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Schlagwort: Show

EUROPA-PARK Shows 2010: König Arthurs Schwert

[singlepic id=362 w=320 h=240 float=left]Dies ist einer der Artikel, der mit den magischen Worten „Die Geschichte ist bekannt…“ beginnen könnte. Aber ist die Geschichte denn wirklich bekannt? Natürlich kennt man Arthur (im Deutschen auch „Artus“ genannt), König der Briten, und seine Legenden. Aber diese Legenden wurden so oft umgeschrieben und neu interpretiert, auch und vor allem im Zeitalter des Films, dass man nicht wirklich behaupten kann, die „echte“ Legende zu kennen. So viel steht fest, Arthur Pendragon – auch Artorius Rex Bellorum – war ein sagenhafter Herrscher im ersten nachchristlichen Jahrtausend. Unzählige Legenden ranken sich um ihn, er soll von der Dame vom See das Schwert Excalibur erhalten haben und erst im Kampf besiegt worden sein, als er dessen reich verzierte Scheide verloren hatte. Legendär ist auch der Mythos von der „runden Tafel“, ein runder Tisch, an dem Arthur und seine Ritter saßen. Arthur wollte damit verdeutlichen, dass er ein Gleicher unter Gleichen ist, denn Tische waren damals rechteckig, und wer am Kopf der Tafel saß, war am Wichtigsten. Und natürlich fallen einem sofort ein paar der illustren Ritter ein, Sir Lancelot, Sir Galahad, Sir Bedivere oder Borrs de Ganis.

[singlepic id=368 w=320 h=240 float=right]Nun wird den Variationen also eine weitere Variante hinzugefügt, die Europa-Park-Variante von Mario Luraschi, die in der Arena im Spanischen Themenbereich gezeigt wird. Die Geschichte beginnt damit, dass das durch Arthurs Vater Uther Pendragon in einen Stein gerammte Schwert Excalibur von einer Zauberin gestohlen und an Mordred, den schwarzen Ritter, übergeben wird. Währendessen ruft Arthur Ritter zusammen, die sich würdig erweisen müssen, um an seiner Tafelrunde Platz zu nehmen. Als der Diebstahl von Excalibur bemerkt wird, macht sich Arthur auf die Suche nach Mordred, doch jener nutzt die Abwesenheit Arthurs von Camelot aus, um die Burg zu erobern und Arthurs auserwählte für sich zu nehmen. Ein Kampf um die Macht entbrennt…

Die Stuntleute liefern bei dieser Show die aus den Vorjahren gewohnte sehr gute Leistung ab, es wird zu Pferde und auf dem Boden gekämpft, mit Schwerten, Äxten und Lanzen, gestürzt, niedergeschlagen und eine Reitkunst präsentiert, die vermuten lässt, die Schwerkraft exisitert nicht, zumindest nicht für den Moment in der Arena. Man sieht natürlich einige bekannte Gesichter wieder, nicht nur unter den Rittern. Charlie (Albert de Paris) sorgt wieder für das Vorprogramm und Stephane Bulcourt lockert die Geschichte als Hofnarr Chico etwas auf. Allein das Kostüm von Merlin, der als Erzähler der Geschichte fungiert, wirkt ein klein wenig deplaziert. Ich muss jedenfalls ständig an Charlton Heston als Moses in „Die Zehn Gebote“ denken und warte nur darauf, dass er irgendein Gewässer teilt.

Die spanischen Ritterspiele sind für mich immer wieder ein persönliches Highlight und ich kann sie nur empfehlen. Die Darsteller geben vollen Einsatz und man wird die ganze Zeit über gut unterhalten. Hier noch ein paar Eindrücke aus der Show – bei den Ritterspielen ist es im Gegensatz zu den anderen Shows (noch) erlaubt, zu fotografieren:

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Europa-Park Shows 2009: Alle auf einen Blick

Hier sind nochmal alle Shows des Europa-Park in der Saison 2009 aufgelistet. Klicken Sie den jeweiligen Titel an, um zum Artikel zu kommen, in dem die Show besprochen wird:

