine berechtigte Hoffnung auf die Einlösung der Zusagen Johanns von Mecklenburg nicht zu. Im Übrigen waren die Würfel zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit schon gefallen, und die Vorbereitungen für eine militärische Intervention des Deutschen Ordens auf Gotland waren in vollem Gange. Entsprechend zurückhaltend fiel die Antwort des Hochmeisters aus. Die geplante Aktion wurde noch streng geheim gehalten. Vor allem Königin Margarete sollte so lange wie möglich nichts über die Pläne des Deutschen Ordens erfahren, aber auch die Hanse blieb zunächst uneingeweiht. Der Alleingang wurde später damit gerechtfertigt, dass man einer Zusammenführung der Seeräuber aus allen Gebieten der Ostsee zuvorkommen wollte. Außerdem verwies der Hochmeister auf den Nutzen, der „dem Kaufmann“ aus der Aktion des Ordens erwachse. Und die Geschichte nahm ihren Lauf.

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https://youtu.be/GwHOWzMv_5Q

Die Störtebeker-Festspiele sind eröffnet!

Die Bühne der Festspiele liegt direkt am großen Jasmunder Bodden, unterhalb von Schloss Ralswiek. Wobei „Bühne“ als Bezeichnung nicht ganz zutrifft, hier finden sich keine Bretter, stattdessen ist ein Strandabschnitt umfunktioniert worden. Große Kulissen und Effekte unterstützen die Schauspieler beim Erzählen der Geschichte und selbst das Wasser wird eingebunden: Störtebekers Kogge geht genauso vor Anker wie Schiffe anderer Beteiligter in der Handlung. Jeden Abend gibt es zudem ein Feuerwerk.

Die Störtebeker-Festspiele 2016 beginnen am heutigen 18. Juni und haben die letzte Vorstellung am 3. September. Die Aufführung findet von Montag bis Samstag statt, beginnt um 20.00 Uhr und endet gegen ungefähr 22.30 Uhr. Die Ticketpreise für erwachsene Einzelpersonen beginnen bei 12 Euro, es gibt Ermäßigungen für Familien und Gruppen. Außerdem gibt es noch ein Vorprogramm mit dem Titel „Könige der Lüfte“, das optional mit besucht werden kann, allerdings einen kleinen Extrapreis kostet. Aktuelle Informationen, Preise und Buchungsmöglichkeiten gibt es auf der offiziellen Webseite der Festspiele.

Fürs leibliche Wohl ist gesorgt: Gasthaus „Zum Störti“

Seit nunmehr 20 Jahren werden die hungrigen und durstigen Gäste auf dem Gelände der Störtebeker Festspiele vom hauseigenen Störtebeker Catering Service versorgt. Jeden Spieltag ab 17.30 Uhr stehen bis zu 45 Mitarbeiter bereit, um den Ansturm von tausenden Besuchern zu bewältigen. Besonders beliebt bei den Gästen sind das „Störtifeuer“, ein Kräuterlikör, der extra für das Gasthaus produziert und abgefüllt wird, sowie der „Störtisekt“ und „Störtwein“. Der Sekt und Wein werden mit dem jeweiligen Jahresplakat bedruckt und sind so zu einem begehrten Sammlerartikel bei den Gästen geworden.

Seit 16 Jahren öffnet zudem jährlich von April bis Silvester das Restaurant „Zum Störti“ direkt neben unserer Naturbühne Ralswiek. Eine regionale, frische Küche steht den Gästen hier
zur Verfügung. Ob nun „Störtis Kinderkochschule“ oder Familien- und Betriebsfeiern, das Küchen- und Serviceteam erfüllt fast jeden Wunsch. Ebenso werden die Mitarbeiter und Künstler der Festspiele jährlich mit bis zu 3.700 „Personalessen“ bekocht, weshalb das Restaurant von Ihnen auch oft liebevoll „Kantine“ genannt wird. Ganz nah dran ist auch der Eisbecher – über 5.000 Kugeln Eis werden aus der Küche gerollt.

Mehr Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite des Gasthauses „Zum Störti“.