Europa-Park Shows 2009: „Magia“

[singlepic id=194 w=320 h=240 float=left]Das Varieté im italienischen Themenbereich beherbergt die erste ständige Showbühne, auf der Jahr für Jahr ungewöhnliche und abwechslungsreiche Shows dargeboten wurden. Und „Magia“, die Show dieses Jahres, markiert für Fans die Rückkehr eines „alten Bekannten“: Housch-Ma-Housch, der im Europa-Park das erste Mal beim „Festival of Fools“ im „Globe Theater“ zu sehen war. Er führt durch „Magia“ und seine Attraktionen, von denen er selbst natürlich eine ist. Housch-Ma-Housch spricht, aber seine aus Gesten und Geräuschen (und wenig Worten) bestehende Sprache wird international verstanden. Und seine Darbietungen sind einfach köstlich, etwa wenn er in Gesten und Geräuschen einen Europa-Park-Besucher beschreibt, der wohl etwas zu viel getrunken hat und anschließend im „Silverstar“ mitfährt (dazu sage ich nur: „Börp!“).

Eine weitere Künstlerin der Show ist Mandy Mercedes, die ihren Körper verbiegt, während sie mit Tüchern jongliert. Den Begriff „Kontorsion“ („Verdrehung“) kannte ich bisher nur im Zusammenhang mit medizinischen Notfällen, hier wird es hohe Artistikkunst, über die man nur staunen kann.

[singlepic id=195 w=320 h=240 float=right]Die Hauptnummer der Show jedoch, deswegen heißt sie schließlich „Magia“, bestreitet der Magier Jay Niemi. Der Mann stammt aus Finnland, was vermutlich der Grund für die Art und Weise seiner Präsentation ist. Es handelt sich um eine Zaubershow, also wird gezaubert. Punkt. Mehr nicht. Wo Niemis Kollegen gern mal in Ankündigungssuperlative über den nächsten Trick verfallen, macht er einfach. Er redet nicht. Das braucht er auch nicht, und das gibt der Vorführung etwas erfrischend anderes. Und er braucht keine großen Kulissen und Requisiten, aus denen er seine Tauben und Papageien hervorzaubert. Letztere geben der Nummer nochmal einen besonderen Schliff, denn Niemi lässt die Papageien durch den Saal fliegen, über die Köpfe des Publikums hinweg.

Seit einiger Zeit halte ich es so, dass ich bei einem Europa-Park-Besuch die Show im „Teatro dell’Arte“ als letztes anschaue. Zum einen hat das rein praktische Erwägungsgründe: Der italienische Themenbereich liegt direkt neben dem deutschen, das heißt, quasi am Ausgang. Außerdem sind die Shows so geplant, das die letzte Show im „Teatro“ auch gleichzeitig die letzte Show an dem Tag überhaupt ist und kurz vor Parkschluss stattfindet. Zum anderen ist die Show aber auch für mich ein krönender Abschluss eines Parkbesuchs, bevor es wieder nach Hause geht. Und neben den Shows in der spanischen Arena waren und sind die Varieté-Shows für mich immer ein Höhepunkt (und dieses Jahr auch die Musicalshow im „Globe“). Wenn Sie den Park besuchen, planen Sie die auf jeden Fall ein! Sie werden nicht enttäuscht werden.



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Europa-Park Shows 2009: „Dreamotion“

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[singlepic id=189 w=320 h=240 float=left]Die Eislaufshows laufen seit vielen Jahren regelmäßig im Europa-Park. Im Lauf der Zeit entwickelte sich die Show immer mehr, das Eislaufstadion wurde in den griechischen Themenbereich integriert und entsprechend gestaltet. Die aktuelle Show, „Dreamotion“, wurde von Francis Demarteau choreographiert, der seit 2007 für den Europa-Park arbeitet.

Waren die ersten Shows ausschließlich auf Eiskunstlauf ausgerichtet, so hat sich das in den vergangenen Jahren gewandelt. Die Wartezeit auf den Beginn der Vorführung wird von einem brasilianischen Künstler verkürzt, der es versteht, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Und auch dieses Jahr gibt es Nummern, die über im wahrsten Sinne des Wortes „über das Eis“ hinaus gehen, wie etwa die „Strapatenartistik“ von Fiona Kirk und Volodymyr Khodakivskyy. Die beiden Künstler hängen dabei an Seilen unter der Kuppel des Eisstadions, ohne Sicherung und ohne Netz. Außerdem gibt es eine Nummer des Artisten Maxim Popazov, die sich, wie ich mir erklären lassen musste, „Handstandequilibristik“ nennt, und die auf einer kleinen Extrabühne gezeigt wird.

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Auch die Eislaufnummern zeugen von hohem Können und die Nummern reichen von Einzelläufern bis zu Gruppen, mal faszinierend anzuschauen, mal witzig. Im Gegensatz zu den Vorjahren wurde bei der musikalischen Untermalung eine leichte Änderung vorgenommen und zumeist auf instrumentale Stücke zurückgegriffen, wie etwa den Soundtrack des Disney-Films „Mulan“. Von anderen Stücken wurden spezielle Versionen verwendet, ich persönlich habe lediglich „You’re my first, my last, my everything“ von Barry White in der Originalversion wiedererkannt. Die Show bedient Eislauf- und Artistikfreunde gleichermaßen. Die halbe Stunde, die sie dauert, bietet gute Abwechslung und ist sehenswert.



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Europa-Park Shows 2009: „Musical on Board“

[singlepic id=179 w=320 h=240 float=left]William Shakespeare würde vermutlich Augen machen, wenn er sehen könnte, was heute alles in „seinem“ Theater dargeboten wird. Im Nachbau des „Globe Theater“ im englischen Themenbereich des Europa-Park, in dessen Vorbild zu Lebzeiten des britischen Dramaturgen seine Stücke aufgeführt wurden, wird dieses Jahr eine besondere Show gezeigt: „Musical on Board“. Nach dem „Kindermusical“ ist das die zweite Show, die den Schwerpunkt bewusst auf live gesungene Lieder legt. Begonnen hat es mit den Weihnachtsmusicals während der Winteröffnung, 2008 begleitete Ornella de Santis die „Magic Bubble Show“ mit ihrem Gesang während der Hauptsaison, dieses Jahr sind die Lieder die Hauptsache.

Die Geschichte von „Musical on Board“ handelt von einer Reisegesellschaft, die an Bord eines Traumschiffs geht, und in 25 Minuten geht es um das, was man aus der gleichnamigen Fernsehserie auch geht: Menschen, Beziehungen, Liebe, ausgedrückt in Liedern aus bekannten Musicals. Die Show wurde von Matthias Davids inszeniert, die Choreographie stammt von Kati Farkas.

[singlepic id=180 w=320 h=240 float=left]Ergänzt wird das Ganze durch zwei Artistiknummern, Sabrina Russo, einer Akrobatin mit Hula-Hoop-Reifen (eine Bezeichnung, die eigentlich falsch ist, denn „hoop“ bedeutet bereits „Reifen) und einen Kraftakt am Seil vom „Duo Impression“, das sind Julia und Wjatscheslaw Koshuchar. Der Europa-Park versteht es dabei immer wieder, sehr gute Künstler ausfindig zu machen, die solche Programmpunkte bestreiten, und es ist immer wieder erstaunlich, was Menschen können.

Nicht minder ausgezeichnet sind die Sängerinnen und Sänger, die die Musicalnummern vortragen. Die meisten von denen sind so stimmgewaltig, dass sie eigentlich kein Mikrofon bräuchten, aber gerade für die leiseren Nummern ist es doch effektvoller. Auch die Spielfreude, die die Darsteller an den Tag legen, ist überragend. Umso mehr, wenn man bedenkt, dass diese bis zu vier Vorstellungen am Tag geben und auch bei der „Europa-Park Parade“ anwesend sind.