Noch mehr Wissenswertes über Klaus Störtebeker in Buchform

(c) Campus Verlag

(c) Campus Verlag

Professor Doktor Matthias Puhle ist Fachmann für die Geschichte der Hanse an der Ostsee. Dass man dabei auch über die Gestalt von Klaus Störtebeker stolpert, ist fast unvermeidlich. Professor Puhle hat dem berühmten Seeräuber und seinen Mannen ein ganzes Buch gewidmet, in dem er dessen Geschichte und die der Vitalienbrüder aufzeigt, die Legenden auf ihren wahren Kern untersucht und in einen historischen Kontext stellt. Damit handelt es sich um das ideale Begleitmaterial zu den Festspielen, entweder als Einstimmung auf die Vorführungen oder als Nachbereitung – was ist wahr, und was ist Legende? Denn dass Klaus Störtebeker wirklich existiert hat, das ist unbestitten.

Das Buch „Die Vitalienbrüder: Klaus Störtebeker und die Seeräuber der Hansezeit“ kann hier direkt bestellt werden*.

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https://youtu.be/soKl1Hc8Das

Und noch mehr: Konzerte und andere Veranstaltungen

Rügen bietet noch mehr, das den Rahmen dieses Artikels aber spregen würde, deshalb kommen wir in den nächsten Tagen nochmal darauf zurück. Eine Sache sollte allerdings noch erwähnt werden: Auf der Naturbühne Ralswiek finden zwei Konzerte der Gruppe Santiano statt. Eigentlich war es eine Veranstaltung, da diese aber schon nach kurzer Zeit ausverkauft war, wurde am 9. September ein Zusatztermin eingerichtet. Mehr dazu auf der Webseite des Veranstalters Krauß Events.

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Quellen:

  • Offizielle Pressemappe der Störtebeker-Festspiele Rügen
  • Professor Dr. Matthias Puhle: „Die Vitalienbrüder: Klaus Störtebeker und die Seeräuber der Hansezeit“, ebenfalls der Pressemappe der Störtebeker-Festspiele Rügen entnommen
  • Offizieller YouTube-Kanal der Störtebeker-Festspiele
  • Offizieller YouTube-Kanal von Universal Deutschland
  • Bild: www.bildermeer.com, lizensiert durch Störtebeker-Festspiele Rügen

Urlaub auf Rügen: Spaß und Erholung im Seebad Binz

Abwechslung am Ostseestrand zu jeder Jahreszeit

Bereits vor über 130 Jahren hieß das erste Hotel Urlauber in Binz herzlich willkommen. Foto: djd/Loev Hotel Rügen GmbH & Co. KG

Bereits vor über 130 Jahren hieß das erste Hotel Urlauber in Binz herzlich willkommen. Foto: djd/Loev Hotel Rügen GmbH & Co. KG

Villen mit strahlend weißen Fassaden, eine herausgeputzte Promenade, die 370 Meter lange Seebrücke – Binz gehört sicher zu den schönsten Seebädern an der Ostsee. Und bestimmt auch zu den vielseitigsten: Der Strand, die Nähe zur Kreideküste und die abwechslungsreiche Natur locken das ganze Jahr über Urlauber auf die Insel Rügen. Denn Familien kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Wellness-Fans und Aktivurlauber.

Pack die Badehose ein…

In den Sommermonaten ist die Ostsee nicht nur für Familien der Anziehungspunkt schlechthin. Am mehr als fünf Kilometer langen Strand von Binz ist reichlich Platz zum Buddeln und Burgen bauen, die schwache Brandung macht das Meer zur Badewanne für kleine Feriengäste. Die Größeren toben sich beim Surfen, Segeln und Kiten aus – oder genießen, windgeschützt im Strandkorb, die schönste Zeit des Jahres. Wasserski fahren, Touren mit dem Seekajak oder Tauchfahrten stehen von Binz aus ebenfalls auf dem Programm. So kann sich jeder seine Lieblingsmischung aus Spaß und Entspannung zusammenstellen. Und wenn die Sonne mal nicht scheint? Dann ist die Küste hier wie gemacht für lange Spaziergänge, bei denen es auch für kleine Strandpiraten viel zu entdecken gibt, zum Beispiel bei der Schatzsuche nach Bernstein, Muscheln und besonderen Steinen.

Seebäderromantik hautnah erleben

Binz hat als Seebad die längste Tradition auf Rügen. Bereits vor 130 Jahren wurde hier das erste Hotel eröffnet. Die Villen von damals strahlen auch heute noch Seebäderromantik aus, wecken Erinnerungen an Sommerfrische und lassen den Glanz vergangener Zeiten lebendig werden. Das historische Zentrum des Ortes ist beinahe vollständig erhalten – zu Recht sind die Binzer stolz darauf. Wer im September auf die Insel kommt, sollte die Gelegenheit nutzen und einen Blick hinter die Fassaden werfen. Denn im „Monat der Bäderarchitektur“ öffnen jedes Jahr viele Villen ihre Türen und Tore für Besucher.
Tipp: Wer rechtzeitig nach einem Hotel wie zum Beispiel dem Loev in Binz (loev.de) Ausschau hält, hat gute Chancen auf ein Zimmer in einem dieser herrschaftlichen Häuser im Zentrum des Seebades.

Natur pur – zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Ausgedehnte Wälder und eine endlose Heidelandschaft prägen die Natur im Südosten Rügens. Wanderer und Nordic Walker finden hier abwechslungsreiche Routen, zum Beispiel in die Granitz, den 982 Hektar großen Buchwald zwischen Binz und dem Nachbarbad Sellin. Dort lohnt sich ein Besuch des gleichnamigen Jagdschlosses. Es liegt in 107 Metern Höhe auf einem Tafelberg und bietet eine grandiose Aussicht über die Insel. Ebenfalls hoch hinaus geht es bei einem Ausflug ins „Naturerbe Zentrum Rügen“ mit eigenem Umweltinformationszentrum. Das Besondere: Der barrierefreie Baumwipfelpfad bringt Besucher auf Augenhöhe mit der heimischen Vogelwelt. Sogar Adler lassen sich von dort aus beobachten.

An die weltberühmte Kreideküste führt der malerische Hochuferweg. Pflicht ist ein Abstecher an die tiefe „Teufelsschlucht“, die ihren Namen zu Recht trägt. Gut, dass nach nur wenigen Metern wieder freie Sicht auf die Küste herrscht. Den besten Blick auf die weißen Kreidefelsen hat man übrigens von der Seeseite aus. Ausflugsfahrten starten regelmäßig ab der Binzer Seebrücke. Besonders eindrucksvoll strahlen die Felsen in der Morgensonne.

Mit dem Rad über die Insel

Das gut ausgebaute Streckennetz und zahlreiche Leihmöglichkeiten für Fahrräder machen Rügen zu einem beliebten Ziel für Radurlauber. Zusätzlich gibt es E-Bike-Stationen. Mit dem eingebauten Rückenwind sind dann auch längere Touren ab Binz spielend möglich, zum Beispiel auf die Kranichinsel Ummanz. Dort machen Zehntausende der großen Zugvögel im Herbst und Frühling Station. Kombinieren lassen sich Tagesausflüge auch mit dem Schiff oder der historischen Bäderbahn „Rasender Roland“. Und nach der Tour ist noch Zeit für Wellness. Das ganze Jahr über stellen viele Hotels Arrangements zusammen, häufig mit heimischen Schönmachern wie Kreide oder Sanddorn. So kann man sich in aller Seelenruhe verwöhnen lassen und gut erholt mit vielen neuen Eindrücken nach Hause zurückkehren.

Quelle: djd/Loev Hotel Rügen GmbH & Co. KG



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Reif für die Insel: Rügen mausert sich zum Ganzjahresziel für Ostseefans

Winterzauber: Immer mehr Gäste verbringen Weihnachten und Silvester auf Rügen und genießen die stille Seite der Insel. Foto: djd/Loev Hotel Rügen GmbH & Co.

Winterzauber: Immer mehr Gäste verbringen Weihnachten und Silvester auf Rügen und genießen die stille Seite der Insel. Foto: djd/Loev Hotel Rügen GmbH & Co.