Die Lieder, die zum Besten gegeben werden, sind:

  1. Eine Seefahrt übers Meer
  2. Arthur am Nachmittag („Arthur in the Afternoon“, aus dem Musical „The Act“)
  3. How deep is your Love? (von den BeeGees)
  4. Footloose (von Kenny Loggins, aus „Footloose“)
  5. Hopelessly devoted to you (aus dem Musical „Grease“)
  6. Always look on the bright Side of Life (aus dem Musical „Monty Python’s Spamalot“)
  7. Your Song (von Elton John, unter anderem verwendet in „Moulin Rouge“)
  8. Can’t stop the Beat (aus dem Musical „Hairspray“)

[singlepic id=185 w=320 h=240 float=left]Leider habe ich bei Lied Nr. 1 nicht herausfinden können, woher es stammt. Sowohl von „Arthur in the Afternoon“ als auch „Always look on the bright Side of Life“ wird die deutsche Version gesungen. „Musical on Board“ ist eine Show von der Qualität, wie man sie vom Europa-Park gewohnt ist. Das mag pathetisch klingen, ist aber nun mal so. Es ist schön zu sehen, dass hier versucht wird, das Niveau, das man schon erreicht hat, zu halten oder zu steigern. Wenn Sie Musicals mögen, oder auch wenn Sie sich von sehr gut gesungener Live-Musik begeistern können, ist das hier definitiv die Show für Sie. Bei Ihrem nächsten Besuch im Europa-Park sollten Sie sie auf keinen Fall verpassen.

Die Sänger sind:

  • Beatrice Reece („How deep is your Love?“, „Hopelessly devoted to you“, „Your Song“)
  • O. J. Lynch („Footloose“, „Always look on the bright Side of Life“)
  • Lilian Wilhelm („Arthur am Nachmittag“)
  • Hannes Staffler („How deep is your Love?“, „Your Song“)
  • Cornelia Löhr
  • Oliver Timpe

Und falls Sie die Show schon gesehen haben und auf der Suche nach den Liedern sind, können Sie diese hier als MP3 bei AMAZON.de käuflich erwerben (und vorher auch mal Probehören):



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Europa-Park Shows 2009: „Geheimnisvolles Asien“

[singlepic id=165 w=320 h=240 float=left]2008 wurde der Endbereich der Fahrattraktion „Piraten von Batavia“ umgestaltet. Aus einer Dschungelszenerie wurde ein im fernöstlichen Stil eingerichtetes Restaurant. Die Insel, die die Boote hier umrundeten, wurde dabei zur Bühne umgestaltet. Zunächst fanden hier nur Dinnershows statt, doch zur dann wurde sie auch für regelmäßige Shows während des Parkbetriebs verwendet. Dieses Jahr erwartet uns auf dier Bühne die Show „Geheimnisvolles Asien“.

Das Thema ist damit klar: Asien. Flankiert von Tanzeinlagen des Europa-Park Showballett werden hier Nummern von asiatischen Artisten gezeigt. Eine junge Dame zeigt Tellerbalance der besonderen Art, sie hat in jeder Hand drei Stangen, auf jeder rotiert jeweils ein Teller, während sie ihren Körper in alle möglichen (und unmöglichen) Richtungen verbiegt. Die Teller fallen dabei nicht herunter. Der zweite Akrobatikakt sind ein Mann und eine Frau, die einen Kraft- und Balanceakt vorführen. Die Nummern des Showballetts dazwischen sind der Thematik angepasst, in einem Fall wird zu den Klängen von Carl Douglas‘ unsterblichen Hit „Kung Fu Fighting“ eine etwas überzogene Kampfsportnummer vorgeführt.

[singlepic id=166 w=320 h=240 float=left]Allein von seiner Detailreiche bei der Ausstattung und dem Essen her ist das Restaurant „Bamboe Baai“ schon einen Besuch wert. Wenn man zur rechten Zeit den Hunger verspürt, kann man das hier auch mit der Show verbinden. Gemütlich am Tisch sitzen, essen und die Vorführung genießen. Aber auch wenn man „nur“ wegen der Show kommt, lohnt es sich. Die Show ist nicht allzu lang, da Besucher, die nicht im Restaurant essen, darum gebeten werden, die Sitzplätze den anderen Gästen zu überlassen.  Das heißt, man muss hier stehen, aber das ist verträglich und man wird mit einer kurzweiligen Show belohnt.

Die Dinnershow „Indonesia Malam“ wird zu bestimmten Terminen hier auch immer noch angeboten. Die nächsten Termine sind am 10., 13., 17. und 27. Juni (ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten! Informieren Sie sich auf der offiziellen Webseite vom Europa-Park), ab einer Personenzahl von 80 Leuten kann jedoch eine ganz eigene Vorstellung arrangiert werden.



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Europa-Park Shows 2009: „Auf ins Nimmerland“

[singlepic id=161 w=320 h=240 float=left]James M. Barries Geschichte von Peter Pan, dem Jungen, der nicht erwachsen werden möchte, ist nicht zuletzt durch die Disney-Verfilmung und Spielbergs Fortsetzung „Hook“ zu großer Bekanntheit gekommen. Im Musical-Theater im Holländischen Themenbereich des Europa-Park wird dieses Jahr eine Kurzfassung der Geschichte auf die Bühne gebracht: Eines Abends landet ein Junge, der fliegen kann, im Haus der Darlings. Peter Pan, so sein Name, sucht seinen Schatten, der ihm abhanden gekommen ist. Er trifft auf Wendy, die ihm seinen Schatten wieder annäht, worauf er sie zu sich einlädt, auf die Insel Nimmerland. Peter Pans ständige Begleiterin, die kleine Fee Glöckchen, wird eifersüchtig und verrät Peters Versteck an dessen Erzfeind, den Piratenkapitän Hook. Der hat mit Peter noch eine Rechnung offen und entführt Wendy…

[singlepic id=162 w=320 h=240 float=right]Im Theater im Holländischen Themenbereich gab es ursprünglich eine elektronische Musikshow, bevor dort das Kindermusical einzog und verschiedene Eigenproduktionen gezeigt wurden. Dieses Jahr ist das Thema „Peter Pan“, wieder inszeniert von Ulrich Grawunder. Auch beim Ensemble hat man auf bewährte Künstler zurückgegriffen, Carmen Strohecker, die die Erstbesetzung der Hauptfigur ist, war schon in den vergangenen Jahren im Kindermusical des Europa-Park tätig, unter anderem als Weihnachtsfrau in „Als der Weihnachtsmann streikte“ und als Meerhexe in „Die kleine Meerjungfrau“. Auch Christoph Hüllstrung (Schiffskoch Smee) und Mario Verkerk (Hook) sind hier keine Unbekannten. Als Wendy in der Erstbesetzung tritt Isabell Jasse auf. Nachdem es über die ersten Jahre keine Zweitbesetzung gab, wurde dies in den letzten Saisons geändert, hier erleben wir Lucia Reinhard (Peter Pan), Nicole Ciroth (Wendy) und Markus Fischer (Smee).

[singlepic id=163 w=320 h=240 float=left]Das Musical ist speziell für Kinder konzipiert, das heißt aber nicht, dass Erwachsene nicht auch ihren Spaß daran haben könnten. Die Lieder sind allesamt speziell für diese Aufführung geschrieben worden und die Darsteller bringen das Stück mit viel Spielfreude (und manchmal auch allerlei Improvisation) herüber. Allein die völlig überzogene selbstüberzeugte Art von Kapitän Hook ist schon sehenswert. Und an einer wichtigen Stelle wird das Publikum sogar mit in die Handlung einbezogen. Über den Gesang brauche ich eigentlich nicht viel zu sagen, denn hier sind Profis am Werk, und das merkt man.

Auf das Kindermusical bin ich selbst zum ersten Mal bei einem Fantreffen aufmerksam gemacht worden. Als Erwachsener ohne Kinder achtet man nicht so sehr auf etwas, das mit der Silbe „Kinder-“ beginnt. Bei diesem Europa-Park-Fantreffen jedoch stand eine Aufführung des Kindermusicals mit auf dem Plan (damals „Lara im Winterwunderland“), bei der wir im Anschluss uns mit den Darstellern austauschen durften. Man wollte uns das Musical damals etwas nahebringen, weil es so ein wenig „Stiefkinddasein“ führte (ich weiß nicht, ob das heute noch der Fall ist). Vermutlich denken viele bei der Bezeichnung „Kindermusical“, dass es sich um sowas wie „Kasperletheater Reloaded“ handelt. Das ist es nicht, es wird hier mit Aufwand und großer Ernsthaftigkeit ein Stück auf die Bühne gebracht, das sehens- und hörenswert ist. Auch wenn man keine Kinder hat. Und ach ja, speziell für die Kinder ist im dem Stück noch eine kleine Botschaft versteckt über den Umgang zwischen Freunden.