Bei Sommerurlaubern ist Rügen seit jeher beliebt. Dann zieht es vor allem Familien an die langen Strände. Doch auch das Angebot für Aktiv-Ferien mit Rad und Rucksack oder Wellnessreisen wird immer vielfältiger – von Januar bis Dezember. Hier gibt es Tipps für den nächsten Insel-Trip.

Sonne, Strand und Meer

Familien mit Kindern sind in den berühmten Seebädern wie Binz im Sommer gut aufgehoben. Dort ist das Ufer flach, die Brandung schwach. Das große Angebot an Wassersportmöglichkeiten sorgt für Spaß, etwa beim Surfen, Kiten, Tauchen oder Segeln. Wer mag, kann sich dabei ordentlich auspowern – oder einfach im Strandkorb dösen. Die Chancen auf passendes Wetter stehen im hohen Norden übrigens gut, denn Rügen gehört in Deutschland zu den Ferienorten mit den meisten Sonnenstunden im Jahr.
Zu den familientauglichen Ausflugszielen gehören neben der steilen Kreideküste (Tipp: vormittags eine Bootsfahrt dorthin buchen) vor allem die Feuersteinfelder im Naturschutzgebiet Schmale Heide, der Leuchtturm am Kap Arkona oder auch eine Fahrt mit dem „Rasenden Roland“, der historischen Bäderbahn. Sie verbindet die schönsten Orte der Insel miteinander. Ein- und Aussteigen ist an jeder Station möglich.
Und damit auch die Eltern entspannt relaxen können, gibt es in einigen Seebädern spezielle Ferienprogramme für Kinder, etwa den „Kids Club Binz“. Die Minis können hier in der Obhut ausgebildeter Animateure Spaß haben, spielen, Sport treiben – ganz nach Lust und Laune.

Natur pur für Aktiv-Urlauber

Wer gern radelt, wandert oder ausgedehnte Spaziergänge liebt, bucht Rügen jenseits der Hauptsaison. Dann veranstalten die Seebäder regelmäßig den „Wanderfrühling“ und später den „Wanderherbst“. Zahlreiche geführte Touren zu unterschiedlichen Themen, Ausflüge und Rundgänge stehen auf dem Programm. Zu den Zielen gehören neben Küste und Bodden auch die Nationalparks im Binnenland der Insel sowie die ausgedehnten Wälder und Heideflächen. Zu den Highlights zählt ein Abstecher auf die Kranichinsel Ummanz, Europas größter Rastplatz der imposanten Zugvögel. Rund 50.000 Tiere machen hier zweimal im Jahr Station – und ganz schön viel Krach.

Die Insel lässt sich aber ebenso gut im Alleingang erkunden. Wander- und Radwege sind gut ausgeschildert, Fahrräder, auch Pedelecs, kann man an vielen Stationen leihen. Ein Tipp für passionierte Fußgänger: Der Natur ganz nah ist man bei einer Wanderung durch die Granitz, den urtümlichen Buchenwald nördlich von Binz. Hier lohnt es sich, den Aussichtsturm des gleichnamigen Jagdschlosses zu besteigen und die wunderbare Aussicht zu genießen.

Die Seele baumeln lassen

Wenn die Tage kürzer werden, beginnt die besinnliche Zeit auf Rügen. Winterurlauber haben die schönsten Ecken der Insel dann fast für sich allein. Die Orte sind festlich geschmückt, die Promenaden illuminiert. Es herrscht kein Gedränge an der Kreideküste und auch in den Cafés bekommt man sicher einen Platz. In vielen Hotels stehen im Winter auf Rügen (loev.de/weihnachten_auf_ruegen.aspx) Wellness & Wohlfühlen im Mittelpunkt, oft mit heimischen Schönmachern wie Kreide und Sanddorn. Und auch Feinschmecker kommen nicht zu kurz – regionale Spezialitäten wie Fisch und Wild stehen dann auf den Speisekarten. So kann man kurz vor den Feiertagen bei langen Strandspaziergängen und gutem Essen noch einmal die Seele baumeln lassen, bevor zu Hause der Weihnachtstrubel beginnt. Oder gleich auf der Insel bleiben. Immer mehr Urlauber verbringen die Feiertage rund um den Jahreswechsel in den Rügener Seebädern und begrüßen das neue Jahr mit dem traditionellen Feuerwerk am Ostseestrand.