Also, wenn Sie von den Shows des Europa-Park begeistert sind, dann schauen Sie sich das doch auch mal an.



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Europa-Park 2009: Show-Tour

[singlepic id=147 w=320 h=240 float=left]Der Europa-Park ist auch bekannt für seine vielfältigen Shows. Durch den Umbau in den „Piraten von Batavia“ 2008 kam eine weitere Showbühne dazu, die erstmals in der Wintersaison des gleichen Jahres für eine regelmäßige Veranstaltung genutzt wurde, außerdem findet hier eine der Dinnershows statt. Für die Shows gibt es Pläne in drei verschiedenen Farben, abhängig davon, wieviel Publikum an einem Tag im Park erwartet wird. Will man alle Shows an einem Tag sehen, muss man sich die Zeit sehr gut einteilen, aber dafür gibt es sowohl vom Park, als auch vom offiziellen Europa-Park-Fanclub eine Empfehlung. Wenn man auf die letzte Seite des Showplans schaut, findet man dort nochmal alle Shows nach Uhrzeit geordnet auf einen Blick. Manche Vorstellungen sind mit einer Euromaus markiert. Folgt man der Maus, so heißt es, könne man alle Shows an einem Tag sehen. Leider musste ich schon feststellen, dass dabei offenbar die neue Show „Geheimnisvolles Asien“ vergessen wurde, denn diese ist nicht markiert. Auf der Webseite vom Europa-Park-Fanclub findet man die gleiche Übersicht, bei dieser wurde das aber „ausgebügelt“ und die Show mit aufgenommen. Nun habe ich versucht, dieser Empfehlung zu folgen und zu sehen, ob es wirklich möglich ist, alle Shows an einem Tag zu sehen. Grundsätzlich kann ich sagen: Ja, es ist möglich. Allerdings muss man dann den Besuchstag wirklich an den Shows ausrichten und den Rest sehr flexibel gestalten. Leider sind zudem manche Vorstellungen sehr dicht aufeinander und man muss ja auch noch den Weg von einem Ort zum anderen einkalkulieren. An Tagen mit viel Betrieb kann es dann passieren, dass man nicht mehr in eine Veranstaltung reinkommt, weil die Plätze alle besetzt sind, und schon hat sich der schöne Plan erledigt. Man sollte sowas also eher in Angriff nehmen, wenn mit nicht so viel Publikumsverkehr zu rechnen ist: Außerhalb sämtlicher Ferien (dabei müssen die Ferientermine von Baden-Württemberg, der Schweiz und Frankreich berücksichtigt werden), möglichst unter der Woche und nicht an einem Mittwoch (Schulfrei in Frankreich).

Nachdem ich über die Show „Duell der Brüder“ bereits an anderer Stelle berichtet habe, möchte ich in den nächsten Wochen auch die anderen Revue passieren lassen. Heute mache ich den Auftakt mit den „kleineren Shows“.

[singlepic id=148 w=320 h=240 float=left]Euromaus und die Detektive

Eurofant will sich einen gemütlichen Krimiabend vor dem Fernseher machen, als Euromausi mit der Nachricht kommt, dass Böckli verschwunden ist und offenbar entführt wurde. Das ist ein Fall für Sherlok Euromaus mit Unterstützung seiner Freunde Louis „Clouseau“ und Erik „Wallander“.

Bei der Show handelt es sich um ein kleines Musical, das speziell für kleinere Kinder geschrieben wurde. Die Handlung wird von den Maskottchen des Europa-Park getragen, mit eingebaut sind das Europa-Park Showballett und Artistiknummern. Mit einer Dauer von etwa 25 Minuten ist es auch für kleinere Kinder nicht zu lang, und da das ganze auf der Freilichtbühne im italienischen Stadtteil stattfindet, kann man zur Not auch mit allzu ungeduldigen Kindern mal eben woanders hingehen.

[singlepic id=149 w=320 h=240 float=left]Auf ins Piratenparadies

„Auf ins Piratenparadies“ ist eine Mitmach-Show ganz speziell nur für Kinder. Sie findet auf der Freilichtbühne der „Welt der Kinder“ statt und dauert etwa 20 Minuten. Die Kinder müssen auf vielfältige Weise dem Piratenkapitän und seinem Steuermann Bruno bei der Suche nach einem Schatz behilflich sein. Die Show findet zu festgelegten Zeiten statt, allerdings gibt es den ganzen Tag über die Möglichkeit, verschiedene Gegenstände zum Thema „Piraten“ zu basteln.

Außerdem finden sich die Attraktionen der „Welt der Kinder“ direkt nebenan, wobei es sich um einen großen Abenteuerspielplatz mit Wikingerschiff, Rutschen, Karussel und vielem mehr handelt.

Sammys große Abenteuer

„Sammys große Abenteuer“ ist der neue Film im 4D-Kino im Französischen Themenbereich. Sammy ist eine Schildkröte, die von ihren Erlebnissen im Meer erzählt, wobei die unterschwellige Kritik am rücksichtslosen Raubbau an der Natur durch den Menschen nicht zu kurz kommt. Der Film ist in 3D und wird durch die Spezialeffekte des Kinos (Gerüche, Wasser, bewegliche Sitze) unterstützt. Offenbar handelt es sich hierbei aber um einen längeren Film, der für die Vorstellungen auf eine Länge von etwa 20 Minuten gekürzt wurde, wodurch er von der Handlung her etwas unstrukturiert und nicht ganz schlüssig wirkt. Die Effekte machen das zum Teil wieder wett.

[singlepic id=152 w=320 h=240 float=left]Flamenco-Show

Wer sich die Themenbereiche des Europa-Park genau betrachtet, wird begeistert sein, wieviel Wert selbst auf kleinste Details gelegt wurde. Zum Teil wurden sogar originale Einrichtungsgegenstände oder andere Utensilien und Baumaterialien verwendet. Auf der Freilichtbühne des Spanischen Themenbereichs findet sich die dazu passende Show: das „Ballet Espanol“ aus Valencia, das Flamenco vorführt. Der Flamenco kommt ursprünglich aus Andalusien und dürfte das außerhalb Spaniens bekannteste Kulturgut dieses Landes sein – gleich nach den Abenteuern des „Ritters von der traurigen Gestalt“, oder vielleicht sogar noch davor.

Die Show ist sehr beeindruckend, auch wenn man in den 15 Minuten, die sie dauert, nur einen kleinen Einblick in die „Welt des Flamenco“ bekommt. Man sieht aber, dass hier Profis am Werk sind.

[singlepic id=22 w=320 h=240 float=left]Europa-Park Parade

Die große Parade des Europa-Park findet einmal am Tag statt, zur Herbstzeit gibt es in der Regel noch eine zweite in den Abendstunden, wenn es schon dunkel wird. Hier begegnet man allen Künstlern des Europa-Parks noch einmal wieder, den verschiedenen Themenbereichen und natürlich den dazu gehörigen Maskottchen. Dabei bietet sich gerade für Fotografen die Möglichkeit, mal ein Bild von dem einen oder anderen Künstler aus der Nähe zu ergattern, was bei den Vorstellungen nicht immer ganz so einfach ist. Aber Vorsicht, wer in der ersten Reihe steht, läuft Gefahr, von den Künstlern direkt mit einbezogen zu werden…

[singlepic id=153 w=320 h=240 float=left]Mini Dlin Marionettenshow

Eine kleine Bühne im Russischen Themenbereich, direkt neben „Schneeflöckchens Schlittenfahrt“, mehr braucht es nicht für die „Mini Dlin Marionettenshow“. Die Hauptdarsteller sind dabei Puppen unterschiedlichster Machart mit raffinierten Fadenkonstruktionen, die verschiedene Dinge können und immer wieder für Überraschungen sorgen. Ein Teil der Show wurde vom letzten Jahr übernommen, es sind aber auch neue Elemente dazu gekommen. Die Show dauert ungefähr 15 Minuten, und für die Kleinsten werden direkt vor der Bühne Sitzplätze aufgebaut, damit diese nicht zu stehen brauchen. Aber die Show begeistert auch Erwachsene.

Das war ein Überblick über die kleineren Shows. In den nächsten Wochen folgen auch noch Berichte über die anderen Shows des Europa-Park.

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