Quelle: djd/Loev Hotel Rügen GmbH & Co. KG

 

Oldtimer, Sandskulpturen, Radsportler – volles Himmelfahrts-Programm im Ostseebad Binz

Zu Christi Himmelfahrt lockt das Ostseebad mit der Oldtimerrallye „Rügen Classics“, einem Radrennen über die Insel, einem Sandskulpturen- sowie einem Tanzfestival. Der Startschuss für die 13. Oldtimerrallye „Rügen Classics” fällt am 29. Mai im Ostseebad, und am Morgen des 31. Mai beginnt die 35, 75, 125, 155 beziehungsweise 205 Kilometer lange „Rügen-Rund-Tour“ der Rad-Amateure. Gäste, die selbst aktiv sein möchten, können darüber hinaus beim Binzer Frühlingsfest vom 29. bis 1. Juni bei Live-Musik auf dem Kurplatz das Tanzbein schwingen. Ein Erlebnis für die ganze Familie ist auch das Rügener Sandskulpturen-Festival, bei dem einige der besten Sandkünstler der Welt aus rund 16.000 Tonnen Spezialsand Figuren wie Karl den Großen, Albert Einstein oder die Berliner Mauer formen. Die 49 sandigen Meisterwerke sind bis zum 9. November auf der Festwiese an der Proraer Chaussee täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr zu sehen.

Weitere Informationen: www.ostseebad-binz.de, www.ruegenclassics.de, www.ruegen-rund.de

Ab Juni: Mit der Seilbahn vom Ostseebad Göhren zum Strand

Pünktlich zur Hauptsaison nimmt das Ostseebad Göhren auf Rügen im Juni 2014 mit einer neuen Seilbahn eine weitere Attraktion in Betrieb. Mit ihrer runden, voll verglasten Fahrkabine für zwölf Personen überwindet sie den Höhenunterschied von über 30 Metern zwischen Nordstrand und Ortszentrum in nur einer Minute und bietet dabei einen Panoramablick auf die Ostsee, den breiten, weißen Sandstrand und auf die Bernsteinpromenade. Die Seilbahn kann von jedem Kurgast für 1,50 Euro (zwei Fahrten inklusive) genutzt werden. Einen Teil des Fahrpreises erhalten Fahrgäste in Form eines Verzehrgutscheines, der in verschiedenen Geschäften und gastronomischen Betrieben des Ostseebades eingelöst werden kann, zurück. Göhren ist erst vor kurzem als einziger Kneippkurort Norddeutschlands mit dem „Premium Class“-Siegel ausgezeichnet worden und eines der wichtigsten Zentren für Gesundheitsurlaub auf der Insel Rügen.

Weitere Informationen: www.goehren-ruegen.de

Quelle: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Vorverkaufsstart für „Festspielfrühling Rügen 2013“

Nach dem großen Erfolg der Premiere in diesem Jahr findet vom 15. bis 24. März 2013 der zweite „Festspielfrühling Rügen“ auf Deutschlands größter Insel statt. Den Auftakt des klassischen Arrangements wird unter dem Motto „Frühlingserwachen“ das Fauré Quartett bilden, das als vielfach ausgezeichnetes Ensemble zugleich die künstlerische Leitung für die insgesamt 13 klassischen Konzerte und fünf Begleitveranstaltungen inne hat. Schwerpunkt der Konzertreihe, die in 13 Spielstätten auf der ganzen Insel sowie auf der Nachbarinsel Hiddensee stattfinden wird, ist das Werk des Komponisten Johannes Brahms, der auf Rügen nach zehnjähriger Arbeit seine erste Sinfonie vollendet hat. Karten für die Konzerte sind ab sofort unter der Telefonnummer 0385 5918585 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de

 Quelle: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

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